Michael Triegels Vanitas-Bilder in einer Ausstellung des Museums der bildenden Künste

„Tod und Auferstehung“ heißt das Bild, das derzeit an Leipziger Werbedisplays zu sehen ist. Ein toter Vogel liegt unter der Zeichnung eines siegreichen Christus. Gemalt hat es der Leipziger Maler Michael Triegel und es wirbt für eine Ausstellung seiner Bilder, die seit Donnerstag, 11. Mai, im Museum der bildenden Künste zu sehen ist: „Logos und Bild“.
Anzeige

„Das Biblische Wort und seine bildliche Darstellung sind in der christlichen Religion über die Jahrhunderte hinweg kontrovers verhandelt worden. In der Reformation wurden Bilder, die eine religiöse Verehrung erfuhren, verbannt. Die von Luther in die Volkssprache übersetzte Bibel gab den Gläubigen die Möglichkeit, das Wort Gottes selber zu erfahren und nicht durch Bilder zu imaginieren“, versucht das Museum der bildenden Künste sich heranzutasten an den Grund, warum man in der Ausstellung von Triegels Bildern einen Beitrag zum Reformationsjubiläum und zum Kirchentag auf dem Weg sieht und hofft, damit Besucher des Kirchentages ins Museum zu locken. „Im Zentrum der Ausstellung stehen elf kleinformatige Bilder auf Pergament, die Michael Triegel (*1968) zu ausgewählten Tischreden von Martin Luther gemalt hat. Der zweifelnde und suchende Mensch Luther steht im Fokus, nicht der Theologe und Reformator. Triegels Werke sind keine klassischen Illustrationen. Vielmehr werden die theologischen, politischen und privaten Äußerungen Luthers in symbolisch aufgeladene nahsichtig gezeigte Gegenstände transformiert. Ergänzend wird eine Auswahl von Gemälden Michael Triegels gezeigt, die sich mit der christlichen Ikonografie auseinandersetzen.“

Ob die „Bilder, die eine religiöse Verehrung erfuhren“, in der Reformation tatsächlich verbannt wurden, darf bezweifelt werden. Die Bilderstürmerei richtete sich vor allem gegen Heiligenverehrung und Prunksucht in den Kirchen. Gleichzeitig überflutete gerade die Cranach-Werkstatt die Welt mit zutiefst religiösen Bildern, die jetzt aber verstärkt die Lutherische Sicht auf Religion zeigten. Mitsamt einer ganz eigenen Luther-Ikonografie.

 

Michael Triegel: Deus absconditus (2013). Foto: Galerie Schwind

Michael Triegel: Deus absconditus (2013). Foto: Galerie Schwind

Aber wer Triegels Bilder kennt, weiß, dass er so nicht erst seit der großen Luther-Euphorie malt, sondern schon vor Jahren einen Weg gegangen ist, der ihn in die Fußstapfen der großen Renaissance-Malerei geführt hat. Womit er bei der Wurzelsuche ganz ähnliche Wege ging wie einst Werner Tübke, eins der Urgesteine der Leipziger Schule.

Triegel wird der Neuen Leipziger Schule zugerechnet und hat zuletzt gerade durch seine detailgetreuen Papstporträts von sich Reden gemacht. Dass verstärkt religiöse Themen in seinen Bildern auftauchten, war unübersehbar. Seine Bilder passten in die Zeit. Denn sie spiegeln die große Sinnsuche einer Gesellschaft, die sich sichtlich unbehaust und ratlos fühlt.

Aber das Wort Ikonografie würde man für Triegels Arbeiten eher nicht verwenden, denn es sind zumeist sehr streng gearbeitete Stillleben, die etwa an Stillleben Dürers erinnern. Und diese Verwandtschaft fällt auch an anderer Stelle auf. Denn wie Dürer beschäftigt sich Triegel mit dem Thema Vergänglichkeit. Etliche seiner Bilder sind im Grunde ein stilles „Memento Mori“. Sie laden dazu ein, innezuhalten und die Bildkomposition auf sich wirken zu lassen – gerade weil oft nicht eindeutig klärbar ist, welche Antwort der Maler nun gibt.

Was zum suchenden Luther passt: Wo verortet sich der Mensch in dieser Welt? Was gibt ihm Halt?

Triegels Antworten wurden in den letzten Jahren zunehmend religiös konnotiert. Dabei greift er die Bildsprache der Kirchenmalerei durchaus neu auf, wenn er seinen Christus am Kreuz unter einem Tuch verbirgt oder den Christus der Kreuzabnahme einfach schweben lässt vor einem Stapel in die Ecke gestellter Bretter (und ihm seine eigenen Gesichtszüge gibt).

