Tanners Interview mit der Co-Chefin des Ubiquity-Theatre Leipzig Claudia Jessat

Leipzig ist schön. Und all das Durcheinander, die Reibung zwischen den Menschen und all die Ideen und Lebensentwürfe machen diese Stadt eben auch - neben der Schönheit - interessant, lebenswert und beweglich. Tanner traf Claudia Jessat, weil sie ihm einen Flyer in die Hand drückte - und er fragte sie aus, weil, wer einen Flyer für eine Kulturveranstaltung verteilt, seltenst ein reiner TV-Glotzer ist.
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Guten Tag, Claudia Jessat. Du bist mit meinem Compadre Gareth Knapman Chefin des Ubiquity Theatre Leipzig. Was ist das denn – in einfachen Worten?

Das ist ein gemeinsames Unterfangen von Theaterpädagogen, Schauspielern, Regisseuren – derzeit aus Deutschland, England und Italien – und bringt Theaterkurse und -projekte verschiedener Art an die Leute. Wir machen Kurse für Kinder und Erwachsene, zum Beispiel zum Englisch/Deutsch/Italienisch-Lernen durch Theater; es gibt unsere „Theater für Jedermann“-Kurse zum Erlernen von Schauspielbasics und zum Verbessern verschiedener sogenannter Soft-Skills. Es gibt Impro-Theater für Studenten, Tanzkurse und unsere Jugendsparte Ubi Youth. Wir gehen in Unternehmen und soziale Einrichtungen und arbeiten auch selbst an Produktionen, immer im Wechsel auf Deutsch und Englisch.

Die nächste Produktion ist Aristophanes „Die Vögel“. Die von Hitchcock kennen ja doch viele Menschen. Aber was sind das für altertümlich griechische Vögel?

Zu Anfang sind sie einfach ganz normale Vögel – zu Hause in den Wolken. Nur werden sie  ausgelacht, eingesperrt und zum Mittagessen verschlungen von den Menschen auf der Erde. Da ihnen das verständlicherweise nicht passt, sind sie einigermaßen frustriert von den Menschen und dabei gleich mit von den Göttern (Zeus, Herakles und Co.), und sie glauben, dass sie eigentlich selbst die wahren Götter dieser Welt sein müssten. Sie verbünden sich mit zwei Athener Exilanten, die von der Demokratie genug haben, und bauen das „Wolkenkuckucksheim“, eine Stadt im Himmel. Im Laufe des Stücks lassen sie sich immer mehr vom menschlichen Streben nach Reichtum und Macht mitreißen und unterscheiden sich bald immer weniger von den geldgierigen, machthungrigen Menschen, die zu hassen sie einst gelernt hatten. Es ist ein dynamisches Stück, das symbolisch die Probleme aufzeigt, die wir als Menschen noch heute verursachen und mit denen wir noch heute umgehen (lernen) müssen.

Wann reicht Ihr denn konkret das Stück zur Anschau im Dachtheater Haus Steinstraße?

Zur Anschau kommt die Sache hoffentlich zahlreich am 23., 24. und 28. Oktober, je um 20:00 Uhr. Das kann man auch alles auf unserer Website unter www.ubi-leipzig.de nachlesen, da gibt’s auch Infos zu allen anderen Produktionen. Es sind einige dieses Jahr.

Wie kommt es eigentlich, dass Du eine der Oberhäupter vom Ubiquity Theatre bist? Hast Du Herrscherin, Theaterführerin, Mutter für Alle, Mädchen für alles – gelernt?

Ja, wohl von jedem ein bisschen. Meist war das ein learning by doing. Ich habe Kultur- und Theaterpädagogik studiert und mache seit cirka 12 Jahren ganz viel Theater auf und hinter der Bühne. Und eines schönen Tages im Jahr 2012 – ich war gerade fertig mit dem Studium und leicht ratlos über meine nächsten Schritte – habe ich Gareth Knapman, der das Ubiquity Theatre damals noch allein geleitet hat, gefragt, ob ich bei ihm einsteigen kann. Und er hat ja gesagt, weil das Alleine-Arbeiten nicht immer Spaß macht. Ich habe mir so meinen Arbeitsplatz quasi selbst generiert. Bei Ubiquity bin ich nun zwar mein eigener Chef, aber deshalb tatsächlich auch irgendwie Mädchen für alles. Das macht, wenn es sich nicht gerade um Steuern dreht, sehr viel Spaß, weil ich immer wieder Neues lerne und mich neuen Herausforderungen stellen muss und halt auch ganz viel alleine entscheiden kann.

