Eine Expert*innenkommission hat am heutigen Montag Vorschläge zur Reduzierung der Kosten der Gesundheitsversorgung vorgelegt. Außerdem: Die Leipziger Polizei ermittelt nach einem Raubüberfall auf einen 70-jährigen Rollstuhlfahrer. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 30. März 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
70-jähriger Rollstuhlfahrer ausgeraubt
Die Polizei berichtete am heutigen Montag von einem Fall, welcher sich am Freitag, dem 27. März, in Grünau ereignete: Auf seinem Heimweg auf Höhe der Stuttgarter Allee wurde ein 70-jähriger Rollstuhlfahrer gegen 15 Uhr von zwei unbekannten Männern bedroht und ausgeraubt.
Gegen 15 Uhr hatten die Täter den Mann angesprochen und ihn bis zu seiner Wohnanschrift verfolgt. Dort angekommen, gingen die Männer mit ins Haus sowie in den Fahrstuhl. Sie griffen den 70-Jährigen körperlich, einer der Täter bedrohte ihn mit einem waffenähnlichen Gegenstand.
Währenddessen entwendeten sie dem Mann das Portemonnaie und flüchteten anschließend. Die Polizei sucht nach den Tätern, von denen einer wie folgt beschrieben werden kann: Ca, 1,60 Meter groß, zwischen 15 und 25 Jahren, sehr schlank, schwarze Haare. Zum Tatzeitpunkt trug er einen dunklen Trainingsanzug.
Hinweise werden bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 666 entgegengenommen. Die Ermittlungen wegen eines Raubdeliktes laufen.
Vorschläge für Gesundheitsreform
Eine Expertenkommission legte heute Vorschläge vor, wie man den steigenden Kosten im Gesundheitswesen entgegenwirken könnte. Den Auftrag dazu hatte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) im September vergangenen Jahres erteilt.
Die Finanzen der gesetzlichen Krankenkassen befänden sich in einer „massiven Schieflage“, begründete Warken die Notwendigkeit der angeforderten Sparmaßnahmen. Mit den nun vorliegenden Vorschlägen könnten laut Kommission bis zu 42 Milliarden Euro im kommenden Jahr eingespart werden.
Unter anderem wird vorgeschlagen, Vergütungen für Praxen, Kliniken und Herstellern nicht stärker steigen zu lassen als die Einnahmen. Eine weitere Entlastung der Krankenkassen sieht die Kommission darin, dass der Bund versicherungsfremde Leistungen, etwa bei den Kosten für die Versorgung von Bürgergeldempfängern, vollständig übernimmt. Auch die Höhe der Zuzahlungen durch Patient*innen – etwa für Medikamente – könne erhöht werden.
Weitere vorgeschlagene Maßnahmen: die Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung von nicht-berufstätigen Ehegatten, die Erhöhung der Steuern auf Tabak und Alkohol sowie die Einführung einer gestaffelte Steuer auf zuckergesüßte Erfrischungsgetränke.
Energie für die Zukunft und Demokratie in der Krise
Worüber die LZ heute berichtet hat:
Heute hüh, morgen hott: Welche Energie wollen wir zukünftig nutzen?
Schreibwettbewerb „Pressefreiheit“, die Gewinner-Texte 1: „Bezeugen“
Am Volk vorbei: Warum unsere Demokratie derzeit in einer tiefen Krise steckt
Der Stadtrat tagte: Leipzig bekommt jetzt ein Entsiegelungs-Monitoring
Syrischer Übergangspräsident in Berlin
Was heute außerdem wichtig war: In Berlin empfingen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier heute den syrischen Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa. Er gilt als umstritten, soll als ehemaliger Dschihadistenführer für Gewaltverbrechen verantwortlich gewesen sein. Der Besuch al-Scharaas hatte im Vorfeld für Kritik gesorgt. So stellten sich etwa Linke und Grüne Politiker*innen gegen die symbolische Legitimierung eines Verbrechers durch den offiziellen Empfang.
Die Leipziger Polizei warnt vor betrügerischen Handwerkern. Vor allem im Leipziger Umland komme es in letzter Zeit vermehrt zu Vorfällen, in welchen sich als Handwerker ausgebende Personen an Haustüren klingeln und ihre Dienste – unter anderem die Reinigung der Dachrinne, Maler- und Baumfällarbeiten – anböten. Nicht nur, dass diese Dienste entgegen vorheriger Absprache weitaus teurer abgerechnet würden, versuchten die Betrüger auch, in Wohnhäuser zu gelangen und Wertgegenstände zu erbeuten.
Kundgebung gegen patriarchale Gewalt
Was morgen passieren wird: Für den morgigen Dienstag ruft die Organisation Zora Leipzig zum Protest unter dem Titel „Die Scham muss die Seite wechseln!“. Die Kundgebung startet um 17 Uhr auf dem Augustusplatz.
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