Was fehlende Polizisten und falsche Drogenpolitik mit Leipzigs Einbruchszahlen zu tun haben

Für alle LeserWenn der Innenminister in Dresden die neuen Zahlen zur Kriminalitätsstatistik in Sachsen vorstellt, dann kommt auch Leipzig jedes Mal drin vor. Eine Gelegenheit, die der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Christian Hartmann, auch dazu nutzte, wieder eine falsche Behauptung in die Welt zu setzen. Leipzig liegt beim Wohnungseinbruch mit mehr als 250 Einbruchsdiebstählen pro 100.000 Einwohner an der Spitze.
Anzeige

„Auch in anderen Deliktbereichen hat sich Leipzig zum Kriminalitätsschwerpunkt in Sachsen entwickelt – trotz der intensiven Arbeit und des zusätzlichen Personals, das die Polizeidirektion Leipzig in den letzten Jahren erhalten hat“, behauptete Hartmann gleich nach der Veröffentlichung der Zahlen am Mittwoch, 29. März. „Hier müssen wir nachsteuern, den Personalansatz und die Strukturen überprüfen. Dabei ist auch die Stadt Leipzig als Polizeibehörde gefragt. Dass eine enge Zusammenarbeit von Polizei und Kommune erfolgreich sein kann, zeigt Dresden.“

Ob es in Dresden anders läuft im Gespräch zwischen Verwaltung und Polizei, darf bezweifelt werden. Aber in Leipzig hat sich das Bashing der Verwaltung in Sachen Sicherheitsfragen seit der missglückten OBM-Kür des CDU-Kandidaten Horst Wawrzynski, der seinerzeit Polizeichef war, regelrecht institutionalisiert.

Wenn die Zahl der Straftaten steigt, gibt es von der CDU jedes Mal den Fingerzeig auf OBM und Verwaltung, gekoppelt mit der Behauptung, die Stadt selbst tue zu wenig, um die Kriminalität in den Griff zu bekommen.

Doch Hartmanns Behauptung vom „zusätzlichen Personal, das die Polizeidirektion Leipzig in den letzten Jahren erhalten hat“, ist schlichtweg falsch.

Im September 2016 haben wir die Zahlen zur Polizeidirektion Leipzig einmal grafisch aufgearbeitet. Sie stammen direkt aus einer Landtagsanfrage des innenpolitischen Sprechers der Linken, Enrico Stange.

Danach ist der Polizeibesatz im heutigen Polizeibezirk von 2.788 Beamten immerfort gefallen – auf 2.632 Beamte im Jahr der Verkündung der völlig missglückten „Polizeireform 2020“ und auf 2.541 im Jahr 2016. Und das, obwohl allein die Bevölkerung der Stadt Leipzig in dieser Zeit von 510.512 auf über 579.000 angewachsen ist.

Kein Einzelfall: Überall in Sachsen wurden Polizeidienststellen zusammengelegt und Stellen abgebaut. Und das Ergebnis ist 1:1 in der Polizeistatistik ablesbar: Die Aufklärungsquote ist die ganze Zeit gesunken – von 58,4 auf mittlerweile 55,8 Prozent.

Logisch, dass Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung nun im Jahresrhythmus mehr Polizisten für Leipzig fordert. Denn er wird von Politikern der CDU permanent für die Kriminalitätszahlen in Leipzig angefeindet. Dabei ist auch Innenminister Markus Ulbig klar, dass nicht das Leipziger Ordnungsamt dafür eingesetzt werden kann, die Zahl der Wohnungseinbrüche aufzuklären. Dazu braucht es eine besser ausgestattete Polizei. Denn in vielen Fällen hat man es – es ging ja oft genug durch die Presse – mit organisierten Einbrecherbanden aus dem Ausland zu tun.

