Tanners Interview mit dem SF-Schriftsteller Henning Hesse

Sich mit Schriftstellern, die auch noch wirkliche Geschichten erzählen, zu unterhalten, ist Tanner meist ein Genuss. Bei den Recherchen zum Gespräch mit Henning Hesse kam davor auch noch der Genuss des Lesens eines Buches dazu. Am Ende von Tag und Nacht. Und so ist Tanners letztes Interview für die Leipziger Internetzeitung noch einmal ein Ausredenlassen und Nachfragen über die wichtigen Themen des Miteinanders. Die Liebe. Die Vernunft. Und die Menschlichkeit.
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Einen friedlichen Tag wünsch ich Dir, Henning Hesse. Ich habe gerade Deinen SF-Roman „Am Ende von Tag und Nacht“ gelesen. Ein faszinierendes Buch mit einer Sicht ins Morgen, die sehr sehr viel mit dem Heute zu tun hat. Es geht um Rassismus, Abschottung, Faschismus, Verantwortung. Und es geht um das grausame Menschsein. Ein dystopisches Buch. Welche Momente trieben Dich in diese Geschichte, Henning?

Ein starker Motivator für meine Auseinandersetzung mit der Rassismus-Thematik war die Ausgrenzung und Stigmatisierung, die ich zurzeit des Schreibens am eigenen Leib erfahren hab, während ich als Lagerarbeiter im Ausland tätig war. Noch davor trieb mich allerdings die Liebesthematik in die Geschichte, die Du jetzt nicht erwähnt hast. Ein Inhalt des Romans ist die Beziehung eines Paares aus verfeindeten Gesellschaftsteilen, die sich trotz aller Hindernisse – rassistischer Übergriffe etc. – lieben. Wenn man will, eine Art „Romeo und Julia“-Thematik. … Düstere Themen brauchen, finde ich, immer einen Gegenpol. Diesen Ausgleich zu finden, hat mir Spaß gemacht. Es ist nicht die Dystopie, die mich fasziniert. Ich mag es, die Liebe gegen ihre Feinde ins Feld zu führen, und mir Momente auszudenken, in denen sie Menschen so beflügelt, dass diese bereit sind, den Schmerz des eigenen Untergangs auf sich zu nehmen. Eine Atmosphäre von Rassismus und Stigmatisierung wäre schwer erträglich, wenn es da nicht etwas gäbe, das dem entgegensteht.

Nichts desto trotz spielt die Ausgrenzungs- und Rassismus-Thematik in meinem Roman eine große Rolle. Ich war interessiert an der Frage, wie der Holocaust im Dritten Reich hatte zustande kommen können und wollte das verarbeiten. Über das Dritte Reich an sich wollte ich nicht schreiben, denn das Feld ist bekanntlich schon allzu oft beackert worden. Also habe ich das Thema in eine Science-Fiction-Welt übertragen, in der die Verfolgten keine Menschen sind, sondern künstlich von Menschenhand erschaffene Kiemenmenschen, die aussehen wie Menschen. Die Idee ermöglichte es mir, unvoreingenommen und frei über Rassismus zu schreiben. – Kein Leser wird seine Rasse als verunglimpft ansehen, wenn es die dargestellte Bevölkerungsgruppe in der Wirklichkeit nicht gibt und die feindliche Rasse einschränkungslos der Mensch ist. Die Erzählperspektive aus der Sicht einer Kiemenfrau, die sich jeden Morgen kosmetische Kunsthaut auf den Hals aufträgt, um ihre wahre Identität zu verbergen, zog mich dann endgültig in die Geschichte hinein. Schaut man als Unbeteiligter einer Figur über die Schulter, die diskriminiert wird, und die trotzdem ihre innere Kraft, ihre Lebensgeister und ihre Gutherzigkeit behält, ist das sehr rührend. Das hat mich gepackt.

Am Beginn beschreibst Du Neu-Kiel, weil das jetzige Kiel von Klimaflüchtlingen – zum Beispiel aus New York – „geflutet“ wurde. Denkst Du, dass Stadtentwickler keine wirklich intelligenten Lösungen für Probleme des städtischen Zusammenlebens finden können? Hat das System Selbstreinigungskräfte? Oder ist der destruktive Zug im Kapitalismus übermächtig? Hast Du Hoffnung? Und wenn ja, welche?

