Einmal im Jahr wieder zum fühlenden Menschen werden

Bachs „Weihnachtsoratorium“ jetzt in der Einspielung mit Thomaskantor Gotthold Schwarz

Für alle LeserFehlt uns ein neuer Bach? Oder genügt uns der Bach, den wir haben? Braucht es keinen neuen? Und: Was würde Johann Sebastian Bach sagen zu dem, was wir aus unserer Welt gemacht haben? Wie würde er heute auf der Klaviatur der Thomaner spielen? Man kommt auf Gedanken, wenn man sich jetzt die neue Einspielung des „Weihnachtsoratoriums“ mit den Thomanern und dem Thomaskantor Gothold Schwarz auflegt. Zweieinhalb Stunden Gefühlsgalopp.

Aufgenommen wurde das Weihnachtsoratorium in der Adventszeit 2018 in der Thomaskirche. Natürlich mit dem Gewandhausorchester und den glockenhellen Bachtrompeten. Die Einzelstimme sangen Dorothee Mields, Elvira Bill, Patrick Grahl, Markus Schäfer und Klaus Häger.

Eine eigentlich schon klassische Leipziger Aufnahme, die so mancher zu Hause schon in Platten- und CD-Einspielungen mit den Vorgängern von Gotthold Schwarz in seinem Musikregal stehen hat. Zweieinhalb Stunden zwischen dem Gefühl der eigenen Winzigkeit und dem barocken Lobpreis der Majestät des Herrn der Welt, der all das geschaffen hat, zwischen Himmel und Hölle.

Katharina Rosenkranz erzählt im beigelegten Booklet sehr prägnant, welche Pole sich in jeder der sechs Kantaten auftun. Dinge, die für Johann Sebastian Bach selbstverständlich gewesen sind und die die Kirchbesucher von 1734 und 1735, als die Kantaten in der Thomaskirche und der Nikolaikirche erstmals zu hören waren, wahrscheinlich auch recht leicht entschlüsselten, nicht nur, weil ihnen die zugrunde liegende biblische Geschichte vertraut war.

Denn die ist interpretierbar. Und natürlich hat Bach auch einige seiner Zeitgenossen erschreckt mit seinen Oratorien, die die Weihnachtsgeschichte nicht nur in Musik verwandelten, sondern in ein Drama mit verteilten Rollen. Etwas, was manchen Kritiker dazu brachte, das „Opernhafte“ aus den Leipziger Kirchen (wieder) verbannt sehen zu wollen. Denn die Grundhaltung, auf die auch Bach traf, als er 1723 nach Leipzig kam, war eine pietistische Frömmigkeit. Ein nach innen gekehrtes Gläubigsein, das auch gern in moralischen Rigorismus verfällt. Und das genau jener Haltung misstraut, die Bach mit seinen Kompositionen groß und fordernd auch in die Kirchen brachte: ein selbstbewusstes Eintreten des von seinen Gefühlen gepeitschten Menschen in die Welt Gottes.

Genau das, was die jeweiligen Thomaskantoren bei jeder Einstudierung des Weihnachtsoratoriums immer wieder neu ins Gleichgewicht bringen müssen. Wie stark lassen sie die Stimmen des bangenden, fordernden, Erlösung suchenden Menschen werden? Und wie viel Gewicht bekommen die Chöre, die ja im Grunde erst den Kosmos öffnen? Die man auch forcieren kann, bis die ganze Kirche zum Sternenzelt wird. Da gehen dann nicht nur Herzen auf. Da begegnet so mancher endlich am Ende des Jahres einmal wieder sich selbst, wirft die Fesseln ab und ist wieder ein kleiner, von Freude zerfetzter Mensch in einer Welt, in der er einmal ein Oratorium lang nicht hadern, bangen und kämpfen muss. Musik, die einen erleben lässt wie das ist, wenn man sich aus Banden löst.

Und wer dem Bild auf dem Cover folgt, findet Michael Triegels für die Kirche St. Oswald in Baunach gemaltes Hochaltarbild „Menschwerdung“. Das Altarbild wurde im März 2018 geweiht. 2017 hatte die „Zeit“ den Leipziger Maler in seinem Atelier besucht und die eigentlich fast yellowpressmäßige Frage gestellt: „Herr Triegel, Sie malen zurzeit einen gewaltigen Weihnachtsaltar im Auftrag des Bistums Würzburg. Gehen Sie zur Einstimmung eigentlich auf den Weihnachtsmarkt?“

Worauf Triegel logischerweise antwortete: „Um Himmels willen! Nein, das könnte ich nicht ertragen.“ „Warum nicht?“ „Es gibt da ein grundsätzliches Problem, das ich mit der Art und Weise habe, wie Weihnachten heute gefeiert wird. Der Weihnachtsmarkt wuchert über die Stadt. Es wird alles größer, lauter, bunter. Das halte ich nicht aus. Zum Glück habe ich mein Atelier, da kann ich mich davor verschanzen.“

Da fragt man sich wirklich: Wie kann man bei so einem Bild so eine Frage stellen? Dass Weihnachten so aussehen könnte wie der Leipziger Weihnachtsmarkt, das glaubt in Leipzig wirklich nur der Marktamtsleiter. Triegel ist nicht der einzige, der diese schrille Volksbelustigung meidet. Diesen Versuch, das Zur-Besinnung-Kommen in Glühwein und Dauerbeschallung zu ersäufen. Mit dem, was auch Bach unter dem Weihnachtsfest verstand, hat das alles nichts mehr zu tun.