Entwicklung der Wohnungseinbrüche in Sachsen. Grafik: Freistaat Sachsen, SMI

Entwicklung der Wohnungseinbrüche in Sachsen. Grafik: Freistaat Sachsen, SMI

Das Innenministerium selbst meldet: „Im Jahr 2016 ist die Anzahl der Wohnungseinbruchsdiebstähle in Sachsen um zehn Prozent auf 4.684 (2015: 4.257) gestiegen. Die Aufklärungsquote lag bei knapp 20 Prozent. Die sächsische Polizei konnte insgesamt 834 Wohnungseinbrecher ermitteln. Das sind etwa drei Prozent mehr als noch 2015. Jeder fünfte Tatverdächtige war ein Ausländer. Die Personen stammten überwiegend aus Tunesien, Tschechien und Georgien.“

Dafür will Ulbig ja sein Wunsch-Spielzeug „PreCops“ einsetzen, das aber auch nichts nutzt, wenn es keine gut besetzte Ermittlungseinheit gibt.

Christian Hartmann fordert dazu zumindest etwas Sinnvolles: „Um das Problem der Wohnungseinbrüche in den Griff zu bekommen, brauchen wir eine Koordinierungsstelle beim Landeskriminalamt, die den intensiven Informationsaustausch zwischen dem Bundes- und den einzelnen Landeskriminalämtern sicherstellt. Nur so können länderübergreifend Informationen gesammelt, abgeglichen und ausgewertet werden, um Bandenstrukturen besser erkennen und Ermittlungen gezielter koordinieren zu können.“

Aber nicht für alle Wohnungseinbrüche sind reisende Einbrecherbanden verantwortlich. Oft genug steckt dahinter auch ganz hiesige Beschaffungskriminalität. Und da fällt Leipzig eben nicht auf, weil es so reich ist und die Einbrecher so viel gewinnen können. Da spielt unübersehbar die sachsenweit höchste Armutsquote eine Rolle, genauso wie die gnadenlose Sanktionspolitik des Jobcenters. Und noch etwas kommt hinzu, ein Feld, auf dem Sachsens Polizei ebenfalls Rückschritte verzeichnen musste: Die Zahl der Rauschgiftdelikte ist seit 2015 scheinbar zurückgegangen – von 10.481 Fällen im Wahljahr 2014 auf 9.819 Fälle im Jahr 2016.

Aber auch Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz betont immer wieder, dass diese Fälle vor allem vom verstärkten Einsatz der Polizei erzählen. Wenn die Polizei seltener Kontrollen durchführt, sinkt die Zahl der erfassten Rauschgiftdelikte.

Ab 2009 hatte man – gerade im Zusammenhang mit dem Aufkommen von Crystal – die Zahl der Kontrollen massiv verstärkt und Jahr um Jahr die Fallzahlen gesteigert. Aber wer weniger Personal hat, kann weniger Komplexkontrollen durchführen (und dabei meist nur die kleinen Fische greifen). Die gesunkenen Fallzahlen erzählen also nicht davon, dass es weniger Rauschgiftkriminalität gibt, sondern dass die Polizei weniger Tatverdächtige fängt. Deswegen stimmt nicht, was das SMI formuliert: „Deutlich gesunken sind die Straftaten im Zusammenhang mit der Droge Crystal.“

Über die Straftaten weiß die Polizei ja nichts. Sie kann nur die Straftaten zählen, die sie registrieren konnte, der Rest ist das mehr oder minder große Dunkelfeld. Verschiebt sich also in der Polizeipraxis der Fokus, kommt es zu sinkenden oder steigenden Zahlen in verschiedenen Dekiktbereichen.

Eine andere Stelle, wo man den Druck offensichtlich hoch hielt: „Schwerpunkt polizeilicher Kontrollen sind insbesondere Händler- und Schmugglerstrukturen mit dem Ziel, möglichst viele Suchtmittel vom Markt fernzuhalten. So konnten im Jahr 2016 beispielsweise fast 15 Kilogramm Crystal und 114 Kilogramm Marihuana sichergestellt werden“, lobt sich das SMI.

Aber wer auf diese Weise versucht, „Suchtmittel vom Markt fernzuhalten“, der verknappt das Angebot. Der sorgt dafür, dass Rauschmittel teurer werden.