Die Stadt Neukiel ist in meiner Romanwelt entstanden, weil Bewohner der Oberschicht versucht haben, sich eine neue Existenz aufzubauen, weg von der von Menschen überfüllten Welt. Das hat allerdings nicht funktioniert, denn die Klimaflüchtlinge sind dann auch dort aufgenommen worden. Die Welt, die ich darstelle, ist zum Teil düster. Allerdings muss man schon sehen, dass die Flüchtlinge aufgenommen werden und Integration weiter versucht wird. Ich stelle keine Welt der Mauern vor. Neukiel ist keine isolierte Megastadt. Zwar gibt es deutliche Spaltungstendenzen, aber dennoch wird versucht, den sozialen Geist zu erhalten. Das ist sehr positiv gedacht. Erst das Verschweigen eines existenziellen Problems, das die ganze Welt betrifft, und die Geheimhaltung der Erschaffung der Kiemenmenschen führen zur Spaltung. Ich stelle eine Situation dar, in der die Regierung die Wahrheit verschweigt, um die Stabilität zu erhalten. Dieser Versuch geht nach hinten los: Die Bürger verlieren ihr Vertrauen, wählen eine rechte Randpartei, und dann kommt es zum großen Rassismusknall.

Ich denke, unser System hat Selbstreinigungskräfte. Voraussetzung ist allerdings, dass die Regierung die Bevölkerung nicht belügt.

Der Kapitalismus kann natürlich sehr destruktiv sein. Wir huldigen den Megareichen und machen alles, um Geld zu verdienen, selbst wenn es uns in den eigenen Untergang treibt. Heutzutage liefern wir ja selbst die Waffen dafür, dass andere Länder im Krieg untergehen. Dann zu sagen, wir nehmen die Kriegsflüchtlinge nicht auf, wäre, finde ich, eine Riesenschweinerei. Allerdings ist die Sache moralisch gar nicht mehr aufzuwiegen.

Ich habe Hoffnung, dass die Menschen derartige Zusammenhänge mit dem Herzen verstehen könnten und besser handeln könnten. Und selbst wenn der Kapitalismus seine große destruktive Macht behält, denke ich: Ein unsoziales System kann einen Menschen verändern, aber der Mensch kann immer eigenständig entscheiden. Er hat immer die Möglichkeit, sich menschlich zu verhalten, solange er bescheiden bleibt. Der größte Motivator, den es gibt, ist meines Erachtens gemeinsames Handeln. Und das geht auch dann, wenn man nur wenig hat. Es braucht keinen großen Pomp und Überfluss. Ein bisschen gegenseitige Unterstützung, Hilfsbreitschaft und Liebe können auch schon ein Wohlgefühl erzeugen, vielleicht sogar mehr, als das oftmals isolierende Leben heutzutage. Diese Weltsicht mag naiv erscheinen, aber sie macht mir Hoffnung.

Früher oder später werden wir uns mit den Veränderungen auseinandersetzen müssen, mehr Menschen, der totale Verbrauch – und so weiter – jedoch hat sich das Bildungssystem in Deiner Welt in hundert Jahren nicht weiterentwickelt. Mein Freund Sebastian Krumbiegel sagt immer: In der Bildung liegt die Lösung! Bei Dir sind die Kids jedoch genauso instinktiv und finster wie die Erwachsenen. Ist Faschismus dem Menschen innewohnend?

Bildung ist natürlich eine gute Sache – das größte Mittel im Kampf gegen den Terrorismus. Aber sie ist auch mühsam, denn kein junger Mensch wird sich auf Anhieb so verhalten, wie es erwünscht ist. Dass Faschismus dem Menschen innewohnt, bezweifle ich. Faschismus entsteht in bestimmten gesellschaftlichen Strukturen, die dieses Verhalten begünstigen.

Bei mir sind nicht alle Kids verdorben. Aber es gibt einige Buchpassagen, in denen es so erscheint, das stimmt. Man bedenke: Ausgrenzung ist ein wesentliches Thema meines Buches und da spielen sadistische Verhaltensweisen nun mal eine große Rolle, auch bei den Kleinen. Schließlich stelle ich eine Situation dar, in dem der Faschismus die Oberhand gewinnt. Wenn ich nicht zielstrebig dahin gegangen wäre, wo der Schuh drückt, wäre die Geschichte für meinen Geschmack zu sehr ausgeufert. Dennoch habe ich versucht Schwarz-Weiß-Malerei zu vermeiden. – Ich selbst war Lehrer an einer Schule. Ich habe an einem Gymnasium mein Referendariat gemacht und hatte eine volle Stelle an einer Gesamtschule. Festgestellt habe ich, dass es überall viele liebe Schüler gibt, und ich hatte nicht vor, das im Roman zu verdrehen.

Aber hätte es für die SF nicht einer Weiterentwicklung bedurft?

