Wer ist systemrelevant? Und für welches System?

Für alle LeserHallo Ihr da draußen, Ihr „Normalos“, wisst Ihr überhaupt, dass Autist/-innen Euch so nennen? – Warum? – Na, weil Eure neuronalen Gehirnstrukturen und Euer Verhalten als „normal“ gelten. Autisten hingegen werden als „unnormal“ und „asozial“ empfunden. Die meiste Zeit verbringen viele von ihnen in ihren eigenen vier Wänden. Händeschütteln ist den meisten ein Graus, ebenso wie Umarmungen, Küssen usw. was nicht heißt, dass wir es nicht zuließen, vor allem dann nicht, wenn wir selbst gar nicht wissen, dass wir dem Spektrum angehören oder uns nicht „outen“ wollen.
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Wie schlecht es uns in solchen Situationen erzwungener körperlicher Nähe gehen kann, wissen nur wir selbst, denn es ist schwer für uns, anderen mitzuteilen, was in uns vorgeht.

In Foren tauschen wir uns untereinander aus. Dort dürfen wir offen und frei „reden“, nein, schreiben, was den meisten von uns leichterfällt. In Foren können wir auch unser Befremden über das Verhalten von Euch „Normalos“ miteinander teilen. Wir verstehen Euch schon in Zeiten ohne Corona nicht, aber gerade kennt unser Erstaunen keine Grenzen. Unser von Euch normalerweise als „asozial“ empfundenes Verhalten, das mit der für uns „normalen“ extremen Überreizung unserer Nervenzellen zusammenhängt, ist auf einmal vorbildlich und hat zudem einen neuen Namen erhalten: „Social Distancing“.

Und noch ein neues Wort lernen wir dieser Tage, und dazu habe ich etwas geschrieben. Ich schreibe gerne und viel, doch dann zerreiße ich alles wieder und werfe die klitzekleinen Schnipsel in den Mülleimer, den mein Mann dann in die Papiertonne entleert. Wer will schon wissen, was in mir vorgeht? Ich schäme mich für mein Verhalten, für das, was ich fühle und denke! Ich schäme mich für das, was ich bin! Ich wusste schon als Kind, dass ich „verrückt“ bin.

Doch würdet Ihr mir auf der Straße begegnen, Ihr würdet nicht mitbekommen, dass ich nicht „normal“ bin. Vielleicht sind wir uns sogar schon mal begegnet, oder Ihr wohnt sogar Tür an Tür mit mir.

Gestern habe ich beschlossen, Mut zu zeigen, und das, was ich geschrieben habe, nicht zu zerreißen, sondern mit Euch zu teilen.Was habe ich jetzt noch zu verlieren, nicht viel, höchstens mein Leben?!

Ich möchte stellvertretend sprechen für alle, die schon in Nicht-Corona-Zeiten keine Stimme haben und die zur Zeit völlig vergessen werden.

Entschuldigt, wenn meine Sätze manchmal zu lang und verschachtelt sind, meine Gedanken hin- und herspringen, vielleicht der rote Faden verloren geht. Mit diesem Gehirn muss ich mein Leben lang klarkommen, vielleicht aber auch nicht mehr lange, denn niemand kann wissen, ob sein Gehirn das Virus überlebt. Doch nun zu meinem Text, an dem ich gestern den ganzen Tag und auch heute noch mal ein paar Stunden gearbeitet habe.

Wer ist systemrelevant? Und für welches System?

Ich weiß es schon lange, und ebenso lange leide ich darunter. Ich gehöre in dieser Gesellschaft nicht zu denen, die etwas zu sagen haben oder wichtig sind.

Ich wäre schon dankbar, könnte ich das Gefühl haben, dazuzugehören.

Meine „anormalen“ Gehirnstrukturen und vielfältigen psychischen Beeinträchtigungen haben mir eine Berufstätigkeit nicht möglich gemacht. Ich habe mich 13 Jahre durch die Schule gequält und das Abitur mit der Note 2,5 bestanden. Ich habe ein Blatt Papier, das für mich so gut wie keinen Wert hat. Darauf steht, dass ich die Anerkennung zur Staatlichen Erzieherin erworben habe. Ich habe sogar ein paar Semester Psychologie studiert. Genutzt hat mir das alles nichts.

Schon die geläufigen Worte für das, was ich bin, verletzten mich sehr: Seelisch behindert, psychisch krank, erwerbsunfähig, nicht leistungsfähig, arbeitsscheu und faul. Mir hat mal jemand verächtlich ins Gesicht gesagt, ich ließe mich von meinem Mann „aushalten“, weil ich kein Geld nach Hause bringe.

