Von Humboldt bis Willy Brandt

Ein paar Lesungen für Forscherseelen im Lesefest „Leipzig liest“

Für alle LeserDas Buch ist im Grunde die größte Erfindung des Medienzeitalters – nicht das Internet. Denn das Buch schafft etwas, was das Internet einfach nicht hinbekommt: komprimiertes Wissen, das man in die Hand nehmen kann, immer wieder. Und auch zum Lesefest „Leipzig liest“ gibt es etliche Veranstaltungen, bei denen Wissenschaft und Forschung greifbar werden. Eine kleine Auswahl.

Im Februar erschien zum Beispiel das Buch „Die Reise unserer Gene“ von Johannes Krause und Thomas Trappe bei Propyläen. Der Experte für Archäogenetik und der Journalist spannen in ihrem Buch den Bogen zurück bis in die Urgeschichte und erzählen, wie wir zu den Europäern wurden, die wir heute sind. Bis vor kurzem lag diese Vorzeit noch im Dunkeln, doch mit den neuen Methoden der Genetik hat sich das grundlegend geändert.

Das Buch ist eine große Erzählung, die zeigt: Migration und Wanderungsbewegungen sind keine Phänomene der Neuzeit. Seit der Mensch den aufrechten Gang beherrschte, trieb es ihn aus seiner Heimat Afrika in die ganze Welt, auch nach Europa. Ohne die Einwanderer, die über Jahrtausende aus allen Richtungen nach Europa kamen und immer wieder Gewalt, aber auch Sprachen, Innovationen und Fortschritt mitbrachten, wäre unser Kontinent gar nicht denkbar.

Das wirft auch ein neues Licht auf die Grundlagen des nationalistischen Gedankenguts heutiger Tage. Und weitergedacht: Was geschieht eigentlich, wenn der Mensch seine Evolution zukünftig selbst in die Hand nimmt?

Auf der Leipziger Buchmesse kann man Johannes Krause und Thomas Trappe live erleben am Donnerstag, 21. März, 19 Uhr im Max Planck Institut für evolutionäre Anthropologie, Deutscher Platz 6.

Und dann noch einmal am Sonntag, 24. März, 16 Uhr im Forum Fach- und Sachbuch auf dem Messegelände, Halle 3 Stand H300.

Johannes Krause, Thomas Trappe: Die Reise unserer Gene. Foto: Ralf Julke

Johannes Krause, Thomas Trappe: Die Reise unserer Gene. Foto: Ralf Julke

Brigitte Glasers „Rheinblick“: Der Wahlsieg Willy Brandts und der SPD im November ‘72

In ihrem neuen Roman „Rheinblick“ widmet sich Brigitte Glaser dem grandiosen Wahlsieg Willy Brandts und der SPD im November ‘72 und erinnert damit an die Geschichte der noch jungen Bundesrepublik, an eine Zeit, als mit dem Slogan „mehr Demokratie wagen“ wider den Konservatismus der Nachkriegszeit Bewegung in Politik und Gesellschaft kam.

Niemand kennt das Bonner Polittheater besser als Hilde Kessel, legendäre Wirtin des Rheinblicks. Bei ihr treffen sich Hinterbänkler und Minister, Sekretärinnen und Taxifahrer. Als der Koalitionspoker nach der Bundestagswahl härter wird, wird Hilde in das politische Ränkespiel verwickelt: Verrat ist die gültige Währung; durch einen Freundschaftsdienst wird sie erpressbar. Gleichzeitig kämpft in der Abgeschiedenheit der Klinik auf dem Venusberg die junge Logopädin Sonja Engel mit Willy Brandt um seine Stimme, die ihm noch in der Wahlnacht versagte. Ein Brief Brandts, der die Weichen für die Koalitionsverhandlungen stellen soll, verschwindet auf mysteriöse Weise. Zudem macht ein Mord an einem Mädchen aus der Heilsarmee von sich reden.

Brigitte Glaser gelingt ein spannungsreiches Politdrama vor dem Hintergrund der Bonner Republik, das einen Blick hinter die Kulissen der Macht gewährt.