Das Bildungssystem erscheint in meinem Roman bis auf ein paar kleine Ideen nicht grundlegend weiterentwickelt, das stimmt. Ich finde, nicht alles, was in Zukunft an Veränderungen möglich ist, muss auch eintreffen. Hingegen werden bestimmte Dinge, denke ich, nie gänzlich aus dem Schulalltag verschwinden. – Und wenn doch, dann kommen sie vielleicht irgendwann wieder zurück. Nehmen wir beispielsweise das gedruckte Buch: Ein Buch hat ein bestimmtes Gewicht, man kann es mit einem feinem leisen Knittergeräusch umblättern und es hat einen ganz eigenen Geruch. Ich glaube, das hat seinen Reiz und wird weiterhin Gebrauch finden, wenn vielleicht auch deutlich reduziert. Mein Roman beispielsweise wird zu etwa 95% als richtiges Buch gekauft. Nur zu etwa 5 % als e-Book.

Ein weiterer Teil, ohne den ich mir Schule nicht vorstellen kann, sind eindrucksvolle Lehrerpersönlichkeiten. Ich hatte das Privileg, in meinem Leben vielen solcher Ausnahmeerscheinungen zu begegnen. Da begann es manchmal vor Spannung im Raum zu knistern, weil es so interessant und lohnenswert war, dem Lehrer zu folgen. Deshalb denke ich, dass diese Kernsituation mit einem Lehrer, der vor einer Klasse oder Gruppe steht und redet, immer wieder da sein wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein computerbasiertes Selbstlernsystem, oder etwas Ähnliches, diese Lehrerpersönlichkeiten komplett von der Bildfläche verschwinden lässt.

Wie kommt es, dass Dein Buch, welches wichtig und hochaktuell ist, nicht bei einem „seriösen“ Großplayer des Marktes, sondern bei BoD heraus gekommen ist?

Es wäre großartig gewesen, wenn mein Buch bei einem großen Verlag rausgekommen wäre. Leider ist es sehr schwierig, an so einen Verlag ranzukommen. Selbst die kleinen Verlage werden von Manuskriptvorstellungen überhäuft. Ich habe es bei etwa fünfzig Verlagen versucht, ohne Erfolg. Dann wurde ich langsam nervös, weil die Gegenwart begann, meine Science-Fiction-Inhalte einzuholen. – Ein Thema nach dem anderen spielte in den Medien eine Rolle. Bald, so dachte ich, würden weitere literarische Werke erscheinen, die in eine ähnliche Richtung zielen. Und dann waren da noch die Anzeichen, dass eine Welle von Kinofilmen auf uns zurollt, bei der die Unterwasserwelt eine wichtige Rolle spielt, wie z.B. die „Avatar“-Fortsetzungen oder die Verfilmung von Frank Schätzings „Der Schwarm“. Ich wollte nicht warten, bis das soweit ist. Mein Buch sollte als eigenständiges Werk wahrgenommen werden, und nicht im Fahrwasser der Großproduktionen schwimmen. Also habe ich es über Books on Demand selbst publiziert.

Wie und mit welchen Werten kann auf diesem Planeten ein menschenwürdiges und den Planeten erhaltendes Leben möglich gemacht werden? Gibt es ein politisches Konzept, dem Du Menschlichkeit zutraust? Und wenn ja, welches?

Ich glaube, die Menschen würden sich erst respektvoll gegenüber der Natur verhalten, wenn sie gelernt haben, sich respektvoll gegenüber Ihresgleichen zu verhalten. Und davor wiederum muss man lernen mit den Untiefen der eigenen Psyche umzugehen. Ich denke, es ist sehr wichtig, dass Menschen keine vorschnellen Schlüsse ziehen, und dass die Aggressionen nur da ausgelebt werden, wo sie hingehören. Wenn ein Mensch attackiert wird, dann muss er gegen das kämpfen, was ihn attackiert, und nicht zum Ausgleich andere Menschen schlecht behandeln. Man sollte sich dafür einsetzen, dass solche Dinge verstanden werden und Unwahrheiten ans Licht gebracht werden. Die Würde des Einzelnen ist wirklich sehr wichtig. – Nicht wer die dicksten Eier hat, sollte bewundert werden, sondern wer die besten Brötchen backt.

In der Politik ist zurzeit Ehrlichkeit gefragt. Man sollte Probleme benennen, und zwar dann, wenn man sie bemerkt oder zumindest zeitnah. Kein Politiker sollte sein Fähnchen nach dem Wind richten. Der Erhalt der politischen Stellung sollte nicht wichtiger sein, als die politische Vision, die man verfolgt. – Ich bin ein großer Fan von Politikern, die lieber Macht abgeben, anstatt sich zu verbiegen.