Und jeder Polizeianwärter kann sich mit dem Taschenrechner ausrechnen, was das heißt: Der Druck auf die Süchtigen wächst, sich das nötige Geld für ihre Sucht zu beschaffen. Logische Folge: die Diebstahl- und Einbruchkriminalität steigt. Genau das ist es, was aus der Polizeistatistik ablesbar ist.

Hier immer wieder dreist zu fordern, die Stadt Leipzig solle diesen harten und letztlich dummen Kurs mitfahren, erhöht nur die Kriminalitätsrate. Denn senken kann man sie nur, indem man für die Süchtigen Angebote schafft, aus ihrer Sucht möglichst auszusteigen. Dass führende Polizeigewerkschafter oder ehemalige Polizeipräsidenten immer wieder mal offen ansprechen, gerade die Verfolgung sogenannter weicher Drogen wie eben Marihuana zurückzufahren, um knappe Polizeistrukturen anderweitig einzusetzen, hat mit einer in Sachsen fehlenden Einsicht zu tun:

Man begreift die Zusammenhänge nicht. Nachzulesen mal wieder in der derzeitigen Darstellung des sächsischen Innenministeriums zu den erfassten Deliktzahlen aus dem Jahr 2016.

In eigener Sache: Lokaler Journalismus in Leipzig sucht Unterstützer

https://www.l-iz.de/bildung/medien/2017/03/in-eigener-sache-wir-knacken-gemeinsam-die-250-kaufen-den-melder-frei-154108

 

Drogen-/BeschaffungskriminalitätWohnungseinbruchskriminalitätKriminalstatistik
Print Friendly, PDF & Email
 
Ein Kommentar


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Theater und Film: SRBENKA und die langen Schatten des Kroatienkrieges
Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Im MIttelpunkt des kroatischen Filmes SRBENKA stehen die Proben zum Stück „Alexandra Zec“ (2014) des Theaterregisseurs Oliver Frljić, der wie kein anderer Theaterschaffender in Kroatien polarisiert. Es geht um die Ermordung eines zwölfjährigen serbischen Mädchens und ihrer Familie 1991 in Zagreb. Schnell gefunden, wurden die Täter nie verurteilt.
Das letzte, verrückte Jahr der DDR und der Weg zur Einheit (7): Streit um das Erbe der DDR nach 1990
© gemeinfrei

© gemeinfrei

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 84, seit 23. Oktober im HandelHaben Sie schon mal den Namen Ireneo Funes gehört? Nein? Er ist der Protagonist in „Das unerbittliche Gedächtnis“, einer Erzählung des argentinischen Schriftstellers Jorge Luis Borges von 1942. In der Geschichte verliert jener Funes, ein 19-jähriger Dörfler, nach einem Sturz seine Fähigkeit zum Vergessen. Jeden fremdsprachigen Text, jede Beobachtung aus seinem Alltag, jedes Gesicht kann der gelähmte Gaucho nun bis ins Detail aus seinem Gedächtnis abrufen. Es geht nicht lange gut. Mit gerade einmal Anfang 20 ereilt den armen jungen Mann der einsame Tod.
Dienstag, der 27. Oktober 2020: Leipzig verschärft die Corona-Regeln deutlich
Oberbürgermeister Burkhard Jung. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserBis vor einigen Tagen war Leipzig stets im „grünen Bereich“ unterhalb eines Inzidenzwertes von 20. Doch dann hat die Stadt schnell die 35er-Marke geknackt. Als Konsequenz hat die Verwaltung heute deutliche Verschärfungen der Corona-Maßnahmen angekündigt. Außerdem: Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsident/-innen könnten morgen einen Lockdown beschließen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 27. Oktober 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Neue Tanzproduktion „Schule des Wetters: Schnee“ feiert am 4. November Premiere
Theater der Jungen Welt. Foto L-IZ.de