Und auch wenn Triegel mit einer neuen Symbolsprache an die biblischen Themen herangeht, merkt man, dass es ihm im Grunde um dasselbe geht wie Bach: die intensive Auseinandersetzung mit der ganzen, eigentlich nicht auszuhaltenden Spannbreite des Menschseins auf Erden, in der die Geburt immer auch schon den Tod impliziert, die Hoffnung immer auch das Gefühl des Verlusts, die Feier des Lebens den Gedanken an die Gefährdung all dessen, was uns ans Herz gewachsen ist.

Nichts ist den beiden Künstlern fremder als die gedankenlose Fröhlichkeit, das Feiern bis zur Besinnungslosigkeit, die Besinnungslosigkeit selbst. Das „Weihnachtsoratorium“ ist ja ein einziges Fragen, ein musikgewordenes „Warum geschieht mir das alles?“ Aber auch: Wer nimmt mir meine Angst?

Denn wer da draußen immerfort rast und konkurriert, der versucht ja nichts anderes, als seine Ängste zu betäuben. Zumeist auch mit legalen oder illegalen Suchtmitteln. In Raserei und Höllentempo geht es durch ein Leben, das keine Erdung mehr kennt. Keine Beziehung mehr zu dem, was uns anvertraut ist. Und was wir zerstören, weil wir es nicht achten und auch kein Gefühl mehr haben dafür. Weil wir uns selbst in den Mittelpunkt der Welt gesetzt haben und so tun, als wären wir tatsächlich die Herren der Welt. Was wir nicht sind.

Denn das, was Bach in Noten gesetzt hat, begreift man eigentlich nur, wenn man einen Moment lang wenigstens wieder demütig ist und bereit, der Welt, die wir nicht geschaffen haben, genauso demütig gegenüberzutreten. Wahrscheinlich hätte sich Bach unseren heutigen, von Konsummentalität und Gefühllosigkeit erfüllten Hochmut nicht mal im Traum vorstellen können. Wahrscheinlich wäre er an uns verzweifelt, noch viel mehr als an den pietistischen Moralaposteln seiner Zeit.

Vielleicht auch hätte er uns in unseren verzweifelten Egoismen erkannt und darauf gehofft, dass er uns mit der ersten Kantate wieder packen kann. „Lasset das Zagen, verbannet die Klage …“.

Dazu braucht es wohl wenigstens ein ganz klein wenig Weltvertrauen. Aber Weltvertrauen ohne ein bisschen Mitgefühl für die geschundene Welt gibt es nicht. Das gehört beides zusammen. Auch in all den überschäumenden Gefühlen, die uns manchmal (wenn wir es zulassen) mitreißen und spüren lassen, dass wir aufgehoben sind in dem großen Ganzen, das auch bei Bach mehr ist als nur der „Herrscher des Himmels“. Das „Weihnachtsoratorium“ ist zwar im Grunde ein Zwiegespräch des kleinen, zagenden Menschen, mit dem größten aller Könige.

Aber es ist auch ein tapferes „Hier stehe ich“ im Angesicht einer Schöpfung, in der der Mensch immer ein kleines, gefährdetes Wesen sein wird. Das wäre ein guter Grund zum Feiern, dachte Bach. Und zwar nicht nur, als er sich hinsetzte und Kantate für Kantate schrieb. Es war seine Grundhaltung, die sich hier nun einmal auch im „Jauchzet, frohlocket“ bündelt. Denn gerade, wenn einer sich seine Dünnhäutigkeit bewahrt und auch von Verlusten berühren lässt, hat er auch die Kraft, sich aus ganzem Herzen zu freuen. Beides gehört zusammen, auch wenn wir gern so tun, als wären wir „cool“.

Wer „cool“ ist, ist eigentlich eisgekühlt und lebt eher in ständiger Angst, seine Gefühle zu zeigen und von ihnen hinweggeschwemmt zu werden. Von den eigenen Gefühlen gepackt zu werden wie die Zuhörer im „Weihnachtsoratorium“, das auch deshalb nicht wegzudenken ist aus dem Leipziger Musikkalender.

Johann Sebastian Bach „Weihnachtsoratorium“ (BWV 248), Accentus Music, Leipzig 2019, ACC30469.

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