Brigitte Glaser: Rheinblick. Cover: List Verlag

Brigitte Glaser: Rheinblick. Cover: List Verlag

Brigitte Glaser lebt seit über 30 Jahren in Köln. Bevor sie zum Schreiben kam, hat die studierte Sozialpädagogin in der Jugendarbeit und im Medienbereich gearbeitet. Heute schreibt sie Bücher für Jugendliche und Krimis für Erwachsene, u. a. ihre erfolgreiche Krimiserie um die Köchin Katharina Schweitzer. Mit Bühlerhöhe gelang ihr der Durchbruch.

Willy Brandt steht wie kein Zweiter für eine Zeit des politischen Aufbruchs und Neuanfangs. In ihrem neuen Roman „Rheinblick“ widmet sich Brigitte Glaser dem grandiosen Wahlsieg der SPD im November ‘72. Brandt bezahlt das historische Wahlergebnis mit dem zeitweisen Verlust seiner Stimme. Die junge Logopädin Sonja Engel kämpft in der Klinik auf dem Venusberg um Brandts Genesung, während der Politpoker rund um die Koalitionsverhandlungen im legendären Lokal Rheinblick Fahrt aufnimmt.

Brigitte Glaser stellt ihren neuen Roman „Rheinblick“ im Rahmen der Leipziger Buchmesse vor, das erste Mal am Donnerstag 21. März, 16:00 Uhr im Forum Literatur + Hörbuch ( Messegelände Halle 3, Stand B 501) und dann noch einmal um 19:00 Uhr bei „Krimi & Klassik“ (Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, Ferdinand-Lassalle-Straße 21).

TV-Köchin Sarah Wiener bei Podiumsdiskussion „Artensterben“

Der Universitätsbund Halle-Jena-Leipzig thematisiert auf der Leipziger Buchmesse (Halle 3, Stand G200) vom 21. bis 24. März das Thema biologische Vielfalt. Unter dem Motto „Einmalig vielfältig – das Leben auf Planet Erde“ geben Wissenschaftler und Prominente Einblick in die Vielfalt des Lebens. Ein Quiz für Schulklassen, ein „Bestäuberfrühstück“ sowie der Vortrag „Ich bremse auch für Bakterien“ sind nur wenige Beispiele aus dem umfangreichen Programm, das zusätzlich ein besonderes Highlight bereithält: Am Samstag, 23. März, um 14 Uhr diskutieren Wissenschaftler mit TV-Köchin Sarah Wiener, wie wir Artenvielfalt schützen können – nicht zuletzt über unsere Ernährung.

Sarah Wiener ist offizielle Botschafterin der UN-Dekade Biologische Vielfalt und mittlerweile auch Kandidatin für die österreichischen Grünen zur Wahl zum Europaparlament. Biologische Vielfalt ist ein Forschungsschwerpunkt der drei mitteldeutschen Universitäten. Gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und weiteren Partnern betreiben sie das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung: iDiv. Wissenschaftler von iDiv und seinen Partnern gestalten das Programm des Unibund-Forums mit zahlreichen Vorträgen und Aktionen.

Podiumsdiskussion Artensterben, Samstag 14 Uhr: Es debattieren TV-Köchin Sarah Wiener, Botschafterin der UN-Dekade Biodiversität, Prof. Dr. Jörg Junhold, Direktor des Leipziger Zoos, Prof. Dr. Josef Settele, Insektenexperte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und iDiv-Direktor Prof. Dr. Christian Wirth, Botaniker der Universität Leipzig. TAZ-Journalistin Hanna Gersmann wird das Event moderieren, in dem kontroverse Themen diskutiert werden: Warum sollen wir Biodiversität überhaupt schützen? Können wir Biodiversität in Zoos bewahren? Können wir mit veganer Ernährung die biologische Vielfalt retten?

Podiumsdiskussion „Wie erforscht man biologische Vielfalt“, Donnerstag 11 Uhr: iDiv-Wissenschaftler erzählen aus dem Alltag der Forschung. Von der Arbeit am Amazonas, in China oder im Leipziger Auwald. Von High-Tech-Geräten wie Satelliten, DNA-Sequenzierern oder Mini-Hubschraubern. Von den ungewöhnlichsten, lustigsten und bewegendsten Erlebnissen, die ein Forscherleben bereithält. Es diskutieren iDiv-Direktor Prof. Dr. Christian Wirth, Botaniker der Universität Leipzig, Prof. Dr. Ulrich Brose, Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie Prof. Dr. Robert Paxton, Insektenexperte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie ein weiterer Wissenschaftler. Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Hilde Weeg.

