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Die entschleunigten Stadtlandschaften des Günter Thiele

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    Ab Samstag, 18. November, würdigt die Galerie Schwind einen der stilleren unter den Leipziger Malern: den 1930 geborenen Günter Thiele. Ihn hat vor allem das Leipziger Stadtbild in Bann geschlagen, das bei ihm wie eine Kulisse funktioniert, in der Menschen unterwegs sind. Fast traumhaft wirken die in zurückhaltenden Farben gemalten Bilder.

    Als wäre Leipzig ein Ort des Verwunschenseins, des ewigen Staunens darüber, dass man sich in diesen Kulissen tatsächlich bewegen kann.

    Vom 18. November bis zum 23. Dezember 2017 zeigt die Galerie Schwind in Leipzig eine Einzelausstellung mit Gemälden des Leipziger Malers. Zu sehen sind Stadtlandschaften, Stillleben und Porträts aus den letzten Schaffensjahren des Künstlers.

    Thiele, der an der Hochschule für Bildende Künste Berlin-Charlottenburg Malerei studierte, gilt als stiller Beobachter und Topograf seiner Umwelt. Zentraler Themenkomplex seines Oeuvres und der Ausstellung bilden natürlich die Leipziger Stadtbilder. In diesem Fall verstärkt der Gohliser bzw. Eutritzscher Straßenlandschaften.

    Günter Thiele: Geibelstraße. Tempera auf Hartfaser, 2016. Foto: Galerie Schwind
    Günter Thiele: Geibelstraße. Tempera auf Hartfaser, 2016. Foto: Galerie Schwind

    In ihnen skizziert Thiele ganz unaufgeregt das tägliche Leben und setzt zumeist schemenhaft wirkende Figuren in Kulissen bestehend aus Straßenfluchten, Häuserzeilen, Garten- und Parkanlagen. Der narrative Moment tritt dabei völlig zurück, Aktionen und Blickachsen werden vermieden. Vielmehr geht es Thiele um das Erfassen eines stimmungshaften Augenblicks. Die strenge Perspektive seiner Architekturszenerien, die Vermeidung eines dramatischen Licht-Schatten-Spiels, die Unaufdringlichkeit und Transparenz der eingesetzten, tonigen Farben und die reduzierte Malweise bewirken beim Betrachter einen Zustand der Entschleunigung und Stille, aber auch der Melancholie.

    In den jüngeren Arbeiten des Künstlers, der weiterhin täglich im Atelier arbeitet, rückt die Figur zusehends in den Mittelpunkt seiner Sujets. Aber auch in den Szenen von Tanzenden, Schauspielern auf der Theaterbühne oder Einzelporträts erkennt man die einzigartige Handschrift des Künstlers und sein Talent, alltägliche Szenen als stille Momente einzufangen.

    Eröffnet wird die Ausstellung in der Galerie Schwind (Springerstraße 5) am Sonntag, 18. November, um 15 Uhr.

    Ausstellungsdauer: 18. November – 23. Dezember 2017

    Öffnungszeiten: Di – Fr 10 – 18 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr

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