Seit wenigen Tagen kenne ich ein weiteres Wort für das, was ich bin: NICHT SYSTEMRELEVANT!

Tröstet es mich, dass ich dieses Schicksal nun mit Tausenden oder gar Millionen neu Hinzugekommenen teile, die sich bisher nicht als solche ansahen? Erzieher/-innen zum Beispiel, also jene Berufsgruppe, für die ein Papier mich als befähigt ausweist, und die bis vor kurzem noch überall gesucht wurden. Von heute auf morgen – nicht systemrelevant – bis auf einige wenige.

Doch welches System gilt da als Maßstab?

Nach meiner Ausbildung blieb ich zu Hause und begleitete meine Kinder ins Leben, mit einem Bruchteil der staatlichen Unterstützung wie sie heutigen Eltern zuteil wird, obwohl selbst die heutige Unterstützung in keiner Weise der Lebensleistung von Eltern angemessen ist. Meinen Lebensunterhalt bestreitet nach wie vor mein Mann für mich. Meine Mütterrente reicht nicht mal für die Krankenkasse, obwohl ich vier Kinder ins Leben begleitete.

In Notzeiten war ich stets zur Stelle, um meine Familie zu unterstützen, so gut ich es vermochte. Egal, wo ich gerade war, was ich gerade vorhatte. Ich bin in den nächsten Zug gestiegen und zu dem meiner Kinder gefahren, das gerade in Not war, oder auch zu meinen Eltern, wenn sie mich brauchten.

Wir haben einige Schicksalsschläge gemeinsam gemeistert. Ich hatte Vertrauen in die Tragfähigkeit dieses meines kleinen Systems. Die Familie ist das einzige, was mich bisher trug. Ja, auch wenn Ihr es Euch vielleicht nicht vorstellen könnt, es gibt Menschen, die haben nur ihre Familienangehörigen – sonst niemanden, und viele haben nicht mal die.

Doch auch die Familie ist in Zeiten von Corona nicht mehr system-relevant. Der Hausstand zählt. Und üben Eltern einen für die Gesellschaft relevanten Beruf aus, ist ihre wichtige Funktion für den Erhalt ihres kleinen Systems, für ihre kleinen Kinder, zweitrangig. Sie sind ja auch nicht so gefährdet, nach bisherigem Wissensstand. Der kann morgen schon anders sein. Meine Kinder und tausend weitere Eltern müssen den Laden am Laufen halten, auch ohne Mundschutz – der Verkauf eines solchen – inzwischen ein Geschäftsmodell zum Reichwerden.

Die Fittesten und Schnellsten haben mal wieder die Nase vorn. Ich habe im Geschichts- und Biologieunterricht aufgepasst. Du auch?

Und wie der Familie ergeht es vielen weiteren Systemen. Sie erfahren gerade das, was auch sie schon lange ahnten. Doch nun haben sie es schwarz und weiß lesen können: Auch ihr Einsatz ist nicht system-relevant. Oft werden diese Institutionen von Menschen getragen, die wenig bis gar nichts davon vom Staat erhalten, weil die Adressaten noch nie für das Große System relevant waren oder werden könnten.

Ich denke dabei an Beratungsstellen für Flüchtlinge, Aids-Erkrankte, Therapeutische Einrichtungen, Obdachlosenhilfen. Von meiner Tochter weiß ich, dass die Flüchtlinge manchmal ein Jahr auf ein Beratungsgespräch warten müssen, und nun – einfach abgesagt. Nicht relevant genug so ein Gespräch? Videoschalte?? Welcher Träger hätte dafür Mittel??? Da bräuchte es Rettungsschirme auf beiden Seiten. Wird es die geben?

Versteht mich nicht falsch. Ich höre den Virologen zu, verstehe den Sinn und Zweck der Maßnahmen und stehe voll und ganz dahinter. Darum geht es mir nicht. Ich hielt schon Abstand, als andere nach dem Skifahren die Bars aufsuchten oder ins Stadion gingen und ich blieb auch schon FREIWILLIG zu Hause, als andere noch Corona-Parties feierten.

Was mich wütend macht, nein, mir wird richtig schlecht, wenn es in den Medien viel zu oft nur um Milliarden-Summen zur Unterstützung von Großkonzernen oder den Stand der Aktienmärkte geht. Und bis zur Absage der Sommer-Olympiade hat es auch reichlich lange gedauert. Für welches System die wohl relevant ist? Vielleicht für das des Coronavirus ?