Foto L-IZ.de

Das Theater der Jungen Welt feiert im November die zweite Tanz-Premieren dieser Spielzeit: „SCHULE DES WETTERS: SCHNEE“. Sehnsucht nach weißen Weihnachten? Das TDJW holt die „weiße Pracht“ ins Haus und macht einen winterlichen Winter möglich: ob leichter Schneefall oder wildes Flockengestöber – das Ensemble wird mit dem Publikum eine frostig-schöne Allianz eingehen.
„Ich mache das, weil ich den Fußball liebe!“: Das große LZ-Interview mit Almedin Civa, Trainer des 1. FC Lok Leipzig
Almedin Civa löste im Sommer Wolfgang Wolf als Trainer des 1. FC Lok ab. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 84, seit 23. Oktober im HandelObwohl Almedin Civa erst seit dem 1. Juli Trainer des 1. FC Lok ist, hat er der 1. Mannschaft schon eine klare Handschrift gegeben. Die Vorbereitung war mit drei Wochen kurz, die Ausgangslage nach dem verpassten Aufstieg schwer. Dennoch befindet sich Lok im oberen Tabellen-Mittelfeld und Spieler und Verantwortliche sind mit der Verpflichtung Civas sehr zufrieden. Der gebürtige Bosnier spricht im ersten großen Interview in der LZ allerdings nicht nur über Lok, sondern auch über seine Heimat, Krieg und die Scheinheiligkeit der Champions League.
Ein kleines, großes Zeichen aus dem Leipziger Stadtrat: Sieben Stadträt/-innen beantragen die Aussetzung der Erhöhung der Aufwandsentschädigung
Der Stadtrat tagt im Neuen Rathaus. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserCorona geht an die Substanz. Auch an die Substanz eines städtischen Haushalts. Mit einem 57-Millionen-Euro-Defizit rechnet Leipzigs Finanzbürgermeister Torsten Bonew in diesem Jahr. In den nächsten beiden Jahren könnten 153 Millionen und 130 Millionen Euro fehlen. Jetzt schlagen mehrere Stadträt/-innen aus mehreren Fraktionen vor, die Aufwandsentschädigungen für ihre Arbeit in den nächsten zwei Jahren nicht zu erhöhen.
Finissage am Sonntag: „Andere Ansichten“ – Malerei & Skulptur
© Gerlinde Oppermann

© Gerlinde Oppermann

Am Sonntagnachmittag geht diese schöne Ausstellung zu Ende. Doch Sie haben noch die Möglichkeit an diesem Tag die Werke in der art Kapella zu erleben. Kommen Sie mit dem Kurator Axel Görig ins Gespräch und das selbstverständlich mit dem nötigen räumlichen Abstand.
AWO Sachsen schlägt Alarm: Eine Kürzung in den Schuldnerberatungsstellen wäre jetzt unverantwortlich
Ein kleines bisschen Geld. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs kam gar nicht gut an, als mit den beginnenden Haushaltsverhandlungen in der Regierungskoalition auf einmal Forderungen zu Kürzungen im Sozialbereich aufkamen. Das würde zum Beispiel auch die Finanzierung der 15 Schuldnerberatungsstellen der AWO betreffen. Und das in einer Zeit, wo – coronabedingt – deutlich mehr Sachsen in Einkommensprobleme und Finanzierungsschwierigkeiten rutschen. Menschen, für die niemand streikt. Machtlose Menschen.
Wie geht es jetzt weiter im Gebiet zwischen Volkmarsdorf und Bahngelände?
Das Gebiet der Schulze-Delitzsch-Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWie weiter im Norden des Leipziger Ostens? In jenem Gebiet, das noch heute von seiner engen Verbindung mit der Bahn und dem Gleisvorfeld des Hauptbahnhofs berichtet, das heute aber eher aussieht wie ein Fransenteppich mit Löchern. Auch hier könnte doch endlich eine ordentliche Bauleitplanung dafür sorgen, dass dieses Gebiet zu einem lebendigen Teil der Stadt wird, beantragte die Grünen-Fraktion im Juni. Jetzt bekommen die Grünen Schützenhilfe von der CDU-Fraktion, auch wenn alles ein bisschen komplizierter ist.
NABU Sachsen kritisiert: Der Europäische Green Deal droht zur Bruchlandung zu werden
Rapsfeld bei Leipzig. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserWie viele Entscheidungen gab es eigentlich in der letzten Zeit, bei denen die politischen Gremien endlich verantwortungsvoll auf Klimakrise und Artensterben hätten reagieren können? Und jedes Mal geriet das Ganze zur Farce, setzen sich die alten, finanzstarken Lobbygruppen durch. So auch bei der Abstimmung zur EU-Agrarpolitik, die auch die nächsten Jahre den Löwenanteil der GAP-Gelder in eine klimazerstörende Landwirtschaftspraxis fließen lässt. Der NABU Sachsen ist entsetzt.
Szenenmacher: Wie sehr sich Regie und Schauspiel seit Wagners Tod tatsächlich verändert haben
Katharina Wagner, Holger von Berg, Marie Luise Maintz (Hrsg.): Szenenmacher. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserZum Glück bin ich kein Wagnerianer. Ich muss den großen „Meister“ nicht verteidigen. Ich muss auch nicht Meister zu ihm sagen. Und ich muss auch keine Partei ergreifen im Streit um Neu-Bayreuth oder gar die Unantastbarkeit von des „Meisters“ Werk. Obwohl: Jetzt, da ich diesen neuen Band zum „Diskurs Bayreuth“ gelesen habe, darf ich.
Ausstellung: Seilakt III – VI: On A Razor’s Edge
Fumi Kato, Die Schlange, 2020, Privatbesitz, © Künstler

