Sandra Borgmann im Interview: „Bücher sind wie Geschichten, die ein Zuhause geben“

Für alle LeserAm 15. November 2019 ist es wieder so weit: der bundesweite Vorlesetag geht in die nächste Runde und in ganz Deutschland werden über 600.000 Menschen Geschichten vorlesen und vor allem diesen lauschen. Am Freitag veranstaltet der Buchkinder Leipzig e.V. eine Benefizlesung und die Schauspielerin Sandra Borgmann ist dabei. Und wird im „Haus des Buches“ gemeinsam mit Verena Noll und Peter Schneider Geschichten aus dem Spektrum des Buchkinderuniversums der vergangenen 15 Jahre vorlesen.

Die Buchkinder haben vorab bei den Protagonisten des Abends um ein paar Worte zum eigenen Verhältnis zu Geschichten und Büchern gebeten. Hier sind die Antworten von TV- und Film-Schauspielerin Sandra Borgmann.

Hallo Sandra, warum unterstützt Du diese Aktion?

Weil es mir wichtig erscheint, dass all das, was Ihr tut, weiterhin möglich bleibt. Es macht offenkundig alle Beteiligten sehr glücklich und das, was herauskommt, macht glücklich. Das merkt man in dem Moment, in dem man Eure Räume betritt. Und es ist klar, dass alles daran richtig zu sein scheint. Vollständig.

Wie wichtig sind Bücher im Hause Borgmann?

Die Bücher sind wie Geschichten, die ein Zuhause geben. Auch räumlich: Eine Wohnung ohne Bücher fände ich sehr merkwürdig. Sie sind überall. Manchmal sind sie mir fast ein bisschen viel (lacht)

Hast Du ein Kinderbuch, das Dich in Deiner Kindheit geprägt hat?

Die Märchen der Gebrüder Grimm. „Max und Moritz“ und  „Der Zauberbaum“ von Enid Blyton.

Wie wichtig ist das abendliche Vorlesen?

Für meinen Sohn gehörte es bis vor kurzem dazu wie die Butter zum Brot. Obwohl … die gehört für ihn gerade nicht dazu. Egal! (lacht) Wir haben die schönsten und irrsten Geschichten gelesen, oft lange, meistens ne halbe Stunde. Es gibt bei uns keine Vorstellung darüber, ohne eine Geschichte das Licht auszumachen. Auch heute ist Lesen das letzte, was mein Sohn vorm Schlafen tut.

Welches Buch liegt im Moment auf Deinem Nachtisch?

Sehr viele… (lacht). Dabei lese ich im Moment vor allen Dingen die Bücher für die Arbeit. Drehbücher. Hörfunkmanuskripte. Hörbuch-Skripte. Da sind die Bücher der Buchkinder eine große Freude zwischen den teils doch sehr ernsten Stoffen.

Hast Du einen Buchkinder-Lieblingsspruch?

„Das Publikum ist sehr zufrieden mit sich“ (ist zum geflügelten Wort bei uns zu Haus geworden, um seine Zufriedenheit auszudrücken :-)

Warum sollte man unbedingt zur Lesung kommen?

Oh, sie verspricht Freude zu machen! Kinder sind als Geschichtenerzähler schwer zu überbieten.

Worum geht es am 15. November 2019?

Der Verein Buchkinder Leipzig e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder und Jugendliche auf dem Weg zum eigenen Ausdruck durch Bild und Sprache zu begleiten.

„Trotz großartiger Hilfe vieler Partner, Eltern und Unternehmen braucht es kontinuierlich finanzielle Unterstützung, um unsere Kinder im Rahmen der Buchkinderarbeit zu bilden, sie an die Schönheiten ihres Ausdrucks heranzuführen – an Sprache, Bild, Text und Literatur, sagt Buchkinder-Geschäftsführerin Birgit Schulze Wehninck.

Ziel des Abends sei es, die Aufmerksamkeit verstärkt auf die Buchkinderarbeit zu lenken und weitere Unterstützer zu gewinnen.

Tickets gibt es noch für 15 € auf www.buchkinder.de oder an der Abendkasse. Senioren, Inhaber eines Leipzig-Passes oder Studenten zahlen 10 Euro. Kinder erhalten kostenfreien Zutritt. Start ist am 15. November 2019, 19 Uhr im Haus des Buches (Gerichtsweg 28).

Alle Einnahmen aus den Ticketverkäufen kommen der Bildungsarbeit des Buchkinder Leipzig e.V. zu Gute. Die musikalische Begleitung des Abends übernehmen in diesem Jahr Franz Schwarznau (Kontrabass), Peter Schneider (Klarinette) und Helge Nitzschke (Klavier).

