Artikel zum Schlagwort Archäologie

Finissage für eine besondere Ausstellung im KOMM-Haus in Grünau

Ein letzter Besuch im Eythra der Jungsteinzeit

Foto: KOMM-Haus

Für alle LeserEs ist eigentlich für den Inhalt so einer Ausstellung ein etwas abgelegener Ort: Am Freitag, 27. Juli, endet die Ausstellung „Eythra 7.000 vor Chr. – Steinzeit-Bauern am Ufer der Weißen Elster“ im KOMM-Haus in der Selliner Straße 17 in Grünau. Aber die Ortswahl für diese im Mai gestartete Ausstellung hatte natürlich ihren Grund: Die Bewohner dieses 2.500-Einwohner-Dorfes im Leipziger Südraum siedelten nach der „Devastierung“ 1984 bis 1987 zu einem Großteil nach Grünau um. Weiterlesen

Mit Karin Bojs auf der Suche nach den Menschen, die zu ihrer und unserer großen Familie gehören

Wie unsere DNA von 54.000 Jahren europäischer Migrationsgeschichte erzählt

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSchon in zehn Sprachen übersetzt wurde dieses 2015 im Albert Bonniers Verlag erschienene Buch der schwedischen Wissenschaftsjournalistin Karin Bojs „Min europeiska familj“. Mittlerweile hat sie mit Peter Sjölund schon einen Nachfolgetitel vorgelegt: „Svenskarna och deras fäder de senaste 11.000 åren“. Der baut natürlich auf ihrer ersten grandiosen Reise in die Welt unserer Vorfahren auf – der heutigen Europäer. Weiterlesen

Start zum Wintersemester 2018/19 – Bewerbung ab 2. Mai möglich

Uni bietet neuen Bachelorstudiengang „Archäologie und Geschichte des Alten Europa“ an

Foto: Alexander Böhm

Neben Vorlesungen, Seminaren und Übungen gehören auch Sammlungspraktika und Lehrgrabungen zum Studium der Archäologie. Zum Wintersemester 2018/19 startet an der Universität Leipzig der neue Bachelorstudiengang „Archäologie und Geschichte des Alten Europa“. Er bietet Studierenden all das – und darüber hinaus ein fächerübergreifendes, innovatives Studienkonzept, das in Mitteldeutschland einmalig ist. Weiterlesen

Ein Pharao am Bildschirm rekonstruiert

Leipziger Forscher konnten weitere Teile der Kolossalstatue Psammetich I. in Kairo sichern

Foto: Dr. Dietrich Raue/ Universität Leipzig

Für alle LeserBei neuen Grabungen in Kairo sind etwa ein Jahr nach dem aufsehenerregenden Fund von Teilen der Kolossalstatue des berühmten Pharaos Psammetich I. (664 v. Chr. bis 610 v. Chr.) weitere Teile der riesigen Figur gefunden worden. Das teilt das Ägyptische Museum/Ägyptologisches Institut – Georg Steindorff – der Universität Leipzig mit. Weiterlesen

Geheimnisvolle Augen aus biblischen Zeiten

Leipziger Theologin macht erstaunlichen Ausgrabungsfund in der alten Philister-Stadt Aschdod

Foto: Prof. Dr. Angelika Berlejung/Universität Leipzig

Für FreikäuferHat das, was ein Archäologen-Team unter Beteiligung von Dr. Angelika Berlejung von der Universität Leipzig jetzt bei Ausgrabungen nahe der israelischen Küstenstadt Aschdod gefunden hat, vielleicht etwas mit Funden aus dem alten Heliopolis zu tun, über die Dr. Dietrich Raue, Kustos des Ägyptischen Museums – Georg Steindorff, berichtet? Möglich ist es. Aber selbst eine Erinnerung an Goliath wird wach. Weiterlesen

Polizisten lernen von Archäologen

Kooperationsvereinbarung zwischen dem Landesamt für Archäologie Sachsen und der Hochschule der Sächsischen Polizei im Bereich der Forensischen Archäologie getroffen

Das Landesamt für Archäologie Sachsen und die Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) haben auf dem Gebiet der Forensischen Archäologie eine engere Zusammenarbeit vereinbart. Im Juli unterschrieben beiden Einrichtungen zu diesem Zweck einen Kooperationsvertrag. Der Begriff ‚Forensische Archäologie‘ bezeichnet die Anwendung von archäologischer Theorie, Methodik und Praxis zur Unterstützung von juristischen Behörden. Während diese Spezialisierung in anderen Staaten bereits etabliert ist, ist sie in Deutschland noch relativ neu. Weiterlesen

