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Kleine Fische: Zollaktion auf der Eisenbahnstraße

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    Das Spannendste an der groß angelegten Razzia am Abend des 12. November 2019 dürften am Ende wohl die eingesammelten Telefone, Computer und Speichermedien sein. Diese sollen nun ausgewertet werden, so das LKA Sachsen zum Abschluss der Aktion, welche seit 17 Uhr zeitgleich in Leipzig, Grimma und Thüringen stattfand. Der Rest der Erkenntnisse vor allem auf der Eisenbahnstraße blieb eher mager.

    Wer an der Kneipenmeile entlang der Eisenbahnstraße vermutet hatte, dass angesichts der Schwerpunkte der Aktion des LKA Sachsen, dem Hauptzollamt Dresden, der Polizeidirektion Leipzig samt Bereitschaftspolizei und der Steuerfahndung Leipzig unzählige Schwarzarbeitsdelikte auftauchen würden, hat nun eine Zahl der „Stichprobe“ vom 12. November.

    „Die Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Dresden befragten 42 Personen zu ihren Beschäftigungsverhältnissen. Dabei lag der Schwerpunkt vor allem auf Handels- und Gastronomiebetrieben. Im Rahmen der Prüfungen wurden insgesamt ein Strafverfahren und in sieben Fällen Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.“, so das LKA.

    Mindestens 20 Objekte hatten die Beamten in Leipzig im Laufe des Abends unter die Lupe genommen, direkt vor Ort war vor allem eine Shishabar offenbar der dickste Fisch. Hier „stellte der Zoll 14,6 Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifentabak sicher. Gegen den Inhaber der Bar wurde ein Steuerstrafverfahren eingeleitet.“ Im Bereich aufgefundene Drogen bewegten sich die Zahlen hingegen im Grammbereich, auch wenn quasi alles dabei war, was so an üblichen Drogen bekannt ist.

    Neben den Telefonen, Computern, diversen Speichermedien und Bargeld trafen die Beamten auf Anabolika und Betäubungsmittel. Laut LKA Sachsen „mehrere 100 Gramm verschiedener Substanzen, darunter Crystal, Kokain und Cannabis.“. Dass es sich nicht um eine gezielte Fahndungsaktion gehandelt hatte, wurde bereits vor Ort klar. LKA-Sprecher Bernhardt hatte die Aktion eher als „Präsenz zeigen“ eingeordnet, große „Haie“ waren demnach eher nicht zu erwarten gewesen.

    Alle „sichergestellten Beweismittel bedürfen nun der weiteren Auswertung. Die Ermittlungen der jeweils zuständigen Behörde dauern an.“, so die Beamten abschließend. 300 Beamte waren an der Aktion beteiligt, 26 Objekte wurden insgesamt in Thüringen, Grimma und Leipzig aufgesucht, entlang der Eisenbahnstraße waren über Stunden quergestellte Polzeieinsatzfahrzeuge auf den neuralgischen Kreuzungen zu sehen gewesen.

    Razzien in der Eisenbahnstraße, Grimma und Thüringen

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