Verena Noll und Peter Schneider im Doppel-Interview: „Na, vor allem um die Buchkinder zu unterstützen!“

Benefizlesung des Buchkinder Leipzig e.V. am 15.11.: „Von ausgedachten Tieren, Superhelden und dem Tod“ + Video

BuchkinderLesungVorlesetagInterview
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Nach über einem Jahr kommen die Leipziger Milieuschutzsatzungen am 10. Juni im Stadtrat zur Abstimmung
Wortmeldung in der Leipziger Südvorstadt. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Wohnungsmarkt ist auch in Leipzig eng geworden. Nicht für alle. Wer gut verdient und sich Quadratmetermieten von 10 Euro leisten kann, hat Auswahl im ganzen Stadtgebiet. Die Probleme haben all jene Leipziger/-innen, die aufgrund von Niedriglöhnen und mageren Renten und Sozialleistungen schon mit 5 Euro je Quadratmeter an ihrer Leistungsgrenze sind. Und die ganz elementare Sorgen haben, morgen noch in ihrem alten Wohnumfeld wohnen bleiben zu dürfen.
Mit „Maria auf dem Seil“ beginnt am 12. Juni auch der Westflügel wieder vor Publikum zu spielen
Maria auf dem Seil. Foto: Wilde & Vogel

Foto: Wilde & Vogel

Für alle LeserLangsam regt sich das Leipziger Kulturleben wieder. Das Gewandhaus plant die ersten Konzerte, Oper und MuKo machen im Westbad Programm. Und auch der Westflügel Leipzig lädt ab Freitag, 12. Juni, wieder zu Veranstaltungen ins Haus in der Hähnelstraße – unter den durch Corona bedingten Hygiene-Auflagen, versteht sich. Das eigene Hygienekonzept ist fertig.
Die neue Achdujemine-Kampagne zum 365-Euro-Ticket in Leipzig
Demo für das 365-Euro-Ticket. Foto: Ökolöwe

Foto: Ökolöwe

Für alle LeserManchmal nehmen Geschichten seltsame Schleifen, wenn sie die autoverliebten Kollegen im Peterssteinweg in die Hände kriegen. So wie die Geschichte zum 365-Euro-Ticket, über das Leipzigs Stadtrat just vor einem Jahr abgestimmt hat. Und richtig ist: Ende März sollte Oberbürgermeister Burkhard Jung ein „Finanzierungskonzept über das Nachhaltigkeitsszenario für den Zeitraum 2021 bis 2030“ vorlegen. Aber falsch ist, dass die Einführung des 365-Euro-Tickets für das Jahr 2021 beschlossen wurde.
Die Zukunft nach Corona: Matthias Horx wirft einen Blick in die Zukunft in unseren Köpfen
Matthias Horx: Die Zukunft nach Corona. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserKann man die Zukunft voraussagen? Es gibt einen Haufen Leute, die tun so, als könnten sie es. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie gibt es kaum noch einen Tag, an dem nicht irgendein Kommentator, Politiker, Ökonom oder sonstiger Kaffeesatzleser aus voller Brust behauptet zu wissen, dass nach Corona alles anders wird. Oder sich gar nichts ändert – was dann sozusagen die Variante für gutverdienende Zyniker ist. Oder für Blender. Aber was kommt wirklich danach? Nur eins ist sicher, stellt Matthias Horx fest.
Die Schulschließungen wegen Corona haben Mütter besonders belastet
Die Auswirkungen des Homeschoolings auf die Eltern. Grafik: DAK

Grafik: DAK

Für alle LeserZuletzt merkten ja auch endlich die Regierenden, dass nicht die Wirtschaft am meisten gelitten hat unter dem Shutdown. Der größte Teil der Last wurde auf Familien mit Kindern abgeladen. Eltern waren auf einmal zum Zuhausebleiben verdonnert, weil Kindertagesstätten und Schulen schlossen. Und das oft in Wohnungen, in denen überhaupt kein Platz für Homeoffice und Homeschooling war. Die psychischen Folgen waren dramatisch, wie die DAK jetzt feststellt.
Linksfraktion beantragt eine neue Leipzig-Anleihe und eine Verlängerung des Schuldenabbaus bis 2050
Steffen Wehmann (Linke) im Stadtrat. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAm 3. Juni gab die Bundesregierung den Inhalt ihres 130-Milliarden-Euro-Konjunkturpaketes bekannt. Darin enthalten sind auch konkrete Unterstützungen für die Kommunen, die mit einbrechenden Steuereinnahmen zu rechnen haben. Nicht nur 2020, sondern wohl auch in den Folgejahren. Das wird die Diskussion auch um den Leipziger Haushalt anheizen. Die Linksfraktion hat schon mal ihren Handschuh in den Ring geworfen.
Digitale Klimarallye, anders wirtschaften und jede Menge Ansprechpartner für ein weltverträgliches Leben in Leipzig
Mit dem UiZ können Jugendliche einzeln oder in Teams per App auf Klima-Rallye durch Leipzigs Innenstadt gehen. Foto: UiZ Julia Zimmerhäkel