Michael Triegel: Am Kreuz (2008). Foto: Galerie Schwind

Michael Triegel: Am Kreuz (2008). Foto: Galerie Schwind

Die Luther-Büste setzt er in Bezug zu Brot und Wein und den Cranachschen Skizzen des jungen Luther. Auch hier taucht der tote Vogel auf – begegnen sich also Abendmahl und Tod, aber auch die immer mitzudenkende Vanitas, die Vergänglichkeit alles Irdischen. Was ja sowohl im Judentum wie im Christentum auch Strömungen hervorgebracht hat, die in der gläubigen Abkehr vom eitlen Leben den richtigen Weg sahen. Womit man aber im Prinzip in der Zeit nach Luther landet – vor allem im von Krieg und Pest überschatteten 17. Jahrhundert und dem beeindruckenden Aufschrei der barocken Dichtung, in der die Vergänglichkeit geradezu als ein Symbol der Zeit betrachtet wurde: Nichts ist sicher, Tod und Vergehen lauern überall.

Und dasselbe geschah in der barocken Malerei, die man zumeist mit den fülligen Frauen eines Rubens oder den holländischen Genreszenen assoziiert. Aber noch viel stärker war diese Zeit von einer Stillleben-Welt geprägt, in der die Maler über die ganz bewusst arrangierten Dinge im Bild die Vergänglichkeit quasi auf philosophische Höhe hoben: Bilder, die regelrecht zur Kontemplation einladen und in vielen Katalogen auch unter dem Stichwort „Vanitas“ gelistet sind.

Erstaunlich, dass das den Triegel-Experten im Bildermuseum so gar nicht auffallen wollte.

Ob Luther sich in diesen Bildern wiedererkannt hätte? Das ist wohl schwierig zu sagen. Denn Bilder (und gerade die aus der Cranachschen Werkstatt) verstand er zuvorderst immer als Träger seiner Botschaft, seiner Interpretation der Bibel. Das „Memento mori“ war eigentlich eher nicht sein Ding.

Aber vielleicht gibt es ja so viel Luther, dass jeder bei ihm etwas finden kann. Und vielleicht gehört auch dieses Gewahrwerden der Vergänglichkeit sogar zwingend in unsere Zeit, in der wir gern so tun, als ginge der Rausch und das Habenwollen immer weiter und das Leben  sei bis zur völligen Verkalkung verlängerbar. Das steckt zumindest in diesen Triegel-Bildern: Dass man sich ab und zu doch mal gewahr werden sollte, dass das Leben ganz und gar nicht eitel ist, sondern etwas Kostbares und arg Begrenztes. Hinter jedem „Memento mori“ steckt auch ein „Carpe diem“. Womit man Luther, denke ich, deutlich näher ist.

Die Ausstellung Michael Triegel „Logos und Bild“ ist im Museum der Bildenden Künste bis zum 6. August zu sehen.

In eigener Sache: Lokaler Journalismus in Leipzig sucht Unterstützer

 

Martin LutherMichael Triegel
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

The Australian Pink Floyd Show: Erneute Terminänderung aufgrund Pandemie
Foto: Ben Donoghue

Foto: Ben Donoghue

Aufgrund der aktuellen Situation hinsichtlich der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen und behördlichen Vorgaben muss die bereits zweimal verlegte Deutschland-Tour von The Australian Pink Floyd Show ein weiteres Mal verschoben werden. Zuletzt für Januar und Februar 2021 geplant, wird die Tournee nun im Frühjahr 2022 stattfinden: Neuer Start der unter dem Motto „All That You Feel“ stehenden Tour ist der 4. März 2022 – sie endet rund einen Monat und 21. Konzerte später am 3. April 2022. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit für die neuen Termine in 2022.
Mini-Deutschland berät ab Januar über die deutsche Außenpolitik
Die ausgewählten Orte, aus denen Teilnehmer/-innen für den Bürgerrat ausgelost werden. Grafik: Mehr Demokratie e.V.

Grafik: Mehr Demokratie e.V.

Für alle LeserIm Januar und Februar werden 160 ausgeloste Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Bundesgebiet über Deutschlands Rolle in der Welt diskutieren. Auch Menschen aus Leipzig und Schkeuditz werden dabei sein, zwei der Städte aus Sachsen, die für den „Bürgerrat Deutschlands Rolle in der Welt“ in einem Zufallsverfahren ausgelost wurden. Demokratie einmal ganz anders mit Menschen, die jetzt noch gar nicht wissen, dass sie dabei sein werden.
Kesselkollektiv will Anfang 2021 am Standort Klingenstraße 22 in Plagwitz starten
Die Akteure im Kesselkollektiv. Foto: Kesselkolllektiv