© Künstler

Das MdbK zeigt in Kooperation mit den Klassen Intermedia und Bildende Kunst der Fachrichtung Medienkunst der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) eine Gruppenausstellung, in der sich die Studierenden mit Werken des Mittelalters und der frühen Neuzeit auseinandersetzen. Die ersten beiden Positionen der Ausstellungsreihe „SEILAKT“ wurden 2019 im Personenaufzug des MdbK gezeigt.
Zum Geburtstag gibt’s Eis: Icefighters erhalten Zulassung für Spielbetrieb und Mietvertrag für Kohlrabizirkus
Die Icefighters sind zurück im Kohlrabizirkus. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 84, seit 23. Oktober im HandelEinen 10. Vereins-Geburtstag stellt man sich schon ziemlich toll vor: Party-Hütchen, Luftschlangen und immer eine handbreit Sekt im Glas. Viele Gäste, beschwingte Festreden und der verklärte Blick auf die zurückliegenden Jahre. Auf all das mussten die Icefighters Leipzig in diesem Jahr leider verzichten. Corona und der ungewisse Blick in die Zukunft sprengten die schönsten Party-Pläne.
Montag, der 26. Oktober 2020: Einigung im Tarifstreit und ein plötzlicher Tod
Thomas Oppermann (SPD) starb unerwartet am Sonntag, den 25. Oktober 2020. Foto: Foto: SPD / Susie Knoll

Foto: SPD / Susie Knoll

Für alle LeserIn Sachsen hat es heute viele Reaktionen auf Nachrichten von der Bundesebene gegeben. Während die Einigung bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst für Erleichterung sorgte, rief der unerwartete Tod des SPD-Politikers Thomas Oppermann parteiübergreifend Bestürzung hervor. Außerdem: Leipzig hat eine Online-Umfrage zur Markthalle gestartet. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 26. Oktober 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Weltrekorde am laufenden Band: Marcus Schöfisch attackiert den 50-Kilometer-Rekord auf dem Laufband
Marcus Schöfisch: Das große Ziel bleibt aber Olympia. Foto: privat

Foto: privat

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 84, seit 23. Oktober im HandelDas große Ziel von Marcus Schöfisch war es, sich dieses Jahr auf der Marathonstrecke für die Olympischen Spiele in Tokio zu qualifizieren. Dann kam Corona und alles ganz anders. Der Langstreckenläufer musste sein Trainingslager in Südafrika abbrechen und Mitte März vorzeitig nach Leipzig zurückkehren. Aus sportlicher Sicht war die Enttäuschung groß, denn bereits im Vorjahr musste der Deutsche Meister von 2016 verletzungs- und krankheitsbedingt auf Marathon-Wettkämpfe verzichten.