Eine große Personalversammlung der Stadtverwaltung reduziert das Serviceangebot der Stadt für einen Tag. Ein Güterzug bleibt im Norden liegen und bremst auf diese Weise den morgendlichen Berufsverkehr auf den Schienen aus. Leipzigerinnen und Leipziger beginnen den Tag mit einem Sprung in eiskaltes Wasser. Howard Carpendale wird 80 Jahre jung. Die LZ fasst zusammen, was heute wichtig ist.
Eingeschränkter Bürgerservice
Am heutigen Tag sind einzelne Serviceangebote der Stadtverwaltung nur eingeschränkt nutzbar, denn 9.000 Beschäftigte wurden aufgerufen, an einer Personalversammlung teilzunehmen.
Viele städtische Dienstleistungen können aber auch bequem vom heimischen Computer aus wahrgenommen werden. So sind etwa Meldungen zum Wohnsitz online möglich: www.leipzig.de/wohnung-anmelden
Eine Übersicht aller digitalen Dienstleistungen gibt es unter www.leipzig.de/buergerbuero. Der Kontakt via E-Mail unter buergerbueros@leipzig.de sowie die Onlineterminvereinbarung unter terminvereinbarung.leipzig.de ist zudem jederzeit möglich.

Stillstand statt Berufsverkehr
Zahlreiche Pendler begannen den Morgen mit langem Warten auf die S-Bahn. Das berichtete zuerst die Leipziger Volkszeitung. Grund war ein liegengebliebener Güterzug auf der Bahnstrecke zwischen Thekla und dem Stadtteil Heiterblick. Für viele Fahrgäste bedeutete das: Züge fielen aus, Anzeigen wechselten im Minutentakt. Besonders im S-Bahn-Netz kam es zu massiven Einschränkungen. Die Linien S1, S2, S3, S4 und S5 fuhren zeitweise gar nicht. Die Folge war ein Rückstau bis in den Leipziger Citytunnel, wo sich die Bahnsteige schnell füllten und die Wartezeiten spürbar länger wurden.
Zwar meldete die Deutsche Bahn gegen 8 Uhr Entspannung, doch für viele Reisende war der Schaden da längst angerichtet: verspätete Arbeitsbeginne, verpasste Termine, Unsicherheit bei der Weiterfahrt. Vor allem auf der S4 zwischen Geithain und Halle mussten Pendler auch am Morgen noch mit Verzögerungen und unregelmäßigen Zugläufen rechnen.
Baden trotz Bibbern
Unerschrockene Leipzigerinnen und Leipziger haben den heutigen Morgen mit einem Bad in der eisigen Weißen Elster begonnen. Strecken, sprinten, schwimmen – die sportlichen Enthusiasten trotzen den ungemütlichen Temperaturen und bleiben zu jeder Jahreszeit in Bewegung. Das “Health-Meeting”, wie die Gruppe ihre Aktion selbst nennt, gibt es übrigens jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag. Und es wird versprochen: “Egal welche Jahreszeit, ob Schnee, Hitze, Regen oder Orkan. Es wird sich bewegt!” Termine und Orte gibts auf Facebook oder direkt auf der Website der Initiative. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Carpendale wird heute 80
Happy Birthday! Popstar Howard Carpendale feiert heute seinen 80. Geburtstag. Von seinen Fans vergöttert, von seinen Kritikern verspottet, blickt der geborene Südafrikaner auf eine Karriere zurück, die Mitte der 1960er Jahre in kleinen Clubs in Durban begann und ihn in Deutschland ein Jahrzehnt später mit Hits wie „Ti amo“ oder „Deine Spuren im Sand“ berühmt machte.
Doch Carpendale hatte Zeit seines Lebens mehr zu bieten, als nur die Gassenhauer, die auf keiner Schlagerparty fehlen. So setzt sich das Lied „Jede Farbe ist schön“ mit Rassismus und Engstirnigkeit auseinander. In „Der Junge aus Soweto“ beschreibt er das Leben eines Jungen, der von klein auf die Repression des Apartheid-Regimes zu spüren bekommt, Hunger leidet mit 14 als Minenarbeiter zu schuften beginnt und schließlich beim Niederschlagen von Protesten ums Leben kommt.
Als Schlagersänger begreift sich der Künstler nicht, wie er vor einigen Jahren in einem Interview mit dem SPIEGEL erklärte. Seine aktive Tourneelaufbahn will er nun mit 80 Jahren beenden. Am 8. April gastiert er im Rahmen seiner Abschiedstournee in Leipzig.
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