Glücklicherweise ändern sich die Gegebenheiten. Glücklicherweise öffnen sich einige Menschenherzen. Andere Herzen verhärten jedoch gerade in der Rückschau auf das ewig Gestrige, die Forderungen nach „Deutsch!“ und „deutschen, abendländischen Werten“ werden wieder unverhohlen und offen krakeelt. Nun macht Ihr es auf Englisch. Das ist ja nun völlig nichtbiodeutsch. Wie kann Theater bewegen, sich einmischen?

Für mich gibt es dafür zwei verschiedene Antworten; eine als einzelne Künstlerin und eine bezogen auf  die Arbeit innerhalb des Ubiquity Theatre. Als Künstlerin habe ich die Möglichkeit, durch meine Kunstform eine Meinung mit weniger Furcht vor Repressalien zu sagen oder zu zeigen, als vielleicht ein Politiker, Journalist oder Promi. Einem Künstler ist es möglich, dass seine Arbeit Ideen und Meinungen symbolisiert, er kann sich durch die Maske einer anderen Person ausdrücken und in der Sicherheit einer Leinwand, Partitur oder Theaterbühne experimentieren.

Als eine kreative Organisation haben wir als Ubiquity Theatre die Möglichkeit und die Aufgabe, das Publikum und unsere Kursteilnehmer zu Kreativen zu machen. Die Zuschauer können selbst mit den ihnen präsentierten Ideen experimentieren, ohne ihnen zustimmen oder sie ablehnen zu müssen. Für eine Weile können sie Situationen durch die Augen eines Kommunisten, Nationalsozialisten, eines Anarchisten, eines reichen Mannes oder eines Arbeitslosen erleben. Theaterschauen und -machen versetzt sie in die Lage, sich einzufühlen und dadurch zu verstehen, WARUM Menschen mit anderen Standpunkten, Glaubenssystemen oder anderen sozialen Hintergründen reagieren, wie sie es tun. Unser Ziel muss sein, dass wir mit Verständnis füreinander gemeinsam an den Auslösern von Faschismus und negativem Individualismus arbeiten können.

In unserer Arbeit mit Sprachen ist es nicht unbedingt das Ziel, Englisch als die Weltsprache weiterzuentwickeln, sondern das Sprachenlernen generell als ein Werkzeug für kulturelles Verständnis zu fördern. Unsere Idee vom ‚die Welt retten durch Empathie und Verstehen‘ zieht sich durch alles, was wir machen, ob Schauspielkurse, Inszenierungen oder Theater-im-Business-Projekte. Wir glauben nicht, dass es den ‚bösen Menschen‘ gibt, sondern, dass Menschen falsche Entscheidungen mit negativen Konsequenzen treffen aus Angst oder Ignoranz, während sie aber glauben, dass das, was sie machen, richtig ist. Ubiquity Theatre – und ich glaube, sehr viele andere Kunstorganisationen auch – versucht, den Menschen mehr menschenfreundliche Optionen und Ideen in die Köpfe zu pflanzen, um eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Ende Oktober bin ich meist damit befasst, meiner Tochter ulkige Klamotten zu nähen – oder besser meiner Gattin dabei zuzuschauen – schließlich ist ja auch Halloween. Warum soll ich zu Euch kommen und eben nicht schmunzelnd in meinem Sessel lümmeln?

Weil Nähen lange dauert und das Lümmeln irgendwann kräftig auf die Knochen geht. Und da kommst du dann zu uns –  und hoffentlich viele Andere auch – und triffst Leute, die gemeinsam eine Menge Spaß dabei haben, neue Sachen zu lernen. Die sich manchmal bei uns trauen, was sie sich noch nie getraut haben; die gemeinsam an spannenden Projekten tüfteln und sich immer wieder voller Selbstvertrauen gepflegt zum Ei machen. Die dieses wunderbare Medium Theater mit all seinen Möglichkeiten erleben und manchmal ganz enge Freundschaftsbande schließen. Und schön warm ist es bei uns auch. Und es gibt Tee. So richtig guten.

Danke, Claudia – und grüß mir die Anderen.

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