Ultras, Cyborgs und ein bedingungsloses Grundeinkommen

Lauter Lesungen, in denen man bei „Leipzig liest“ gute Bekannte treffen kann

Für alle LeserNatürlich nutzen auch Leipziger Verlage und Verleger das Lesefest „Leipzig liest“, um ihre Bücher ein bisschen bekannter zu machen. Es ist eine seltene Gelegenheit, auch mal ein überregionales Publikum zu erreichen. Und da können selbst die Leipziger noch ein paar schöne Entdeckungen machen. Am 24. März liest zum Beispiel Joachim Ringelnatz. Ach nein. Schade. Aber beinah.

Ringelnatz-Lesung in der Buchhandlung Südvorstadt

Am Buchmessesonntag, dem 24. März um 15:30 Uhr, laden die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik und die Buchhandlung Südvorstadt zur Ringelnatz-Lesung „Wassertropfen & Seifenblase“ in die Karl-Liebknecht-Str. 126 ein. Joachim Ringelnatz, der seine Schulzeit in Leipzig verbrachte, ehe er als Schiffsjunge und Matrose die Weltmeere befuhr, wurde 1933 von den Nationalsozialisten in Deutschland Berufsverbot erteilt. Aber seine Lyrik ist unvergessen geblieben. Ihm zu Ehren hat die Lyrikgesellschaft einen Gedichtfilmwettbewerb ausgeschrieben, an dem sich Videokünstler, Filmemacher, ebenso auch Laien noch bis zum 15. Juli beteiligen können.

Joachim Ringelnatz: Wassertropfen & Seifenblase. Cover: Edition Kunst & Dichtung

Joachim Ringelnatz: Wassertropfen & Seifenblase. Cover: Edition Kunst & Dichtung

Aus dem Text-/Hörbuch zum Wettbewerb lesen Steffi Böttger, Mayjia Gille, Ralph Grüneberger

Thomas Bärsch: Wie wächst man eigentlich in einer Diktatur auf?

Es ist auch im 30. Jahr nach dem Mauerfall ein kleines, überraschendes Büchlein geworden, das der Dresdner ZDF-Korrespondent Thomas Bärsch geschrieben hat: „Das große Ganze im vielen Kleinen“. Geschrieben hatte es der 51-Jährige für seine Tochter. Er wollte ihr vermitteln, wie es sich für ihn als Kind in den 70er und 80er Jahren angefühlt hat, in der DDR-Diktatur aufzuwachsen, und dass diese Diktatur eben mehr ausmachte als Stasi, Mauer und SED.

Entstanden ist ein genauer Blick auf die Lebenswirklichkeit der DDR der 70er und 80er Jahre in all ihren Facetten: Rührend, skurril, hintergründig und oft sehr komisch, doch manchmal eben auch erschreckend. Denn immer wieder zeigt sich, wie die Diktatur in das Leben des Autors hineinregierte, auch damals schon, als Kind.

Das Buch liefert unerwartete Einblicke in eine Erfahrungswelt, die nicht alle Deutschen teilen. Durch seinen unverkrampften Blick, den der Autor mit Kinderaugen auf diese Zeit wirft, gelingt es ihm, einen Zugang zu diesem sensiblen Thema zu ermöglichen, dem sich Leser in Ost und West gern öffnen dürften.

Thomas Bärsch: Das große Ganze im vielen Kleinen. Cover: Thomas Bärsch

Thomas Bärsch: Das große Ganze im vielen Kleinen. Cover: Thomas Bärsch

Im dritten Jahrzehnt nach dem Mauerfall richtet sich der Blick wieder stärker in den Osten des Landes. Hier leistet das Buch auch einen Beitrag zur Debatte, wie das Leben in der DDR die Menschen formte und welche Prägungen sie mit in die Deutsche Einheit brachten. Prägungen, die bis heute fortdauern – und die vielleicht ja auch etwas mit dem Protest zu tun haben, der sich heute in Ostdeutschland auf der Straße oder an den Wahlurnen zeigt.