Aber wie können solche Einstellungen überhaupt wieder in den gesellschaftlichen Diskurs eingespeist werden?

Die Medien spielen bei der Vermittlung von Werten eine sehr große Rolle. Sie können Gedanken in die Köpfe der einzelnen Menschen bringen. Kluge Menschen sollten sich mit ihren Beiträgen nicht zurückhalten, wie es leider so oft der Fall ist. Gute Stimmen müssen hochgehalten werden, interessante Beiträge unterstützt werden, wertvolle Bilder, Sprüche, Geschichten sollten gezeigt und beworben werden. Auch wenn sie provokativ sind und einen selbst der Gefahr der Ausgrenzung aussetzen.

Schwarzweißmalerei hingegen sollte dringend vermieden werden. Manipulative Nachrichtenplattformen haben viel zu viel Einfluss. Das wird oft nur zögerlich kritisiert. Selbst als seriös geltende Anbieter erscheinen mir zurzeit manipulierend, das geht bei manchen Beiträgen bis hin zu Focus und Spiegel. Und wenn ich auf die GMX-Nachrichten klicke, die sich mir jedes Mal zeigen, bevor ich meinen e-Mail-Account öffne, denke ich manchmal, ich bin gerad nicht im wirklichen Leben, sondern in irgendeiner billigen Soap.

Zurück zu meiner Frage nach dem humanistischen politischen System, Henning.

Ob es ein politisches Konzept gibt, dem ich Menschlichkeit zutraue?

Ja, es müsste ein Konzept sein, das eine gerechtere Verteilung des Geldes vorsieht. Die Reichsten müssten wesentlich mehr abgeben. Kein Mensch braucht zig Millionen oder sogar zig Milliarden Euro. Die 62 reichsten Menschen besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Kapital und/oder Vermögen dieser Leute müssten in irgendeiner Form stärker besteuert werden. Man sagt ja, Geld flutscht einem zu schnell durch die Finger, aber diese Leute müssten sich wirklich ins Zeug legen, wenn sie das in ihrem Leben alles ausgeben wollten. Das wäre echte Knochenarbeit. Die müssten dafür Leute einstellen. – Wir trauen uns nicht, die Megareichen stärker zur Kasse zu bitten, weil wir Angst haben, sie könnten mit ihrem Geld ins Ausland gehen.

Ich halte das für falsch. Um Lösungen zu finden, muss man die Sache wirklich angehen. Die Länder müssten mehr kooperieren. Zudem bedenke man, dass Gesetze auch eine meinungsbildende Kraft haben. Der Ruf der Megareichen, die ins Ausland gehen, würde stark leiden, wenn es denn aus der richtigen Perspektive thematisiert würde. Das ist ein nicht zu unterschätzendes Druckmittel. Aber anstatt sich zu informieren und Position zu beziehen, sitzen die Leute hypnotisiert vom Fernseher auf ihrer Couch, schauen sich Sendungen wie „Die Geissens“ an, sind gerührt von deren glamourösem Leben, und träumen davon, selbst auch mal so reich zu werden. Da muss einfach mal stärker vermittelt werden, dass arme Leute viel mehr Kraft haben könnten, als die wenigen Reichen, wenn sie nur zusammenhalten würden.

Gut, manche Unternehmer brauchen Geld im Rückhalt, um das Unternehmen mal durch schwere Zeiten bringen zu können und auf Veränderungen zu reagieren. Die tragen mehr finanzielle Risiken, und das sollte berücksichtigt werden. Das sind aber bei weitem nicht alle Reichen – da müsste man differenzieren. Nur an diese Differenzierung traut sich, wie es mir scheint, kaum jemand ran. Weiß nicht, woran das liegt. Vielleicht daran, dass man Angst um sein eigenes Vermögen hat, auch wenn es gar nicht in diesem Bereich liegt. In Talk-Shows z.B. wird das Thema oft nur an der Oberfläche angekratzt. Und dann, wenn es wirklich interessant wird, geht man wieder einen Schritt zurück, damit die Diskussion nicht zu impulsiv wird. Das halte ich für ganz falsch.

Wird es Lesereisen geben zu „Am Ende von Tag und Nacht“?

Wenn es sich anbietet, ja. Ich liebe das Buch und finde, es ist es wert, vermittelt zu werden. Allerdings steht da momentan nichts an. Stattdessen liegt das nächste Buchprojekt auf meinem Tisch.

Danke für Dein Buch und für Deine Antworten.

Gern. Besten Dank ebenfalls, auch für die anregenden Fragen.

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