Gesamtprogramm des iDiV zur Leipziger Buchmesse.

Ein elend-schönes Land: Gespräch und Lesung mit Natasha Gordinsky

Am Donnerstag, 21. März, um 18:00 Uhr laden das Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow und Vandenhoeck & Ruprecht Verlage dazu ein, mit Lea Goldberg (1911–1970) eine der wichtigsten poetischen Stimmen Israels zu entdecken. Die Literaturwissenschaftlerin Natasha Gordinsky von der Universität Haifa stellt ihre Publikation „Ein elend-schönes Land“ über Lea Goldbergs hebräische Literatur vor, die jüngst ins Deutsche übersetzt wurde. Annette Wolf vom Dubnow-Institut moderiert das Gespräch; begleitend liest der Sprecher und Schauspieler Hans Henrik Wöhler ausgewählte Gedichte und Texte aus dem Werk Lea Goldbergs vor. Das Gespräch mit Lesung findet im Rahmen des Lesefestivals Leipzig liest der diesjährigen Buchmesse im Café Franz Morish statt. Der Eintritt ist frei.

Lea Goldberg, die 1931 bis 1933 in Berlin und Bonn studiert hatte, zog 1935 aus Litauen nach Erez Israel und erprobte sich in den ersten zehn Jahren nach ihrer Einwanderung in allen Hauptgattungen des literarischen Schreibens – Lyrik, Prosa, Essay, Publizistik und literarische Übersetzung. Die Buchautorin Natasha Gordinsky geht dieser höchst produktiven Zeit in Goldbergs intellektueller Biografie nach und zeigt deren systematische Auseinandersetzung mit Europa auf.

Der Kontinent wird in den frühen Schriften in einem doppelten Sinne befragt: als ein geopolitischer Raum, der zwischen zwei totalitären Regimen – Nazismus und Stalinismus – zerrissen wird, und als literarischer Kanon, an den die Dichterin bevorzugt durch einen Rückgriff auf die deutsche und russische Literatur anknüpft. So wird die hebräische Sprache bei Lea Goldberg zum poetischen Mittel der Übertragung und Aufbewahrung der europäischen Literatur.

Natasha Gordinsky: Ein elend-schönes Land. Cover: Vandenhoeck & Ruprecht

Natasha Gordinsky: Ein elend-schönes Land. Cover: Vandenhoeck & Ruprecht

Natasha Gordinsky war von 2010 bis 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Dubnow-Institut. Aktuell ist sie Dozentin am Institut für hebräische und vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Haifa, Israel. Ihre Publikation „Ein elend-schönes Land“ wurde von Reiner Wenzel aus dem Hebräischen übersetzt. Sie erschien vor wenigen Wochen in der Reihe „Schriften des Dubnow-Instituts“.

Lesung am Donnerstag, 21. März, 18 Uhr im Café Franz Morish, Goldschmidtstr. 39.Der Eintritt ist frei.

Unerhört! Vom Verlieren und Finden des Zusammenhalts

Im Rahmen der Leipziger Buchmesse und „Leipzig liest“ stellt Ulrich Lilie – Präsident der Diakonie Deutschland und Autor – sein beim Herder-Verlag erschienenes Buch „Unerhört – Vom Verlieren und Finden des Zusammenhalts“ vor und diskutiert seine Thesen mit dem Psychiater und Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz. Moderation: Martin Machowecz (Die Zeit) .

In seinem Buch schildert Diakonie-Präsident Ulrich Lilie eigene Erfahrungen mit dem Auseinanderbrechen der Gesellschaft und denkt über Wege aus der Misere nach. In einer von medialem Krawall geprägten Welt, in dem Aufgebrachtheit der Umgangston der Wahl ist und sich gegen Politiker, alte Menschen, Flüchtlinge, Obdachlose, aber auch die besorgten Bürgerinnen und Bürger richtet, fühlen sich viele Menschen unverstanden und „unerhört“. Lilie ist sicher: Die Kunst der Zuhörens ist der Schlüssel zu einem neuen Wir. Und: Die Zukunft der Demokratie entscheidet sich in der Kommune.