Thomas Bärsch ist natürlich auf der Leipziger Buchmesse; unter anderem liest er am Buchmesse-Samstag um 13:30 Uhr im Leipziger Hugendubel.

Konfetti im Bier: Wie ist denn eigentlich das Leben als Ultra?

„Konfetti im Bier“ ist ein Subkultur-Roman, der am 2. März im Leipziger Liesmich-Verlag erschienen ist. Ein Buch für Fußball-Fans, und zwar nicht nur die der Kiezkicker. Für Leute, die immer schon mal mehr über die Mechanismen von Ultra-Gruppierungen wissen wollten. Für Hamburger. Und für jene, die es immer wieder dort hinzieht. Im Fokus steht das Spannungsfeld zwischen Fußball, Politik, Verein und der eigenen Fan-Gruppe, in dem sich die Mitglieder bewegen.

Toni Gottschalk erzählt von Merks, Subbe, Jette und all den anderen. Von denen, für die der FC St. Pauli und die eigene Gruppe viel mehr bedeuten, als nur jedes Wochenende gemeinsam zum Spiel zu gehen. Die Gemeinschaft genießen und gleichzeitig an ihrem Handeln zweifeln. Jenen, die denken, dass sie eigentlich „zu alt für diesen Scheiß“ sind und anderen, die doch gar nicht wissen, ob sie da wirklich richtig sind.

Choreos vorbereiten, Auswärtsfahrten planen, sich mit den Fans des blau-weiß-schwarzen Nachbarn rumärgern: Toni Gottschalk guckt nicht von außen drauf, sondern steckt seit Jahren mittendrin. „Konfetti im Bier“ ist lebendig, humorvoll und schnörkellos.

Toni Gottschalk, Jahrgang 1981, ist Wahlhamburger seit dem fünften Lebensjahr. Mit dem Schicksal des FC St. Pauli ist der Historiker seit 2001 eng verknüpft. 2006 hat er begonnen, die aktive Fanszene als Comiczeichner für verschiedene Fanzines zu begleiten. „Konfetti im Bier“ ist sein literarisches Debüt und der erste Ultras-Roman aus dem deutschsprachigen Raum.

Liesmich ist ein 2013 gegründeter, unabhängiger Verlag aus Leipzig mit belletristischem Schwerpunkt. 2014 erschien der Fahrradkurier-Roman „Pedalpilot Doppel-Zwo“, dem 2015 die Road-Novel „Fayvel der Chinese. Aufzeichnungen eines wahnwitzigen Ganoven“ folgte. Im Jahr 2017 veröffentlichte der Verlag dann die Dystopie „Cronos Cube“, die für den Seraph-Literaturpreis in der Kategorie „Bestes Debüt“ nominiert war. Liesmich ist auch in diesem Jahr wieder mit einem Stand auf der Buchmesse vertreten.

Zur Leipziger Buchmesse ist der Liesmich-Verlag mit einem eigenen Stand vertreten, zu finden in Halle 5, Stand G304. Darüber hinaus wird Toni Gottschalk zu vier verschiedenen Gelegenheiten aus „Konfetti im Bier“ lesen:

Am Donnerstag, 21. März, 21 Uhr in den Cammerspielen Leipzig (Werk 2, Kochstraße 132) , am Freitag, 22. März, um 20 Uhr im Dr. Seltsam (Merseburger Straße 25), am Samstag, 23. März, um 12:30 Uhr bei Hugendubel (Petersstraße 12-14) und ebenfalls am Samstag um 19:30 Uhr im Ost-Passage Theater (Konradstraße 27).

Beliebte Sängerin schreibt Gedichte: Mayjia Gille „Seit Tagen warte ich in den Sarottihöfen“

Mayjia Gilles Poesie führt durch ein Labyrinth aus Schönheit und Schrecken, Schmerz und Glück.

