Am Freitag, 3. Dezember, erschien die achte Aktien-Edition der Schaubühne Lindenfels in Form eines Kartenspiels, gestaltet von Wolfgang Krause Zwieback. Die achte Aktien-Edition kam dabei nicht wie gewohnt als einzelner Kunstdruck daher, sondern gleich als ganzes Set, als Kartenset. 32 Turnierkarten plus sieben Joker, alle individuell gestaltet von Wolfgang Krause Zwieback, Regisseur, Inszenator, Meister des Sinnlich-Surrealen, der an der Schaubühne seit Jahren mit seinen Inszenierungen präsent ist.

Dabei ist der Mann nicht nur Schauspieler und Dichter, er hat an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig auch ein Grafikstudium absolviert. Für das Digitalfinish der Karten zeichnet der Künstler Hael YXXS verantwortlich.

Die neue Kunstaktien-Edition lädt zum Spielen ein und zeigt sich dabei auch selbst verspielt – mit Bildern, Grafiken und Worten.

„Mit Sprache muss man spielen, darf sich von ihr nicht unterdrücken lassen“, so Wolfgang Krause Zwieback alias Ray Zwieback.

Das Kartenspiel, dem Zwieback den Titel „Neuseelenland“ gegeben hat, ist für 75 Euro zu erwerben. Die Auflage beträgt 100 Stück. Mit dem Kauf zeichnet man zwei Anteile an der gemeinnützigen Schaubühne Lindenfels AG: ein Spiel = zwei Aktien.

Das Kartenspiel „Neunseelenland“ ist exklusiv in bzw. über die Schaubühne Lindenfels erhältlich. Bestellen kann man es über Tel. 0341 484620 oder per E-Mail über
[email protected]

Wolfgang Krause Zwieback einzuordnen, seine Kunst zu beschreiben, ist immer wieder gescheitert. Er erschafft Geschichten aus funkelnder Sprache und fremde Welten. Aus seinem „Kabasurden Abrett“ wurde ein „Theater der Sinne“, das dem Publikum das Wundern lehrte.

In seinen Gedankenstücken wird Realität zu Magie und Ernst zu Spiel. Regelmäßig bringt Zwieback seine Bühnenproduktionen in der Schaubühne Lindenfels zur Premiere. Zuletzt präsentierte er dieses Jahr seinen ersten abendfüllenden Film „Moby Dick – die Wahl der Kwal“.

Kunst kaufen, Kultur erhalten

Mit Gründung der gemeinnützigen Aktiengesellschaft zum Erwerb der Immobilie und als Träger des Produktionshauses startete die Schaubühne Lindenfels 2005 ein Experiment mit kulturpolitischer, gesellschaftlicher und ökonomischer Relevanz. Inzwischen gehört das erste deutsche Aktientheater rund 1.300 Aktionären – eine Publikumsgesellschaft im mehrfachen Sinn.

Die Aktien der Schaubühne Lindenfels gAG sind buchstäblich künstlerische Wertpapiere: In einer limitierten Auflage werden Anteilsscheine von verschiedenen Leipziger Künstlern gestaltet. Bisher sind sieben Kunstdruck-Editionen erschienen mit Motiven von Thomas Moecker, Verena Landau, Christoph Ruckhäberle, Frank-Heinrich Müller sowie Thadeusz Tischbein.

Und auch in der Zeit, in der die Pandemie die Kunst zum Kurztreten zwingt, ist die Schaubühne präsent – draußen auf den Straßen mit dem beliebten Electric Cinema. Seit Anfang Dezember ist es wieder unterwegs.

Mobiles Kino der Schaubühne endlich wieder on the Road

Die Türen gingen zu, aber das Licht bleibt an: Das Electric Cinema fährt seit Donnerstag, 2. Dezember, wieder durch Leipzigs Straßen und bringt trotz geschlossener Kulturhäuser Filmkunst in den Stadtraum. Donnerstags bis samstags ist das mobile Kino on the road in Leipzig und Umgebung.

Electric Cinema – das sind Filmprojektionen und Kinokunst auf Hauswänden und Fassaden, live aus dem E-Auto. Die Projektionen erscheinen auf Freiflächen, Kirchen und Turnhallen; vor Schulen, Alters- und Studierendenheimen; von Plagwitz bis Connewitz, Gohlis bis Grünau.

Das Auto bleibt nie länger als 30 Minuten an einem Ort und fährt pro Schicht drei bis fünf Orte an. Das Kino-Publikum sind Bewohner/-innen an Fenstern und auf Balkons, sowie Passant/-innen. Die Route des Kinomobils wird kurz vorher auf Social Media sowie www.schaubuehne.com bekannt gegeben.

Gezeigt werden Stummfilm-Klassiker (Laurel & Hardy, Harold Lloyd, Charlie Chaplin, Buster Keaton…). Ebenfalls werden handgeschnittene Szenencollagen zu Themen wie Animation, Stop-Motion oder Industriegeschichte präsentiert.

Solange Kulturhäuser geschlossen bleiben, wird das Electric Cinema unterwegs sein. Die Touren des Kinomobils können auf Facebook und Instagram verfolgt werden.

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