Auf einmal haben alle Oma und Opa lieb und wollen nur deren Bestes! Ich empfinde das als verlogen! Es macht mich wütend, nein, eigentlich unsäglich traurig. Denn ich muss an meine Eltern denken, die im vergangenen Jahr im Pflegeheim gestorben sind. Es gab Tage, vor allem am Ende des Monats, da haben sie wieder Hunger gehabt, ich hoffe wenigstens, nicht ganz so stark wie in ihrer Kriegskindheit. 15 Stunden Warten auf die nächste Mahlzeit, … im Pflegeheim ganz normal.

Im Internet konnte ich dafür nachlesen, wie viel Rendite den Anlegern ausbezahlt wurde, erwirtschaftet durch Unterbezahlung des Pflegepersonals und Sparen am Essen meiner Eltern.

Und wer weiß schon, dass dem Coronavirus am 21. März auch der Tag des Down-Syndroms zum Opfer fiel? Die Absage war wohl nötig und richtig, aber für die Betroffenen wäre es um ein lebenswichtiges Thema gegangen. Hast Du mal versucht, Dich in ihre Situation hineinzufühlen? Wie würde es Dir gehen, wüsstest Du, dass Dein So-Sein nicht als lebenswert angesehen wird? Ich weiß, wie sich das anfühlt. Beim Autismus allerdings stoßen die Forscher bei ähnlichen Planspielen auf Schwierigkeiten, zu viele Gene sind beteiligt.

Der plötzliche Umschwung in unserer Gesellschaft, die plötzliche Sorge um Oma und Opa, Worte der Anerkennung für Pfleger/-innen, Verkäufer/-innen … mir kommt das sehr unehrlich vor, habe ich doch bisher anderes gesehen und erlebt. Bekommen in Wahrheit nicht immer mehr einfach nur Angst, dass für sie kein Platz mehr sein könnte auf der Intensivstation oder an der Beatmungsmaschine, sollten sie sie brauchen?

Bisher hat das niemanden interessiert, wie lebenswert ich das Leben in dieser Gesellschaft finde. Will ich überhaupt noch 20 oder gar 30 Jahre leben, wo meine Kinder sowieso längst ihr eigenes kleines System haben, und ich die Hoffnung, in dieser Gesellschaft noch mal irgendwo einen Platz für mich zu finden, längst aufgegeben habe?

Auf dem Spaziergang im Wald heute bin ich immerhin noch einigen Menschen begegnet, doch nur eine einzige Frau wagte es, mir zuzulächeln. Bisher war ich für meine Mitmenschen nur „unsichtbar“, doch nun werde ich zur „tödlichen Gefahr“, wie ich an ihrem Ausweichen, dem Wegsehen, den starren Gesichtsausdrücken ablesen kann. Man könnte sich auch auf 2 Meter Distanz einen freundlichen Blick gönnen – der Mund darf dabei ja gerne zubleiben.

Ab und zu ein freundliches Wort zwischen Unbekannten war nahezu der einzige Sozialkontakt, den ich in dieser Stadt hatte, die Bücherei ein Zufluchtsort, wenn mir die Decke auf den Kopf fiel, oder auch das wunderbare Cafe Oink am Heine-Kanal.

Und ich frage mich bang, wird es die Krise überstehen?

Dabei weiß ich, dass meine Probleme „Luxus“-Probleme sind gegen die von anderen Autist/-innen, die nicht wie ich zu den Hochfunktionalen zählen. Wenn ihr Tagesablauf durchbrochen wurde, weil die Einrichtungen, in die sie täglich gehen, corona-bedingt schließen mussten, kann es sein, dass jahrelange therapeutische Fortschritte von heute auf morgen verloren gehen und die Betroffenen mit ihren Familien in schwere Krisen stürzen.

Werden am Ende in der Statistik außer Todeszahlen, Geldbeträgen auch die Schicksale der einzelnen Menschen und die „unsichtbaren“ Schäden in den Seelen vieler auftauchen, wenn es beim Kampf um die Ressourcen um mehr geht als nur Klopapier ?

Zur Zeit habe ich vor allem Angst vor der Gesellschaft „nach Corona“, falls ich sie erleben sollte.

Oder sollte es tatsächlich eine bessere für uns werden, in der „Inklusion“ nicht nur ein Wort mit 9 Buchstaben ist, sondern überflüssig wird? Mit dem Wahrnehmen der Lebensrealität anderer Menschen fängt es an. Vielleicht konnte ich mit meinen Zeilen einen kleinen Beitrag dazu leisten.

Ich danke Euch für’s „Zuhören“! Bleibt alle schön gesund!

CoronavirusCoronakriseAutismus
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