Im Leipziger Literaturverlag hat die Sängerin Mayjia Gille einen Band Gedichte mit dem Titel „Seit Tagen warte ich in den Sarottihöfen“ veröffentlicht. Ein Buch, in dessen Vorwort der Dichter Thomas Kunst schreibt: „Mayjia Gille sagt: ‚Gedichte läßt man nicht warten‘. Diesem Respekt gegenüber einer literarischen Form begegnet man heutzutage nur noch äußerst selten. Üblich ist eher die Anmaßung, Gedichte solange warten zu lassen, bis man sie mit dem Füllgut versehen hat, das da draußen dazu taugt, erfolgversprechend und intellektuell angepaßt in den feuilletonistischen Konferenzsaal gebeten zu werden. Aber nur mit Liebesgedichten und ‚Salpeter an der Schulter‘ dürfte das gründlich mißlingen, wie die Erfahrung schon immer gezeigt hat. Aber Mayjia Gille läßt sich einfach nicht ‚mit Verlorenheiten abspeisen‘, sie geht unbeirrbar ihren Weg als Liebende und entführt uns in ihren Gedichten in die filigrane Architektur moderner Hoffnungslosigkeit und feinsinniger Zuneigung. ‚Du liebtest mich auf einer Glanzstimmgabel.‘ ‚Ihr Auge tränt in der Ruhigstellung‘, denn: ‚soviel Glück gab es noch nie.‘“

Mayjia Gille: aufgewachsen in Leipzig, Berlin und München, Ausbildungsorte München, Berlin, Heidelberg, lebt in Leipzig. Sie ist Schauspielerin, Musikerin, Moderatorin, Autorin (Lyrik und Prosa) und hat auch schon im „Poesiealbum Neu“ veröffentlicht.

Ihren Gedichtband stellt sie am Donnerstag, 21. März um 18 Uhr in der Galerie ARTAe, Menckestr. 3, vor.

Ein neues Kinderbuch von Böhm & Böhm: Das kleine Wildschwein und der traumhafte Flug

Kann das Fliegen selbst für Borstentiere eine gute Idee sein? Aber ja – zumindest, wenn es nach dem kleinen Wildschwein geht, das sich unbedingt einmal die Welt über den Baumwipfeln anschauen möchte. Es ist der Held des fünften Bilderbuches von Böhm & Böhm, das nach japanischem Kalender im Inoshishidoshi, dem Jahr des Wildschweins erscheint. „Das kleine Wildschwein und der traumhafte Flug“ wird vom 21. – 24. März 2019 auf der Leipziger Buchmesse dem Publikum bei einer Lesung mit Live-Zeichnen sowie an unserem Stand vorgestellt.

Zum Buch gibt es eine Lesung mit Live-Zeichnen am Sonntag, 24. März, ab 14:00 Uhr auf der Leipziger Buchmesse. Im Rahmen von „Leipzig liest“ lesen und zeichnen die beiden Buchschöpferinnen am Lese-Treff in der Halle 2, Stand G320/E321 live aus ihrem aktuellen Bilderbuch „Das kleine Wildschwein und der traumhafte Flug“.

Böhm & Böhm: Das kleine Wildschwein und der traumhafte Flug. Cover: Böhm & Böhm

Böhm & Böhm: Das kleine Wildschwein und der traumhafte Flug. Cover: Böhm & Böhm

Fünf Jahre – fünf Bücher: Unter dem Label „BÖHM &BÖHM – Bilderbücher Made in Leipzig, Germany“ veröffentlichen die Schwestern Andrea Böhm (Autorin) und Lee D. Böhm (Illustratorin) seit 2015 jedes Jahr ein gemeinsames Bilderbuch. Dabei sind nicht nur Inhalt, sondern auch Druck und Bindung vollständig „Made in Germany“, eine Rarität im deutschen Kinderbuchmarkt.