Foto: Kesselkolllektiv

Für alle LeserDie Klingenstraße 22 in Plagwitz sollte man sich merken und bei nächster Gelegenheit vielleicht mal hinfahren. Denn hier entsteht einer der Punkte, an dem das erlebbar wird, was Wirtschaften in Leipzig künftig ausmachen muss. Hier entstehen die Strukturen eines regionalen und umweltfreundlichen Wirtschaftens. Mehrere kleine Leipziger Unternehmen haben sich hier als Kesselkollektiv zusammengetan. Und am 4. Dezember startet eine Crowdfunding-Kampagne. Denn da fehlt noch was.
Ab heute in der Stadtteilbibliothek Grünau: Acrylmalerei aus dem Projekt IMAGE
Der IMAGE-Kurs fand unter künstlerischer Betreuung statt. Foto: Leipziger Bündnis gegen Depression e.V.

Foto: Leipziger Bündnis gegen Depression e.V.

Für alle LeserDer Leipziger Bündnis gegen Depression e. V. zeigt in Kooperation mit der Stadtteilbibliothek Grünau-Süd ab dem heutigen 1. Dezember eine Ausstellung, die im Rahmen des Projektes „IMAGE – sehen und gesehen werden“ vom Leipziger Bündnis gegen Depression e. V. initiiert wurde. Es handelt sich um Arbeiten von Betroffenen im Rahmen eines Acrylmalworkshops.
Die Redaktion: Benjamin Fredrich erzählt mit Eulenspiegel-Freude die Entstehung des Katapult-Magazins
Benjamin Fredrich: Die Redaktion. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserBeim Katapult-Magazin in Greifswald läuft so einiges anders als bei klassischen Medien. Seit 2015, seit Benjamin Fredrich seine Promotion an der Universität Greifswald erst einmal in den Pausenmodus versetzte und einfach mal loslegte und Katapult gründete. Einfach so. Was man eigentlich nicht machen sollte in Deutschland, wo selbst die Gründerberatung nichts für neue Ideen übrig hat. Wo kämen wir sonst hin?
Montag, der 30. November 2020: Sachsen macht Übernachtungsausnahmen über Weihnachten und die Zahlen steigen
Sachsen erlaubt die Überachtung in Hotels über die Weihnachtstage. Das gab das Gesundheitsministerium unter Petra Köpping (SPD) bekannt. Foto: Kerstin Pötzsch

Foto: Kerstin Pötzsch

Für alle LeserBürger/-innen, die über Weihnachten ihre Familien in Sachsen besuchen wollen, können bei der Übernachtung auch auf Hotels und Pensionen zurückgreifen. Als eines von mehreren Bundesländern weicht der Freistaat mit dieser Regelung von den gemeinsamen Beschlüssen von Bund und Ländern ab. Außerdem: Wohl kaum verwunderlich ist, dass die „Corona-Pandemie“ zum deutschen Wort des Jahres gekürt wurde. Die derzeitige Situation beeinflusste die deutsche Sprache in diesem Jahr enorm: Ein Großteil der unter die Top10 gewählten Wörter stehen im Zusammenhang mit Corona. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 30. November 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Am 1. Dezember startet das Crowdfunding für Die Anderen – das Eingewandertentheater
Das Pöge-Haus am Neustädter Markt. Quelle: Pöge-Haus e.V.

Quelle: Pöge-Haus e.V.

Für alle LeserAm morgigen Dienstag, 1. Dezember, startet das Crowdfunding für ein neues Leipziger Theaterprojekt: „Die Anderen - das Eingewandertentheater“. Wir alle leben in Zeiten der Unsicherheit. Auch die Kunst- und Kulturschaffenden in Leipzig stehen angesichts der globalen Krise durch das Coronavirus vor der Herausforderung, inmitten der Ausnahmesituation neue kreative Ideen für das Jahr 2021 zu entwickeln.
Nächtlicher Polizeihubschrauber-Lärm lässt Zahl der Lärmbeschwerden steigen
Polizeihubschrauber am Leipziger Abendhimmel. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserFlughafenanwohner wissen es schon, dass sie sich wegen nächtlichen Fluglärms beschweren können. Dass auch Stadtbewohner, die nachts durch den Lärm patrouillierender Polizeihubschrauber um den Schlaf gebracht werden, sich beschweren dürfen, ist noch nicht so bekannt. Aber die Zahl der Beschwerden steigt. Denn der Einsatz von Polizeihubschraubern auch über dem Leipziger Stadtgebiet ufert mittlerweile aus.
Ein Mann, ein Kanu und eine halbe Tonne Müll: Leipziger Paddler ist „Gewässerretter des Jahres“
Wieder zwei volle MUSS-Säcke. Foto: Falk Buder