Foto: UiZ Julia Zimmerhäkel

Für alle LeserDie Ökofete musste schon abgesagt werden wegen Corona. Aber wie ist das mit den ganzen Veranstaltungen, die der Leipziger Ökolöwe für die Leipziger Umwelttage geplant hatte? Die Themen Klima und Artenschutz werden ja nicht weniger brisant, bloß weil Corona vorerst größere Veranstaltungen verhindert. Dann machen wir es eben digital, beschloss der Ökolöwe.
Drei Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt am 6. und 7. Juni in Leipzig
Der Freizeitpark Rabet im Leipziger Osten. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserHeute wird auch in Leipzig gegen Rassismus demonstriert. Die Gruppe „Series Be:“ ruft für den 6. Juni unter dem Titel ‚STAND UP, SPEAK UP, SHOW UP‘ zu einer Demonstration gegen Rassismus und Polizeigewalt auf. Um 14 Uhr startet die Auftaktkundgebung am Augustusplatz, die Route verläuft über den Leipziger Innenstadtring, durch die Südvorstadt vorbei am Amerikanischen Konsulat und dem Bundesverwaltungsgericht bis zum geplanten Ende am Wilhelm-Leuschner-Platz. Die nächste Demo gibt es am Sonntag, 7. Juni.
Leipzigs Verwaltung möchte auch die Jahnallee nicht umbenennen
Blick in die Jahnallee. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMan wird sie nicht so einfach los, diese alten Rauschebärte und Nationalisten. Schon bei der Umbenennung der Arndtstraße gab es ja nach dem Stadtratsbeschluss heftige Reaktionen, die augenscheinlich auch das Leipziger Verwaltungsdezernat beeindruckt haben. Weshalb man dort jetzt mit einem ganzen Berg von Argumenten versucht, das Ansinnen, auch noch die Jahnallee umzubenennen, abwehrt. Dabei wäre der Vorschlag Frankfurter Allee nur eine Rückbenennung.
Regionalliga-Saison abgebrochen, NOFV erklärt Lok zum Meister, Chemie feiert Klassenerhalt
Viermal durfte Lok gegen Nordhausen jubeln. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserDer 1. FC Lokomotive Leipzig ist erstmalig Meister der Regionalliga Nordost. Das entschied der Nordostdeutsche Fußballverband mit einem einstimmigen Votum für den Saisonabbruch am Freitag. Auf der Präsidiumssitzung wurde außerdem entschieden, dass es keine sportlichen Absteiger geben wird. Die BSG Chemie Leipzig hält damit nach dem Aufstieg im Vorjahr die Klasse.
Freitag, der 5. Juni 2020: Vor dem „Black Lives Matter“-Demowochenende
Antirassistische Demonstration im September 2019. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserRassismus, Polizeigewalt und die „Black Lives Matter“-Bewegung dominieren seit Tagen die Schlagzeilen. Für das Wochenende sind in Leipzig mehrere Demonstrationen angekündigt; die wohl größte am Sonntag um 13 Uhr vor dem Hauptbahnhof. Die „taz“ enthüllt derweil, dass eine Leipziger Burschenschaft offenbar den „Rassenkrieg“ plante. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 5. Juni 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Berliner Luft in der Kirchenruine Wachau – Konzert mit „clair-obscur“
Die Kirchenruine in Wachau. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Am 12. Juni 2020, 19.00 Uhr spielt das Saxophonquartett der Berliner Philharmoniker „clair-obscur“ in der Kirchenruine Wachau, Kirchplatz 1. Das Konzert mit dem Titel „Berliner Luft“ findet im Rahmen des Festivals „Sommertöne“ statt. Die Saxophonisten der Berliner Philharmoniker gastieren 2020 zum ersten Mal bei den Sommertönen, doch ihr hervorragender Ruf eilt ihnen voraus.
Sexuelle Übergriffe auf Frauen: Serientäter kommt in Psychiatrie
Serientäter Martin L. (r.), hier mit seinem Anwalt Stefan Wirth, muss in die Psychiatrie. Foto: Lucas Böhme

Foto: Lucas Böhme

Für alle LeserEs war eine absehbare Entscheidung: Nach einer Reihe brutaler Übergriffe auf junge Frauen in Leipzig wurde der geständige Täter vom Landgericht wegen Schuldunfähigkeit freigesprochen, aber in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen.
Ensembles von Oper, Leipziger Ballett und Musikalsicher Komödie im Westbad
Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

An fünf aufeinanderfolgenden Wochenenden werden Oper, Leipziger Ballett und Musikalische Komödie ab dem 12. Juni 2020 jeweils Freitag und Samstag zur Veranstaltungsreihe „Vorstellungskraft voraus!“ mit einem eigenen Programm wieder auf der Bühne im Westbad zu sehen, hören und erleben sein.
FES-Papier wirbt für weitere Unterstützung für eine echte Mobilitätswende in Deutschland
LVB-Baustelle in der KarLi 2014. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie lange diskutierte Abwrackprämie für Pkw war dann zum Glück nicht mehr Bestandteil des am 3. Juni bekannt gegebenen Konjunkturpakets der Bundesregierung. Da dürften auch die Autor/-innen eines Positionspapiers der Friedrich-Ebert-Stiftung aufgeatmet haben, die schon befürchteten, dass nun wieder Milliarden in den Verbrenner investiert werden, die dringend für eine richtige Mobilitätswende gebraucht werden. Den Corona-Shutdown hatten sie zur Gelegenheit genommen, dieses Papier zu verfassen.