David gegen Goiliath: Günter Faltin über das Problem der Überflussgesellschaft

Der Mangel ist beseitigt. Ein Menschheitstraum ging in Erfüllung. An historischen Maßstäben gemessen leben wir in einer Überflussgesellschaft. Das Problem: Wir spüren wenig davon. Wo der Mangel beseitigt ist, wird er künstlich erzeugt. Unser steigendes Konsum-Niveau ist dabei Vorbild für die bevölkerungsreichen Länder der Erde, die erst am Beginn einer solchen Konsum-Kultur stehen. Wir leben in einer Welt, in der die Goliaths der Märkte eine Ökonomie betreiben, die das Überleben der Menschheit gefährdet, nur um ihre eigene Existenz zu sichern. Aber: Die Einsicht wächst, dass wir diesen Prozess aufhalten müssen. In seinem neuen Buch „David gegen Goliath“ zeigt Günter Faltin, wie jeder für ökologische und soziale Werte in der Wirtschaft sorgen, ein neues Bewusstsein des Wirtschaftens entwickeln und gleichzeitig einen gesellschaftlichen wie individuellen Mehrwert schaffen kann.

Günter Faltin: David gegen Goliath. Cover: Murmann / Haufe

Günter Faltin: David gegen Goliath. Cover: Murmann / Haufe

Am Donnerstag, 21. März, um 11:00 Uhr stellt Günter Faltin sein Buch in der alten Handelsschule, Gießerstraße 75, vor.

Cyborgs, Roboter und Künstliche Intelligenz: Hans Georg Näder „Futuring Human Mobility“

In einem internationalen Buchprojekt widmet sich Entrepreneur und Global Citizen Hans Georg Näder gemeinsam mit herausragenden Vordenkern unserer Zeit dem Spannungsfeld zwischen Mensch, Maschine und Mobilität. Futuring Human Mobility, das im Göttinger Steidl Verlag erscheint, feiert am kommenden Donnerstag mit einer Fotoausstellung auf der Leipziger Buchmesse Premiere.

Auf 90 überdimensionalen Bannern inszeniert Gerhard Steidl die Bilder des Buchs vom renommierten Berliner Fotografen Christoph Neumann. Der Verleger eröffnet die Ausstellung am 21. März um 14 Uhr. Der mehrfache Weltmeister und Paralympics Champion Heinrich Popow, der selbst Teil des Buchs ist, wird seine Vision für die Zukunft des Sports schildern.

Neue Technologien durchdringen alle Bereiche des menschlichen Lebens. Künstliche Intelligenz lernt von uns Menschen und die dauerhafte Nutzung von Smartphones und Wearables ist ein erster Vorbote für die konstante Verschmelzung von Mensch und Maschine. „Wir brauchen einen sozialen und politischen Diskurs über die ethischen Grenzen dieser neuen Technologien“, fordert Näder. „Dieses Buch ist auch ein Aufruf zur Phantasie, sich die künftige Welt vorzustellen, in der sich unser Leben und unsere Arbeit radikal verändern werden.“

Um mit Designern, Forschern und Philosophen über die Zukunft der Menschheit zu sprechen, bereiste das Produktionsteam Amerika, Europa und Asien. Einer von ihnen ist Kevin Warwick, der sich 1998 als erster Mensch einen RFID-Chip implantieren ließ. Im Buch erzählt er von der Wechselwirkung zwischen Wissenschaft und Science Fiction. Die Amerikanerin Martine Rothblatt geht weiter. Sie spricht über unsere Verpflichtung zum technologischen Fortschritt. Um ein Heilmittel für ihre Tochter zu finden, steckte sie ihre Rücklagen in die Forschung.

„Ich bin sehr froh, dass in diesem Buch weit nach vorn geschaut wird. Denn über die Zukunft denken wir alle nach“, sagt Gerhard Steidl. „Gibt es im Zeitalter der Digitalisierung etwas Rückwärtsgewandteres als gedruckte Bücher? Zukunft radikal zu denken, kann und muss vielleicht sogar auch Beharren und Bewahren bedeuten.“

Futuring Human Mobility ist anlässlich des 100. Jubiläums von Ottobock entstanden. Das deutsche Unternehmen aus Südniedersachsen ist Weltmarktführer in der Prothetik. Näder und Steidl überreichten das erste Buch Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem historischen Festakt in Duderstadt.