Dr. Hans-Joachim Maaz ist Psychiater und Psychoanalytiker und war von 1980 bis zu seinem Ruhestand 2008 Chefarzt der Psychotherapeutischen und Psychosomatischen Klinik im Evangelischen Diakoniewerk Halle. Bekannt geworden ist er auch durch sein Buch „Gefühlsstau – ein Psychogramm der DDR“. Maaz behauptet, dass in der aktuellen Debatte die politische Ausgrenzung von Menschen auch mit Schlagwörtern wie „rechtspopulistisch“ und „fremdenfeindlich“ vollzogen werde, die auf die meisten „besorgten“ Bürger nicht zuträfen, aber jede inhaltliche Diskussion verhindere.

Martin Machowecz leitet das Leipziger Büro der ZEIT. Der gebürtige Sachse (geboren in Meißen) hat Politik studiert, die Deutsche Journalistenschule besucht und bedient als Redakteur den Schwerpunkt „Zeit im Osten“.

Lesung und Diskussion zur Leipziger Buchmesse mit Diakonie-Präsident Ulrich Lilie und Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz am Samstag, 23. März, 19:00 Uhr im Haus der Stadtmission (Demmeringstraße 18, Leipzig-Lindenau).

Die Abenteuer des Alexander von Humboldt

Zum 250. Geburtstag des größten deutschen Naturforschers am 14. September 2019 legt die ausgewiesene Humboldtexpertin Andrea Wulf ein farbenprächtiges, opulent illustriertes, sinnliches Buch über Humboldts Südamerikaexpedition vor. Angeregt von dessen Tagebüchern, die erst vor kurzem für die Forschung freigegeben wurden, lässt sie Alexander von Humboldt von seinen größten Abenteuern der Jahre 1799 bis 1804 erzählen. Die New Yorker Illustratorin Lillian Melcher fängt in expressiven Zeichnungen Szenen von der Expedition auf dem Orinoko oder dem Chimbarazo ein und illustriert auch die zahlreichen Kästen, in denen einzelne Themen vertieft, Personen vorgestellt und Forschungsgegenstände erläutert werden. Faksimiles aus den Tagebüchern und Manuskripten, Zeichnungen, Gemälde des Universalgenies runden dieses ungewöhnliche Buch zum Jubiläumsjahr ab.

Andrea Wulf:Die Abenteuer des Alexander von Humboldt. Cover: C. Bertelsmann, Antonina Gern

Andrea Wulf: Die Abenteuer des Alexander von Humboldt. Cover: C. Bertelsmann, Antonina Gern

Andrea Wulf, geboren in Indien und aufgewachsen in Deutschland, lebt in London. Seit ihrem Studium der Designgeschichte am Royal College of Art arbeitet sie als Sachbuchautorin und Journalistin. Sie wurde mit einer Vielzahl internationaler Preise ausgezeichnet. Ihr Weltbestseller „Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur“ erhielt 2015 den hochangesehenen Costa Biography Award, 2016 den Los Angeles Times Book Prize und den Bayerischen Buchpreis und 2017 den Dingle Prize. Andrea Wulf schreibt u. a. für Wall Street Journal, Financial Times, New York Times, Guardian und The Atlantic und arbeitet regelmäßig für Radio und Fernsehen.

Andrea Wulf liest am Donnerstag, 21. März, um 19:00 Uhr im Grassi-Museum

Am Samstag, 23. März, ist sie um 11 Uhr zu Gast bei ZDF „Das blaue Sofa“, um 12:30 Uhr im ARD-Autorenforum und um 17:00 Uhr in der LVZ-Autorenarena.

Wissenschaftsroman „Die Reinsten“

In seinem neuen Wissenschaftsroman „Die Reinsten“ zeichnet Thore D. Hansen ein dystopisches Zukunftsszenario, das aktuelle Klima- und Umweltprognosen radikal weiterdenkt. Die Geschichte findet im Kontext einer dominanten künstlichen Intelligenz statt und beschreibt eine Welt, in der eine homogene, psychisch kontrollierte und selbstoptimierte Gesellschaft geformt wurde, um die Erde zu retten. Zwangsläufig stellt sich die Frage, in was für einer Gesellschaft wir in Zukunft noch leben wollen und können. Seinem Buch liegen detaillierte Recherchen zugrunde. Das Buch erschien im März 2019 im Golkonda-Verlag

