Was die moderne Genforschung über die großen Wanderungen der Menschheitsgeschichte erzählen kann

„Die Reise unserer Gene“: Eine faszinierende Reise durch die Welt der Archäogenetik

Für alle Leser2018 machte sich schon einmal die schwedische Autorin Karin Bojs auf die Reise durch 54.000 Jahre Menschheitsgeschichte, die in ihrem eigenen Genom nachweisbar sind. Etwas, was so vor 20 Jahren noch nicht denkbar war. Da steckte die Archäogenetik erst in den Kinderschuhen. Heute ist Johannes Krause einer der bekanntesten Archäogenetiker der Zeit. Er weiß, was unsere Gene über unsere Vorfahren erzählen.

Denn er war ja fast von Anfang an dabei, begann seine wissenschaftliche Laufbahn im Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, von wo aus ja Svante Pääbo die Erforschung des Genoms aus archäologischer Sicht revolutionierte und mit der Entschlüsselung des Neandertaler-Genoms für Furore sorgte. Aber was beim Neandertaler gelingt, macht genauso bei allen anderen genetischen Spuren des Menschen und seiner Mitbewohner Sinn.

Auch weil die Technik mittlerweile so schnell geworden ist, dass die Sequenzierung eines Genoms nicht mehr Jahre dauert, sondern nur noch Tage, Tendenz zu Stunden. Was es den Forschern ermöglichte, systematisch die DNA-Spuren aus hunderten Knochen vorgeschichtlicher Fundstätten zu untersuchen und damit regelrechte Stammbäume der Menschheit zu erstellen. Erstmals war die Vorgeschichtsforschung nicht mehr nur auf die Interpretation von Bodenfunden angewiesen. Denn die Knochen erzählten jetzt auf einmal Verwandtschaftsgeschichten und von den großen Wanderungsbewegungen, mit denen der Mensch die Welt besiedelte.

Natürlich steht Europa im Mittelpunkt, auch wenn die Forschung längst auch die Einwanderung nach Amerika und die Besiedelung Ozeaniens auf dem Schirm hat. Aber Europa ist auch deshalb spannend, weil die europäische Geschichte noch immer riesige weiße Flecken aufweist, ganze Jahrhunderte, in denen die Überlieferung verstummte oder sogar die Gräber fehlen, als wären ganze Populationen ausgestorben. Aber wodurch?

Mit Unterstützung des Wissenschaftsjournalisten Thomas Trappe taucht Krause tief in unsere Vorgeschichte, geht bis in jene Zeit zurück, als auf unserer Erde drei verschiedene Menschenspezies lebten – der Neandertaler, der moderne Mensch und der Denisovaner, dessen Entdeckung ja eine der größten Sensationen der letzten Jahre war. Und selbst der moderne Mensch sorgte ja für Aufregung, als man seine frühesten Spuren nicht nur in Zentralafrika fand, sondern auch in Nordwestafrika. Augenscheinlich hatte er den afrikanischen Kontinent viel früher und umfassender besiedelt, als man noch vor wenigen Jahren glaubte. Und mehrfach versuchte er auch, den Weg nach Europa und Asien zu erkunden, wo Neandertaler und Denisovaner schon seit Jahrhundertausenden lebten. Aber immer wieder scheinen diese Vorstöße zu enden, wenn die riesigen Eismassen der Eiszeit zurückkehrten.

Die Reise der Menschheit (1/3) – Der Aufbruch

Aber der moderne Mensch ließ nicht locker. Und irgendwann vor rund 40.000 Jahren scheint ihm der Sprung nach Eurasien endlich geglückt zu sein. Wovon nicht nur alte Knochenfunde erzählen, sondern auch das Genom heutiger Menschen außerhalb Afrikas. Die heutigen Europäer tragen allesamt die genetischen Spuren der Begegnungen mit dem Neandertaler in sich. Der Denisova-Mensch lebt in den Genen der Ozeanier fort.

Karten vor jedem einzelnen Kapitel machen deutlich, dass Krause und Trappe jedes Mal Geschichten von Wanderungen und Migration erzählen. Die Menschheitsgeschichte ist Migrationsgeschichte. Und alle Europäer haben Einwanderer in ihren Genen. Alle. Ausnahmslos. Und zwar nicht nur eine Gruppe von Einwanderern, sondern viele. Und einige dieser Einwanderungen verliefen sehr dramatisch.