Buchpremiere und Ausstellung finden am Donnerstag, 21. März, 14:00 Uhr in Halle 3, Stand B500, statt.

Manfred Maurenbrecher: Ein Musiker schreibt wieder einen Roman

Manfred Maurenbrecher ist vor allem als Liedermacher bekannt, als „Geschichtenerzähler mit Soul und Berliner Blues“ (taz). Doch wer Maurenbrechers oft szenischen Liedtexte kennt, wird nicht überrascht sein, dass aus seinen wachen Beschreibungen der Gegenwart jetzt wieder mal ein Roman geworden ist: Grünmantel.

„,Grünmantel‘ ist eine Art Maurenbrechersches ‚Unterleuten‘: mit speziellem Humor und ebensolchen Charakteren erzählt Manfred Maurenbrecher ohne jeden literarischen oder moralischen Dünkel, aber mit großer Sprachkraft vom allmenschlichen Wunsch, immer auf der richtigen Seite zu stehen“, schreibt Sabine Zielke, Dramaturgin an der Volksbühne.“ Abgetrennte Hände, freigelassene Wildpferde, alte Geheimnisse und neue Liebschaften: das Porträt eines fiktiven brandenburgischen Dorfes bietet mithilfe skurriler Verwicklungen und Charaktere fabelhafte Unterhaltung und offenbart darüber hinausgehend die Gesellschaft im Kleinen.“

Manfred Maurenbrecher. Foto: Christian Biadacz

Manfred Maurenbrecher. Foto: Christian Biadacz

Manfred Maurenbrecher, geboren 1950 in Berlin, veröffentlichte bereits in den Achtzigern fünf Schallplatten für das damalige Majorlabel CBS, insgesamt sind es bis heute 17 offizielle Soloalben geworden. Allein für die letzten drei wurde er mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt er den Deutschen Kleinkunstpreis und den Deutschen Kabarettpreis.

„Grünmantel“ ist nicht sein erster Roman. Bereits 1989 erschien sein Debüt, vor zehn Jahren dann mit „Ich bin nicht da“ ein Krimi im Milieu der Vorlesebühnen, der auch schon auf eine „Weltverbesserungskommune im nördlichen Brandenburg“ (Klappentext) verwies. Textsammlungen folgten Drehbüchern, folgten Radiofeatures. Er schrieb zusammen mit DDR-Star Veronika Fischer deren Biographie und gerade erst über seinen Wohnort, die Künstlerkolonie Wilmersdorf in Berlin (auch im be.bra Verlag).

Buchpremiere für „Grünmantel“ ist am Freitag, 22. März, 20 Uhr im Spizz, Markt 9. Eintritt: frei.

Das Zukunftsbuch zum Grundeinkommen: Kurzer Abriss der deutschen Geschichte 2022-2050

Daniel Weißbrodt: Kurzer Abriss der deutschen Geschichte 2022 - 2050. Foto: Ralf Julke

Daniel Weißbrodt: Kurzer Abriss der deutschen Geschichte 2022 – 2050. Foto: Ralf Julke

Diesen Lesetermin dürfen wir natürlich nicht vergessen: Am Freitag, 22. März, um 20 Uhr stellt Daniel Weißbrodt im Café im Haus der Demokratie (Bernhard-Göring-Straße 152) seinen im Engelsdorfer Verlag erschienenen Ausflug in die Zukunft vor: „Kurzer Abriss der deutschen Geschichte 2022-2050. Wie das bedingungslose Grundeinkommen unser Leben und unsere Gesellschaft verändert hat.“ Es ist eine Vision, wie sehr sich unsere Gesellschaft ändern würde, wenn Menschen nicht mehr in Panik wären und aus schierer Not auch noch die schlimmsten Arbeiten annehmen müssten, sondern die Bedingungslosigkeit eines Grundeinkommens wieder gesellschaftliche Potenziale freisetzt, die heute gefesselt und geknebelt sind.

