Nachdem Lok Leipzig gegen Magdeburg zunächst ins Hintertreffen geraten war, konnten die Probstheidaer am Samstag dann doch die Meisterschaft der Regionalliga für sich entscheiden. Und: Bei einer bekannten Tiger-Dompteurin in Dölzig (Nordsachsen) griff ein Raubtier am Sonntag einen Helfer an und entlief, ehe es von Polizeikräften erschossen wurde. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende, dem 16./17. Mai 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Dölzig: Mann bei Tigerangriff verletzt, Polizei erschießt das Tier
Ungewöhnlicher Einsatz für Polizei und Rettungskräfte am Sonntagnachmittag in Dölzig, Landkreis Nordsachsen: Wie der MDR berichtet, wurde ein aus einem Privatgehege entlaufener Tiger hier durch Polizeikräfte erschossen.
Zuvor hatte er einen Menschen attackiert und verletzt. Herbeigerufene Polizisten spürten die Raubkatze dann an einer Gartenanlage auf und töteten das Tier. Um sicherzustellen, dass keine weiteren Tiger entlaufen sind, waren auch am Nachmittag noch zahlreiche Kräfte vor Ort. Es gab auch einen Drohneneinsatz. Nach letztem Informationsstand sind aber alle übrigen Tiere in ihren Gehegen und eine Gefahr für die Bevölkerung wird ausgeschlossen.

Der erschossene Tiger gehörte zum Bestand der als „Tigerkönigin“ bekannten Dompteurin Carmen Zander, bei der verletzten Person soll es sich um einen ihrer Helfer (73) handeln. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht. Über seinen genauen Zustand und die Umstände des Tigerangriffs gab es zunächst noch keine genaueren Informationen.
Gegen Carmen Zander und ihre private Tigerhaltung hatten Tierschützer in der Vergangenheit immer wieder Vorwürfe erhoben, die Zander zurückwies. Zudem fehlte der ehemaligen Zirkus-Dompteurin offenbar eine behördliche Genehmigung. Ein Ermittlungsverfahren gegen sie endete 2025 vor Gericht mit einer Einstellung gegen Geldauflage. Wie es mit dem Gehege und den übrigen Raubkatzen nun weitergeht, ist noch unklar.
Worüber die LZ am Wochenende berichtet hat:
Leos Wutrede zur Verteidigung der Deutschen Küche
Metamorphose zwischen Kunst und Natur: Senckenbergs iNUVERSUMM im Japanischen Palais
Oberbürgermeisterwahl 2027 in Leipzig: Tom Rodig tritt für Die PARTEI an
Sonntagskirche Nr. 160: Die Kirche zu Döben bei Grimma
Ab Montag: Ampel-Aus an der Merseburger wird zur Geduldsprobe
Schwarze Ästhetik erobert Leipzig: Rund 20.000 Fans feiern das Wave-Gotik-Treffen 2026
Aufruf zum bundesweiten Ehrentag am 23. Mai auch in Sachsen: Unser Gemeinwesen lebt vom Mitmachen
Was sonst noch so los war:
Jähes Ende eines Hypes, in dem wir vielleicht ein bisschen was über Wale erfuhren, mehr aber über die Spezies Mensch: Ein vor der dänischen Insel Anholt gefundener, toter Buckelwal ist laut Behörden identisch mit jenem Tier, das vor einigen Wochen in der Ostsee gestrandet und in einer umstrittenen Aktion von selbsternannten „Rettern“ befreit worden war.
Er gilt als Legende, Pionier des deutschsprachigen Rocks, Multitalent, Unikat, politische Figur: Der Künstler Udo Lindenberg, geboren im westfälischen Gronau, begeht am Sonntag seinen 80. Geburtstag. Happy Birthday!
Nach einem Vorfall in Coswig, der als versuchtes Tötungsdelikt gewertet wird, sitzt ein Mann (53) in U-Haft.
In München wurde gegen Mietenwahnsinn und für eine lebendige Kulturszene demonstriert.
Im norditalienischen Modena fuhr ein Mann mit einem Pkw in eine Menschenmenge und verletzte acht Personen schwer.
In Pforzheim und Bitburg wurden Bomben entschärft.
In Russland sollen mehrere Menschen durch ukrainische Drohnenangriffe ums Leben gekommen sein.
Die WHO reagierte auf einen Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo sowie in Uganda mit der Ausrufung einer internationalen Gesundheitsnotlage.
Kalenderblatt: Zwischen Pleitegeier und Aufbruch – vor 20 Jahren beginnt die Ära Jung in Leipzig
Am 17. Mai 2006 leistet Burkhard Jung, der im Februar zum Leipziger Oberbürgermeister (OBM) gewählt worden war, seinen Amtseid. Der in Siegen geborene Sozialdemokrat war 1991 nach Leipzig gekommen, hatte als Lehrer das Evangelische Schulzentrum mit aufgebaut und wechselte später in die Politik. 1999 wurde er Beigeordneter für Jugend, Schule und Sport, war zwischen 2001 und 2003 auch Beauftragter für die – später gescheiterte – Olympiabewerbung Leipzigs.
Mit Jung an der Spitze bleibt die alte Messestadt nach Hinrich Lehmann-Grube († 2017, 1990–1998) und Wolfgang Tiefensee (1998–2005) weiter in SPD-Hand. Die „Boomtown“ ist 2006 aufgrund von Arbeitslosigkeit und Altschulden in ernster Lage. Sie erlebt unter Jung zunächst einen rigiden Sparkurs, später aber die Ansiedlung von Konzernen, die Schaffung vieler neuer Jobs, damit einhergehend mehr Geburten, starken Zuzug, sprudelnde Einnahmen, Wachstumsdynamik. 2013 und 2020 setzt sich Jung in den nächsten OBM-Wahlen gegen alle Herausforderer durch.
Im Frühjahr 2027 endet seine Ära, die den heute 68-Jährigen jetzt, in ihrer Dämmerung, aufgrund von Rezession und desaströser Finanzlage noch einmal vor mächtige Herausforderungen stellt. Währenddessen bringen sich schon mögliche Nachfolger für den Rathaus-Chefsessel in Position …
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