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42-Jähriger wegen Mordes an Sophia Lösche zu lebenslanger Haft verurteilt

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    Tagelang suchten im Juni 2018 die Bekannten und Familienmitglieder von Sophia Lösche nach der 28-jährigen Studentin. Sie war auf dem Weg von Leipzig nach Bayern verschwunden. In Spanien fanden Ermittler schließlich ihre Leiche. Am Mittwoch, den 18. September 2019, hat das Landgericht Bayreuth einen 42-Jährigen wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach dem Verbrechen hatte es rassistische Hetze und massive Kritik an der Polizei gegeben.

    Das Landgericht Bayreuth hat einen 42-jährigen Mann wegen Mordes und gefährlicher Körperverletzung an Sophia Lösche zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Lastwagenfahrer hatte die Tat vor Gericht gestanden. Die Verteidigung des Angeklagten hatte lediglich für eine mehrjährige Haftstrafe wegen Totschlags plädiert.

    Aus Sicht des Gerichts und der Anklage hat der Täter die 28-jährige Tramperin mehrmals mit einem Radmutterschlüssel geschlagen. Den tödlichen Schlag soll er ihr mehrere Minuten später versetzt haben. Vorausgegangen war offenbar ein Streit zwischen beiden, weil der 42-Jährige angeblich sexuelle Handlungen wollte. Dass es zusätzlich zu einem Sexualverbrechen gekommen war, ließ sich laut Gericht nicht nachweisen.

    Die Studentin war im Juni 2018 auf dem Weg von Leipzig nach Bayern. An einer Autobahn war sie in einen Lkw gestiegen und anschließend spurlos verschwunden. Die Leiche der jungen Frau tauchte später in Spanien auf.

    Das Verbrechen sorgte bundesweit für Aufsehen. So hatten Bekannte und Familienmitglieder der Verschwundenen teilweise unabhängig von der Polizei öffentlich nach ihr gesucht. Später gab es Vorwürfe, dass die Beamten fehlerhaft ermittelt und die Aussagen der Verwandten nicht ernst genug genommen hätten.

    Zudem nutzten Rechtsradikale den Fall für rassistische Hetze. So war beispielsweise ein Foto von Lösche auf einer Demonstration in Chemnitz zu sehen – dargestellt als eines von vielen Opfern von Gewalt durch Ausländer. Lösche selbst engagierte sich für Geflüchtete. Nachdem sich Familienmitglieder öffentlich gegen die rechte Hetze ausgesprochen hatten, erhielten sie Beleidigungen und Morddrohungen.

    Trauergottesdienst für getötete Studentin Sophia L.

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