So auch die der Ackerbauern aus dem fruchtbaren Halbmond, die ungefähr vor 8.000 Jahren donauaufwärts zogen und binnen weniger Jahrhunderte ganz Europa besiedelten und damit die alten Europäer, die seit Jahrtausenden als Jäger und Sammler durch den Kontinent gezogen waren, an den Rand drängten. Sie ersetzen sie nicht komplett, auch wenn jetzt einige jahrhundertelang das Genmaterial der eingewanderten Bauern dominierte.

Bald tauchen auch die Genspuren der Jäger wieder auf, beide Populationen vermischten sich. Heute gehören die Spuren beider Gruppen zum Genbestand der meisten Europäer. So wie es auch Karin Bojs erzählte. Sie versuchte ja, diesen frühen Vorfahren auch ein plastisches Bild zu geben, so, wie es da und dort auch Krause und Trappe versuchen, auch wenn sie sich bei allzu konkreten Beschreibungen lieber zurückhalten. Denn die Gene erzählen zwar von diesen Vermischungen – aber sie erzählen nicht, wie es tatsächlich geschah. War es eine friedliche Begegnung oder gehörten blutige Konflikte dazu? Und wenn man zertrümmerte Knochen als Zeugen solcher Konflikte findet – was erzählen sie wirklich?

Und wie war das vor rund 5.000 Jahren, als auf einmal die Grabfunde überall in Europa verschwinden, als hätte eine riesige Katastrophe die ganze Kultur ausgelöscht? War es die Pest, die hier einen ganzen Kontinent entvölkerte? Ein Thema, das die Forscher seit einigen Jahren beschäftigt und auch im Buch ein ganzes Kapitel bekommt. Denn mit der Entstehung der menschlichen Zivilisation entstanden auch all jene Seuchen, die die Menschheit nun seit Jahrtausenden begleiten. Der Mensch hat sich nicht nur die Tierwelt herangezüchtet, die ihm sein Leben als Bauer erst ermöglichte, er hat auch erst den Lebensraum geschaffen, in dem sich Parasiten aller Art so richtig wohlfühlen – von Flöhen, Ratten und Mäusen bis hin zu den Bakterien und Viren, die in den dicht beieinander lebenden Menschen der Dörfer und Städte den idealen Ausbreitungsraum fanden und sich daran immer besser anpassten.

Und die Pest könnte eine gute Erklärung sein für das, was vor rund 5.000 Jahren geschah – als Seuche, die die nicht resistenten Europäer hinwegraffte und damit freien Raum schuf für die Reitervölker aus den großen Steppengebieten nördlich des Schwarzen Meeres. Und auch diese Reitervölker findet man in unserem Erbgut. Sie brachten das domestizierte Pferd mit (stiegen aber für die Forscher verblüffenderweise von ihren Steppenpferden um auf die wilden Pferde Westeuropas), das Kupfer und die Grabhügelkultur.

Krause und Trappe belassen es nicht bei diesen historischen Spuren von Migration und Seuchen, denn die Archäogenetik erlaubt ja auch, jüngere Migrationen (etwa die europäische Eroberung Amerikas) und die daraus folgenden Wanderungen von Seuchenerregern nachzuzeichnen. Die Spuren dieser Wanderungen finden sich ja auch im Erbgut der Ratten, der Pferde, der Flöhe und der Seuchenerreger sowieso. Vieles, was Historiker vorher mit viel Phantasie aus Bodenfunden und Grabbeigaben als mögliche Vision unserer Geschichte konstruieren mussten, wurde durch die genetischen Forschungen teilweise bestätigt, anderes widerlegt.

Dafür bekamen wir ein viel lebendigeres Bild jener Vorgeschichte, die in keiner schriftlichen Quelle ihre Spuren hinterlassen hat. Und siehe da: Der Mensch ist ein Migrant. Wenn er auch nur das Gefühl hat, irgendwo dort jenseits der Berge könnte ein neues, fruchtbares Land liegen, packt er seine sieben Sachen und wandert weiter. Es muss ja nicht weit sein. Und von jeder dieser großen Einwanderungsgruppen haben wir etwas dazugewonnen – angefangen mit unserer Kultur, denn die große Kulturrevolution, die man mit der Bronzezeit in Verbindung bringt, kam erst mit den Reitern aus der Steppe nach Europa. Aber auch unser Genom erzählt von diesen drei großen Einwanderungswellen.