Ein paar Lesungen für Forscherseelen im Lesefest „Leipzig liest“

Leipziger BuchmesseLeipzig liest
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Livestream zur 1. Leipziger Townhall am 23. Februar 2020 in der Peterskirche
Die erste Leipziger Townhall anläßlich der OBM-Wahl in der Peterskirche. Grafik: L-IZ.de

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Für alle LeserVideoEs ist ein Experiment, ein erster Versuch. Die Leipziger „Townhall“ am heutigen Sonntag, 23. Februar 2020 soll eine neue Art von niederschwelliger, freier und verständlicher Politikdebatte in Leipzig eröffnen, welche mindestens einmal im Jahr aktuelle Fragen und Probleme der Bürger aufgreift und direkt an die Stadtspitze transportiert. Gestaltet wird dieses Format stets von engagierten Bürgervereinen, Initiativen und Verbänden, die der Debatte die fachliche und sachliche Richtung geben sollen. Der Anlass für den Auftakt ist nicht zufällig die OBM-Wahl am 1. März. Ein sehr guter Grund, über die Zukunft Leipzigs zu diskutieren.
„Ich will gestalten“: Burkhard Jung über Sicherheit, Sparkassen-Jobs und Klimaschutz
Der amtierende Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Burkhard Jung. © Michael Freitag

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„Ich werde hier niemandem etwas überstülpen“: Sebastian Gemkow über Umweltschutz, Verkehr und Sicherheit
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Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 76, seit 21. Februar im HandelSebastian Gemkow (CDU) ist 41 Jahre alt, gebürtiger Leipziger und möchte am 1. März zum Oberbürgermeister dieser Stadt gewählt werden. Den ersten Wahlgang am 2. Februar konnte er knapp vor Amtsinhaber Burkhard Jung gewinnen. Die LEIPZIGER ZEITUNG hat Gemkow zu Forderungen der Umweltverbände, dem Radverkehr in Leipzig, der Sicherheitslage und dem ÖPNV befragt.
Bürgerinitiative hofft jetzt auf eine baldige Abschaffung der Kurzen Südabkurvung
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Für alle LeserIn einem gemeinsamen Schreiben an die Sächsische Staatskanzlei, das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klima, Umwelt und Landwirtschaft, sowie an die Flughafen Leipzig-Halle GmbH und DHL fordern vier Leipziger Bundestagsabgeordnete in dieser Woche, endlich den Petitionsbeschluss und den Bundestagsbeschluss vom Juni 2017 zur Abschaffung der Kurzen Südabkurvung umzusetzen.
Der Unsichtbare
OBM-Kandidat Sebastian Gemkow (CDU) beim Wahlforum zur Digitalisierung in der Moritzbastei. © Michael Freitag

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Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 76, seit 21. Februar im HandelMittlerweile steht wohl fest, dass die Leipziger/-innen den bizarrsten und bürgerfernsten Oberbürgermeisterwahlkampf in der neueren demokratischen Geschichte der Stadt erleben. Mittendrin die drei führenden Lokalmedien LVZ, BILD und L-IZ.de, die zwei Erstgenannten dabei derart einseitig für den Herausforderer, dass es sogar weniger aufmerksamen Medienkonsumenten allmählich ins Auge sticht.
Sächsisches Oberbergamt ignorierte bei der Kiesgrube Rehbach die Beteiligungsrechte der Stadt Leipzig
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Leipzigs Verkehrsplaner schlagen erste Lösungen für die Rödelstraße in Schleußig vor
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Leichtathletik-DHM 2020: Medaillen aus dem Kugelstoßring
Dennis Lewke (links) und David Storl sorgten am Samstag im Kugelstoßen für die ersten (und bisher einzigen) Leipziger Medaillen. Foto: Jan Kaefer