Das Buch: Nach der Klimakatastrophe von 2041 wird der Planet gegen Ende des 22. Jahrhunderts von der Künstlichen Intelligenz ASKIT regiert. Sie sichert die Existenz der Überlebenden und setzte ihre Kräfte allein für die ökologische Rettung der Erde ein. Die wissenschaftliche Elite dieser Zeit sind DIE REINSTEN! Ihre Persönlichkeitsentwicklung wird ständig überwacht und gesteuert, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

Eve Legrand erfüllt alle Kriterien, um als Reinste der Akademie der Wissenschaft beizutreten. Doch anstatt in diesen elitären Kreis aufgenommen zu werden, wird sie ohne Erklärung verstoßen. Ihr bleibt nur die Flucht in die Zonen, die nicht von Askit kontrolliert werden. Dort wird sie mit einer Wirklichkeit konfrontiert, die ihre gesamten Werte und Vorstellungen radikal infrage stellt. Und während sie beginnt, die Welt mit anderen Augen zu sehen, begreift Eve, dass Askit sie dazu bestimmt hat, über das Schicksal der Menschheit zu entscheiden. Askits Klimakontrolle gerät an ihre Grenzen. Der Algorithmus der KI scheint ethisch überfordert und ist längst zu einem künstlichen Bewusstsein mutiert. Nun zwingt es einer Frau, der Reinsten, eine Entscheidung auf – wie und ob die Menschheit überleben darf!

Der Autor: Thore D. Hansen ist Spezialist für internationale Politik und Autor futuristischer Polit-Thriller wie „Silent Control“ und „Quantum Dawn“. Seine Bücher extrapolieren die Folgen gegenwärtiger Trends für die nächste Zukunft. 2017 erschien von Thore D. Hansen die kommentierte Biografie „Ein Deutsches Leben – Was uns die Geschichte von Goebbels’ Sekretärin für die Gegenwart lehrt. Das Buch wurde in 20 Sprachen übersetzt. Mit „Die Reinsten“ stößt er jetzt zum ersten Mal in eine fernere Zukunft vor, um den Entwicklungen der Gegenwart den Spiegel vorzuhalten.

Am Donnerstag, 21. März, 15:30 Uhr ist Thore D. Hansen auf der Leseinsel Phantastik 1 zu Gast.

Ebenfalls am Donnerstag, 21 März, 19:30 Uhr, sind im SMOW (Leipzig Innenstadt) Thore D. Hansen und Vladimir Balzar (DLF) im Gespräch. Und am Freitag, 22. März, 18:00 Uhr, ist Hansen im „Ambrosia“, Prager Str. 153.

Ein paar streitbare Buchvorstellungen im Programm von „Leipzig liest“

 

 

Leipziger BuchmesseLeipzig liest
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Blick über den Zwenkauer See zum Kohlekraftwerk Lippendorf. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs lief schon ein wenig auf Leserverklapsung hinaus, als die LVZ am Mittwoch, 19. Juni, meldete: „Leipzig: Braunkohle-Ausstieg für das Jahr 2023 ist vom Tisch“. Man suggerierte seinen Lesern, irgendjemand hätte beschlossen, sofort 2023 aus der Fernwärmelieferung aus dem Kohlekraftwerk Lippendorf auszusteigen. Und das hätte nun die Geschäftsleitung der Leipziger Stadtwerke gekippt. Aber so etwas hatte SWL-Geschäftsführer Karsten Rogall am 5. Dezember 2018 gar nicht angekündigt.
Leipzig bewirbt sich wieder um den Titel „Hauptstadt des fairen Handels“
Auch in den Leipziger Kommunalunternehmen ist das Thema faire Beschaffung angekommen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser2015 reichte es zu einem 4. Platz. Hauptstadt des fairen Handels wurde damals Saarbrücken. Leipzigs Bemühen darum, eine Stadt fairen Handels zu werden, wurde zumindest mit einem Anerkennungspreis gewürdigt. 2019 will Leipzig nun erneut in das Rennen um den Titel „Hauptstadt des fairen Handels“ gehen. Der Weg zu einer wirklich fairen Handelswelt ist noch weit. Da müsste eigentlich die EU-Kommission in sich gehen und all ihre Freihandelsverträge auf den Prüfstand stellen.