Die gemeinsame Veranstaltung des Referats Internationale Zusammenarbeit der Stadt Leipzig, der Bundeszentrale für politische Bildung und der Südosteuropa-Gesellschaft lenkt den Blick auf einen weniger bekannten, aber für heutige gesellschaftliche Veränderungen besonders lehrreichen Aspekt der Geschichte Südosteuropas. Im Mittelpunkt stehen die facettenreichen jüdischen Lebenswelten in Griechenland, Bulgarien und Nordmazedonien sowie die Herausforderungen, vor denen jüdische Menschen in dieser Region standen und bis heute stehen.
In verschiedenen Formaten widmet sich die Tagung der Geschichte jüdischen Lebens, beleuchtet jüdische Identitäten über verschiedene Kontexte und Epochen hinweg und thematisiert zivilgesellschaftliche Initiativen in den Bereichen politische Bildung, Erinnerungskultur und Antisemitismusprävention. Konferenzsprache ist Englisch mit Simultanübersetzung ins Deutsche.
Zeit und Ort
17. und 18. Juni 2026; Neues Rathaus und in der Halle 14 Zentrum für Zeitgenössische Kunst
Anmeldung
Aufgrund der begrenzten Platzkapazitäten ist eine Anmeldung erforderlich: www.bpb.de
Weitere Informationen
Alle Informationen zur Konferenz: www.bpb.de/veranstaltungen/die-welt-ist-in-uns/
Zum Hintergrund
Wie auch in Leipzig spielten die Bürgerinnen und Bürger jüdischen Glaubens bis zur Shoah eine enorme und wichtige Rolle für die wirtschaftliche, wissenschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Thessalonikis. Die Stadt galt als „Jerusalem Europas“: Mit über 50.000 Mitgliedern zählte seine jüdische Gemeinde zu den größten in Europa, die Stadt war tief von der jüdischen, vorrangig sephardischen Kultur geprägt. Die gewaltsame und grausame Vernichtung der jüdischen Gemeinden riss tiefe Wunden.
Heute sind in beiden Städten jüdische Gemeinden mit rund 1000 Mitgliedern aktiv. Eine Delegationsreise nach Thessaloniki führte im März dieses Jahres bereits Vertreterinnen und Vertreter der Jüdischen Gemeinden, Stadtverwaltungen und Institutionen, die sich der Erinnerung und Antisemitismusprävention widmen, zum Austausch zusammen.
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