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Zwölf von Hunderten: Der Garten des Schillerhauses zeigt Plastiken von Ute Hartwig-Schulz

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    Der idyllische Bauerngarten des Schillerhauses in Leipzig-Gohlis lockt in diesem Sommer mit einer besonderen Präsentation: Zwölf Skulpturen der Bildhauerin Ute Hartwig-Schulz erinnern bis zum 12. September 2021 an bedeutende Frauen der Leipziger Kulturgeschichte. Mit kleinen Büsten von Leipziger Frauen vergangener und heutiger Tage setzt Ute Hartwig-Schulz ein Zeichen für die Sichtbarmachung weiblicher Prominenz dieser Stadt.

    Zu den dargestellten Persönlichkeiten zählen Elsa Asenijeff, Anna Magdalena Bach, Edith Mendelssohn-Bartholdy, Henriette Goldschmidt, Isolde Hamm, F. C. Neuber, Louise Otto- Peters, Clara Schumann, Lene Voigt, Apollonia von Wiedebach, Wanda Zeigner-Ebel und Clara Zetkin.

    „Es stehen hier nur zwölf Plastiken, aber es müssten hunderte mehr Frauen sein. Die zwölf stehen für Eva, die zur Frucht griff – selbstbestimmt, mutig und kreativ – in dem Wissen dafür bestraft zu werden. Es geht mir nicht darum, etwas gegen Männer zu haben oder zu unterhalten. Es geht um die Sichtbarkeit der vielen Leistungen, die Frauen erbringen ohne Anspruch auf Reputation“, erklärt die Bildhauerin Ute Hartwig-Schulz.

    Das Stadtgeschichtliche Museum knüpft mit dieser Intervention an die Ausstellung der GEDOK Mitteldeutschland vom Herbst 2020 an, bei der 21 Künstlerinnen in den historischen Räumen des Alten Rathauses starke Zeichen gegen die vorherrschende Unsichtbarkeit von Frauen in der männerdominierten Geschichtsschreibung setzten.

    Die Bildhauerin Ute Hartwig-Schulz (links) und Ulrike Dura, stellvertretende Direktorin Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, (rechts) vor der Plastik zu "ELSA ASENIJEFF". Foto: SGM, Clara Wübbeke
    Die Bildhauerin Ute Hartwig-Schulz (links) und Ulrike Dura, stellvertretende Direktorin Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, (rechts) vor der Plastik zu „Elsa Asenijeff“. Foto: SGM, Clara Wübbeke

    Ute Hartwig-Schulz erwarb auf der Suche nach einem Arbeitsraum Anfang der 1990er Jahre in Prösitz ein altes Bauerngut und sanierte es in einem gemeinschaftlichen Projekt. Die studierte Bildhauerin bringt sich seitdem gesellschaftlich stark in der Region ein. Neben ihrer künstlerischen Arbeit engagiert sie sich über ihre Tätigkeit für die Via Regia für Kunst auf dem Land und im öffentlichen Raum, wofür sie die Via Regia Sculptura gründete und seither betreut.

    Mit Kunstprojekten an Schulen vermittelt sie Kunst an Schülerinnen und Schüler unterschiedlichen Alters. Aus der eigenen Erfahrung als Künstlerin und Mutter öffnete sie das Künstlergut Prösitz für junge Künstlerinnen mit Kindern. Jedes Jahr werden speziell für diese Stipendien ausgeschrieben.

    Zu sehen ist „UNERZÄHLT und UNBEZAHLBAR“ – Plastik – Objekte – Installationen von Ute Hartwig-Schulz vom 20. Juli bis zum 12. September 2021 im Garten des Schillerhauses, Menckestraße 42, in Gohlis.

    Öffnungszeiten: Dienstag–Sonntag, Feiertage 10–17 Uhr. Ein Höhepunkt wird die Nacht der Kunst am 4. September 2021.

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