Das berühmteste Infrastrukturprojekt Karls des Großen

Leipziger Geoarchäologe vermeldet kleinen Sensationsfund am berühmten Karlsgraben

Foto: Lukas Werther/Universität Jena

Der Kanal selbst ist eine Sensation und begeistert die Historiker seit Jahrzehnten: die Fossa Carolina oder der Karlsgraben zwischen Schwäbischer Rezat und Altmühl, benannt nach niemand anderem als Karl dem Großen. Der große Frankenkönig war tatsächlich hier. Zur Einweihung dieser ersten Gewässerverbindung zwischen Donau- und Rheingebiet. Nun gab’s eine kleine Extra-Sensation für den berühmten Graben. Weiterlesen

Experten und Ehrenamtliche beim Jahrestreffen in Dresden

Ministerin Stange betont Bedeutung der Landesarchäologie für Schutz der Kulturgüter und die kulturelle Bildung

„Wir registrieren ein stärker werdendes Bedürfnis vieler Menschen nach Selbstvergewisserung der eigenen Herkunft und Abstammung. Wo kommen wir her? Wer sind wir? Dieses Interesse stillen auch die Archäologinnen und Archäologen mit ihrem technischen und wissenschaftlichen Knowhow. Sie geben damit gesellschaftlich wichtige Antworten“, erklärt Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange zu den diesjährigen Tagen der Landesarchäologie. Weiterlesen

Leipziger Ägyptologe berichtet am 3. November über die Senationsfunde von Heliopolis

Auf den Spuren Ramses II. und der wichtigsten Tempelanlage des Alten Ägypten

Foto: Ägyptisches Museum, Universität Leipzig

Andere Länder hätten einen Zaun drumherum gebaut und das Gelände für die Ewigkeit gesichert. Aber Ägypten ist ein an über 2.000 Jahre alten Ruinen und Fundstätten so reiches Land, da sind auch die Reste des alten Heliopolis scheinbar verzichtbar. Jahrelang lagen sie unter einer Müllhalde. Jetzt werden dort Häuser gebaut und ein Leipziger Archäologe macht die Funde seines Lebens. Weiterlesen

Öffentliche Führung am 24. August

Archäologen bei der Ausgrabung eines steinzeitlichen Brunnens über die Schulter geblickt

Das Landesamt für Archäologie Sachsen untersucht derzeit in einem wissenschaftlich ausgesprochen anspruchsvollen Ausgrabungsprojekt einen 7000 Jahre alten Holzbrunnen aus der Jungsteinzeit, der im Block geborgen wurde. Aufgefunden wurde er im Südraum Leipzig im Zusammenhang mit den archäologischen Ausgrabungen im Vorfeld des Braunkohletagebaus im Abbaufeld Peres. Ausgegraben wird er nun unter Laborbedingungen in einer Werkhalle in Großstolpen bei Groitzsch. Weiterlesen

Archäologische Erkundungstour in die Vergangenheit

Wie kann man 4.000 Jahre Kulturgeschichte im Grimmaer Raum für die Öffentlichkeit sichtbar machen?

Foto: Günter Herbst

Manchmal muss man auch als Oberbürgermeister ein bisschen Werbung für seine Stadt und ihre spannende historische Umgebung machen. Auch bei den eigenen Stadträten. Für Grimma gilt in diesem Fall praktisch dasselbe wie etwa für Leipzig: Die Stadt liegt mitten in einer seit Jahrtausenden besiedelten Kulturlandschaft. Einige der Funde sind diesmal 4.000 Jahre alt. Weiterlesen

Archäologische Ausgrabungen an der Nonnenmühlgasse beendet

Spuren von Krieg, Töpfern, barocker Gartenlust und einem Dorf der Jungsteinzeit

Foto: Ralf Julke

In dieser Woche haben die Mitarbeiter des Landesamtes für Archäologie ihre Grabungen an einem besonderen Stück Leipziger Boden beendet. Das Wachstum der Stadt verschafft ja auch ihnen jede Menge aufregender Arbeit. Denn wenn alte Brachen für Neubau vorgesehen sind, dann dürfen die Archäologen graben in Erdschichten hinunter, die seit Jahrhunderten niemand angerührt hat. Weiterlesen