Foto: Falk Buder

Für alle LeserDa war er selbst überrascht: Falk Bruder von der Abteilung Kanu des Leipziger Sportvereins Südwest ist von der Jury der Online-Plattform www.gewaesserretter.de zum „Gewässerretter des Jahres“ bestimmt worden. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hatte zusammen mit seinen Wassersportpartnern in der Allianz Gewässerretter zur Teilnahme am Wettbewerb in drei Gewinnrubriken aufgerufen.
Bericht des Sonderermittlers im Innenausschuss: Untersuchungen zum Fahrradgate schaffen Verdacht auf Korruption nicht aus der Welt
Manchmal wird nur ein Teil des Rades geklaut. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserAm Donnerstag, 26. November, informierte die Staatsregierung den Innenausschuss des Sächsischen Landtages über die ersten Ergebnisse des Berichtes des Sonderermittlers Klaus Fleischmann zu den illegalen Fahrradverkäufen bei der Polizei in Leipzig, dem sogenannten Fahrradgate. Aber nach der Sitzung war es wie so oft in Sachsen: Die einen sahen mal wieder nur Einzeltäter, die anderen ein auffälliges Führungsproblem in der sächsischen Polizei.
Autoritäre Dynamiken: Die neue Leipziger Autoritarismus-Studie 2020
Oliver Decker, Elmar Brähler (Hrsg.): Autoritäre Dynamiken. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit 2002 untersuchen die Leipziger Sozialpsychologen um Elmar Brähler und Oliver Decker die (rechts-)extremistischen Einstellungen der Deutschen. Anfangs noch unter dem Label „Mitte-Studien“, weil ihnen durchaus klar war, dass radikale Einstellungen eben nicht allein die Sache irgendwelcher versprengten Grüppchen am Rand der Gesellschaft sind, sondern bis in die Mitte der Gesellschaft hinein vorkommen. Jener Mitte, die sich gern als friedlich und staatstragend verkauft.
SC DHfK Leipzig vs. SC Magdeburg 33:29 – Ein Sieg des Willens
Nach über vier Jahren gab es für den SC DHfK endlich wieder einen Sieg gegen Magdeburg zu feiern. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserNach etwas hektischen Abschlüssen in den ersten Minuten lieferten die Leipziger am Sonntag im Ostderby eine geschlossene Mannschaftsleistung. Im Angriff waren alle Positionen gefährlich, die Abwehr zwang die Elbestädter immer wieder zu schlechten Würfen. Doch Magdeburg blieb stets präsent und die Partie so erwartungsgemäß bis zum Schluss spannend. Beide Teams konnten immer wieder einige Tore hintereinander erzielen. Dabei machten die Hausherren über 60 Minuten einen hochkonzentrierten Eindruck.
Engagement für eine zukunftsfähige Stadt: Vier Initiativen und Organisationen im Videoclip vorgestellt
Videokonferenz vom 20. November. Foto: Forum Nachhaltiges Leipzig

Foto: Forum Nachhaltiges Leipzig

Für alle LeserAm Freitag, 20. November, wurde der Leipziger Zukunftspreis vergeben. Früher hieß er mal Agenda-Preis – nach der Agenda 21, die in Rio de Janeiro 1992 beschlossen wurde. 2019 richtete sich das Leipziger Agenda-Büro neu aus und veränderte auch die Modalitäten zum Agenda-Preis, der seitdem Zukunftspreis heißt. Und weil Corona zu allerlei Neuerungen zwingt, wurde er diesmal auch nicht in einer Festveranstaltung vergeben, sondern in einer digital-analogen Hybridveranstaltung.
Paul-Robeson-Schule soll ab 2023 für 18 Millionen Euro saniert und erweitert werden
Die Paul-Robeson-Schule am Jungmannweg. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNachdem die Schule am Opferweg in Wahren fertig ist, ist endlich Spielraum, die Plattenbauschule am Jungmannweg in Lindenthal bis 2026 zu sanieren und zu erweitern. Die Plattenbauschule stammt aus dem Jahr 1978 und trägt seit 1995 sogar eine experimentelle Außendämmung, die sich sogar bewährt hat.
Warum es ganz und gar nicht gut ist, die Kultur in der Corona-Zeit dauerhaft stillzulegen
Das Spiegelzelt in den Vorjahren. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Sti-ille Nacht, ein-sa-me Nacht, alles probt, niemand lacht ...“, bringt der Westflügel im Lindenfels auf den Punkt, wie heftig die verlängerten Lockdown-Maßnahmen das komplette für die Adventszeit geplante Kulturprogramm treffen. Selbst die „Gans ganz anders“ fällt aus, das schöne Spiegelzelt aus Flandern ist umsonst aufgebaut. Und der Weihnachtszirkus verschiebt seinen Leipzig-Auftritt auf März. Wenn er dann überhaupt sein Zelt aufbauen darf.