Unser Verdauungsapparat übrigens auch, denn im Prinzip haben wir noch immer den Verdauungsapparat der Jäger und Sammler, die in Europas Wäldern alles fanden, was sie zum Leben brauchten (auch Insekten, Schnecken, Wurzeln und Nüsse sowieso), die aber wohl auch noch echte Nomaden waren. Denn wenn die Natur für alle genug bereit hält, muss man keine festen Dörfer mit Palisaden drumherum bauen. Dann zieht man den Wildherden hinterher und baut wohl eher vergängliche Hütten.

Die Sache mit der Migration und den heutigen, oft genug unverständlichen Reaktionen darauf, diskutieren Krause und Trappe immer wieder. Gerade weil heute wieder längst überholte Ansichten um sich greifen, es hätte einst ein abgesondertes Kulturvolk gegeben und das gäbe es heute auch irgendwie, und man könne diese Kultur nur durch Abschottung bewahren und sie wäre gar genetisch bedingt.

Aber von alledem ist im Genom nichts zu finden. Auch kein Intelligenzgen, eins für Sprache und Kultur erst recht nicht. Auch die Sprachgeschichte wurde durch die Genforschung bereichert, sodass man linguistische Erkenntnisse zumindest in Teilen mit genetischen Erkenntnissen in Einklang bringen kann. Aber auch das vor allem als Kontext von Wanderungsbewegungen.

Das Buch gibt dem Leser einen sehr komplexen Überblick über den Stand der Forschung und zeigt komprimiert, was die Archäogenetik in den vergangenen 20 Jahren alles an Überraschungen herausgefunden hat und wie sie unsere Vorstellungen von all dem, was vor der Schriftwerdung Europas geschah, teilweise völlig umgekrempelt hat. Aber auch greifbarer gemacht hat, weil sie zu den vielen Bodenfunden jetzt auch noch die Erzählung unserer Gene hinzufügt, die eben von all dem berichtet, was zwischen Menschen wirklich geschieht – ob mit Liebe oder Gewalt, das erzählen die Gene dann zwar nicht.

Aber das ist nun einmal die Krux unserer Geschichte, dass wir eben nicht nur die Nachfahren irgendwelcher Sieger sind, sondern auch die Nachfahren derer, die vielleicht nicht mal Besiegte waren, oft vielleicht nur Überrumpelte, die sich wunderten, wie rasant sich ihre Welt auf einmal veränderte. So wie vor 4.800 bis 5.000 Jahren. Ein paar von uns müssen die Ankunft der Reiter aus den tiefen Steppen Asiens ja miterlebt haben.

Und ein paar werden auch vor sich hingemault haben: „Auf Pferden kann man doch nicht reiten! Das ist was für Wilde!“

Nur verändern eben nicht die Muffel die Kultur, sondern die Wilden, die sich was Neues trauen und Grenzen nicht akzeptieren. Auch Grenzen des Wissens und des Machbaren. Es steckt auch was Gefährliches in der uralten Neugier der Menschen darin, unbedingt erfahren zu wollen, was hinterm nächsten Berg zu entdecken sein könnte.

Krause; Trappe Die Reise unserer Gene, Propyläen Verlag, Berlin 2019, 22 Euro.

Wie unsere DNA von 54.000 Jahren europäischer Migrationsgeschichte erzählt

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Feurige Hommage an den karibischen Sommer: Habana Tradicional zu Gast in der Dresdner Saloppe
Habana Tradicional © H. Schluttig

© H. Schluttig

Im Rhythmus der Congas, Timbales und Bongos kommt bei vielen Zuhörern unweigerlich ein beschwingtes Urlaubsgefühl auf. Tief bewegt vom Feuer kubanischer Musik sorgen die Percussion-Stars aus „Classic meets Cuba“, Alexis Herrera Estevez und Elio Rodriguez Luis, gemeinsam mit der Sängerin Yaremi de las Mercedes Kordos unter dem Namen „Habana Tradicional“ für einen unvergesslichen Sommerabend. Am Samstag, 27. Juli, sind die Musiker um 19.30 Uhr live in der Saloppe (Brockhausstraße 1 in 01099 Dresden) zu erleben.