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Für alle LeserDavid Storl ist zurück. Nach dem verletzungsbedingten Saisonabbruch im Vorjahr, scheint der Kugelstoßer vom SC DHfK in Sachen Olympia-Vorbereitung auf einem guten Weg zu sein. Bei den Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in der Arena Leipzig setzte der 29-Jährige mit seinem goldenen Auftritt das Highlight für die Farben der Gastgeber-Stadt. Teamkollege Dennis Lewke erkämpfte sich zudem im selben Wettbewerb Bronze und übertraf erstmals die magische 20-Meter-Marke.
Fakten zur Oberbürgermeisterwahl am 1. März
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Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 76, seit 21. Februar im HandelEs ist eine ungewöhnliche Konstellation, in der die Oberbürgermeisterwahl am Sonntag, den 1. März, auf die Zielgerade geht. Eigentlich müsste man Sebastian Gemkow, den Bewerber der CDU, als Herausforderer von Amtsinhaber Burkhard Jung (SPD) bezeichnen. Schließlich möchte er den wichtigsten Posten im Rathaus nicht verteidigen, sondern erobern. Doch es war Gemkow, der den ersten Wahlgang am 2. Februar knapp für sich entscheiden konnte.
Leipziger Forschungsergebnis: Ein schwaches Herz schadet auch dem Gehirn
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Für alle LeserDas menschliche Gehirn ist ein Hochleistungsorgan. „Das Gehirn benötigt bis zu 20 Prozent des Energieverbrauchs und ist damit unter den Organen ein regelrechter Energiefresser“, schrieb zum Beispiel die „Welt“ in einem Beitrag zum Thema im Jahr 2009. Die Denkvorgänge selbst fressen gar nicht so viel Energie. Doch die „Hardware“ bekommt sehr schnell Probleme, wenn sie nicht mehr ausreichend durchblutet wird.
Debattenkultur im Schumann-Haus mit Sebastian Krämer und Max Czollek
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Streiten kann so schön sein – auch und gerade in der Öffentlichkeit. Mit der neuen Reihe im „Krämers Gedankensalon“ im Schumann-Haus haben Irrtümer, Ressentiments und Fantasielosigkeit keinen Platz. Ein lebhafter Zustrom von Gedanken ist am Samstag, 29. Februar, 19 Uhr, explizit erwünscht! In „Krämers Gedankensalon“ diskutieren Chansonnier Sebastian Krämer und Philosoph Felix Krämer mit Persönlichkeiten aus Literatur, Forschung oder Publizistik. Gast der ersten Ausgabe ist der Schriftsteller Max Czollek.
Theatrale und philosophische Gratwanderung – „Great Depressions“ in Leipzig
Quelle: Schaubühne Lindenfels

Quelle: Schaubühne Lindenfels

In Jan Philipp Stanges Inszenierung äußert ein Schauspieler im Fellgewand seine Gedanken zu Leistungsgesellschaft, Depression und Männlichkeit. Das Stück verknüpft die individuelle Geschichte der Depressionserkrankung des Darstellers und des Suizids seines Bruders mit der historischen Erzählung der Entdeckung des Neandertalers. Die Schaubühne Lindenfels zeigt das Gastspiel im Rahmen ihrer Reihe „Science & Fiction“.
„Grillenkäfig und Wasserpfeife: Das chinesische Gelehrtenhaus – Kulturexport um 1900“
Mit dem EU-China-Gipfel und der Konferenz der European Association for Chinese Studies ist China dieses Jahr in Leipzig sehr präsent. Im Kontext dieser Ereignisse präsentiert das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek einen ganz besonderen Kulturexport: Das Chinesische Gelehrtenhaus, das 1914 auf der Internationalen Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik (Bugra) in Leipzig ein besonderer Publikumsmagnet war.
Im März gibt es Straßensperrungen im Leipziger Osten und auch Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr
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Foto: Deutsche Bahn

Für alle LeserSchon seit dem vergangenen Jahr arbeitet die Deutsche Bahn im Leipziger Osten an der Erneuerung von sieben wichtigen Eisenbahnbrücken. Das ist Teil der Modernisierung des Eisenbahnknotens Leipzig im Streckenabschnitt Leipzig-Engelsdorf–Leipzig-Stötteritz. Das bringt Anfang März wieder einige Straßensperrungen im Leipziger Osten mit sich.