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Pärchen wegen Kindesmissbrauch vor Gericht

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    Monika G. (42) und Mario W. (42) stehen seit Freitag vor dem Landgericht Leipzig. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, das Kind einer Nachbarin in Leipzig-Heiterblick sexuell missbraucht und Bildaufnahmen ihrer Handlungen weiterverbreitet zu haben.

    Bis Ende 2014 waren Monika G. und Mario W. zusammen. Jetzt sind beide getrennt und sitzen in Untersuchungshaft in Chemnitz und Leipzig, unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern.

    Ende des Jahres 2014 soll das siebenjährige Kind einer Nachbarin in G.’s Wohnung gewesen sein. Sie entkleidete das Mädchen und soll mehrere Bildaufnahmen von ihrem Po und ihren Genitalien angefertigt haben. An einer weiteren Tat war auch ihr damaliger Lebensgefährte, Mario W.,  beteiligt. Durch ein Schlafmittel im Tee soll die Siebenjährige gefügig gemacht worden sein, damit man anschließend abwechselnd zu zweit an den Geschlechtsorganen des Kindes vor einer Kamera manipulieren konnte. Erneut wurden Bilder angefertigt.

    Die Aufnahmen landeten anschließend im Internet. Über diverse Soziale Netzwerke, unter anderem Whatsapp und Skype, verteilten sie sie an verschiedene Kontakte. Einige von ihnen sind bis heute anonym geblieben.

    Laut Anklageschrift sollen sich beide Anfang 2015 zudem gemeinsam weiteres Bildmaterial bersorgt haben, welches sexuelle Missbräuche von Mädchen durch Männer zeigt. Durch die Verwendung des Schlafmittels habe man zudem bereitwillig das Kindeswohl gefährdet und somit eine Körperverletzung begangen. Zu eventuellen einschlägigen Vorstrafen der Angeklagten wollte sich die Staatsanwaltschaft am Freitag nicht äußern.

    Das Kind soll laut der 26-Jährigen Mutter nichts vom sexuellen Missbrauch mitbekommen haben, zumindest habe das Kind nichts gesagt. Erst durch die Polizei hatte die Mutter von der Tat erfahren. Die Angeklagte Monika G. konnte die Anklage augenscheinlich nicht fassen. Sie schüttelte bei den gemachten Vorwürfen immer wieder den Kopf, während sie mit Tränen in den Augen auf der Anklagebank saß. Sie, als auch der Mitangeklagte W., wollten sich am Freitag noch nicht zu den Taten äußern. Ob sie es überhaupt tun, müsste zunächst mit ihren Anwälten abgestimmt werden.

    Der Prozess scheint nicht besonders komplex zu sein, wahrscheinlich aufgrund des vorhandenen Bildmaterials. Insgesamt vier Prozesstermine sind angesetzt. Zwei Termine sollen kurz gehalten werden. Das Gericht wird in den nächsten Wochen allerdings auf Probleme stoßen. Durch die Urlaubszeit und einen eng gestrickten Kalender kündigten sich am Freitag Terminschwierigkeiten an. Die Vernehmung der Geschädigten und die möglichen Einlassungen der Angeklagten müssen im August in den späten Nachmittagsstunden stattfinden.

    Der Prozess wird Ende August fortgesetzt.

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