Holzbrunnen aus der Jungsteinzeit sind wahre Fundgruben für Archäologen

Steinzeitbrunnen- und Dörfer im Tagebau Schleenhain entdeckt

Foto: Matthias Weidemann

Will man heute einen Baum fällen, fährt man in den nächsten Baumarkt und kauft sich eine Kettensäge. Die Menschen der Jungsteinzeit hatten es da nicht so einfach. Umso erstaunlicher ist, dass sie mit einfachen Steinwerkzeugen bis zu einem Meter dicke Eichen fällten und komplizierte Holzkonstruktionen bauten. Zum Beispiel Holzbrunnen. Weiterlesen

Leipziger Archäologie darf auch 2016 immatrikulieren

Fachschaftsrat Archäologie kritisiert die noch immer nicht geklärte personelle Sicherung der Lehre

Foto: FSR Archäologie der Uni Leipzig

Eigentlich soll Leipzigs Universität ihre Klassische Archäologie nicht verlieren. Diese ist zwar von den 2011 verordneten Stellenkürzungen an sächsischen Hochschulen betroffen, aber jetzt darf sie wieder immatrikulieren, lässt der Fachschaftsrat Archäologie verlautbaren. Nur wie die Lehre künftig gesichert werden soll, das scheint noch immer nicht klar zu sein. Weiterlesen

2016 - was kommt

Am Brühl wird noch ein Stück altes Leipzig ausgegraben

Foto: Ralf Julke

Auf der Ausgrabungsstelle an der Katharinenstraße herrschte dieser Tage Weihnachtsstille. Die Archäologen machten mal Pause, bevor sie sich ans nächste Stück historisches Leipzig machen. Seit dem Herbst graben sie hier, weil hier ab 2016 das BernsteinCarré gebaut werden soll. Für die sächsischen Landesarchäologen die Gelegenheit, hier noch einmal in Leipzigs Geschichte abzutauchen. Weiterlesen

Ein Leipziger Kleinod entpuppt sich als etruskische Bronzekunst

Wie aus einem Kunstwerk des Bildermuseums ein neuer Star im Antikenmuseum der Uni Leipzig wurde

Foto: Swen Reichhold

Manchmal bringen Ausstellungen Dinge in Bewegung, mit denen die Planer gar nicht gerechnet haben. Die Wissenschaftler müssen wieder mal in die Archive, filzen die Bestände und kommen ins Stutzen. Zum Beispiel, wenn sie eine kleine alte Statue in die Hand nehmen. "Passt die vielleicht in unsere Bernini-Ausstellung?" - "Das ist doch kein Bernini!" - "Aber was ist es dann?" Weiterlesen

Streichorgie im sächsischen Hochschulbereich

An der Uni Leipzig ist noch immer nicht geklärt, wie die Klassische Archäologie gesichert werden soll

Screenshot: L-IZ

Was passiert eigentlich an einer Universität, die zum Einsparen mehrerer Dutzend Dozentenstellen verdonnert ist, aber trotzdem die Qualität der Ausbildung sichern will? Zum Beispiel in allen Fächern der Archäologie, einem der klassischen und beliebten Studienbereiche an der Uni Leipzig? Eigentlich gibt es dafür ohne die nötigen Dozenten keine Lösung. Seit zwei Jahren tagt eine Kommission. Eine Lösung ist nicht in Sicht. Weiterlesen

Herbstkampagne im legendären Ägypten

Leipziger Archäologen machen wieder außergewöhnliche Funde im Tempel von Heliopolis

Foto: Dietrich Raue

Schon im Frühjahr berichteten die Ägyptologen der Universität Leipzig begeistert von ihren Ausgrabungen im alten Heliopolis, einer der legendärsten Städte Ägyptens, die jahrhundertelang wie vom Erdboden verschlungen war und dann unter einer riesigen Müllhalde wieder zutage kam. Jetzt waren die Ausgräber wieder in Ägypten - und wurden wieder fündig. Weiterlesen

Ein Riesensee in der australischen Wüste

Wie der Lake Mungo die Australier vor 24.000 Jahren möglicherweise dazu inspirierte, das Boot neu zu erfinden

Foto: William Truscott, La Trobe University

Der Mensch ist ein pfiffiges Wesen. Zumindest einige Menschen sind das. Während die einen sich hinsetzen und warten, bis es mal Manna regnet, fangen die anderen an zu tüfteln, was sie aus ihrer derzeit vielleicht belämmerten Lage machen können. Und weil Menschen da manchmal über riesige Distanzen hinweg auf dieselbe Idee kommen können, gibt es die berühmten Mehrfacherfindungen. Wie die Neuerfindung des Bootes in der australischen Wüste. Weiterlesen