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Auch von „Im Zauberwald, Teil 2“ hat Andreas Rietschel wieder 800 Exemplare verschenkt

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    Während draußen, in den enthemmten Netzwerken, die Trolle und Zombies Hass, Wut und Beleidigungen verbreiten, hat sich der Leipziger Andi Rietschel schon vor Jahren geschworen, dass er alles tun wird, um Liebe und Zuversicht in der Welt zu verbreiten. Mit Märchen zum Beispiel, die er mit Märchenerzählerstimme einspricht und dann auf CD pressen lässt. Und etliche dieser CDs hat er auch zum jüngsten Weihnachtsfest wieder an Leipziger Kinder und soziale Einrichtungen verschenkt.

    In der ersten Dezemberwoche ist die neue Geschichten-CD für Kinder „Im Zauberwald. Teil 2“ von Andi Rietschel erschienen. Wie auch bei Teil 1 handelt es sich dabei um märchenhafte Geschichten aus der Natur, geschrieben von der Mutter des Erzählers, von Ingrid Rietschel. Auf die silberne Scheibe passten genau zwölf Geschichten. Ergebnis: 78 Minuten Abtauchen im Zauberwald mit dem Bernsteinhexlein, Selene, der Mondgöttin, Familie Zapfenklein …

    Man merkt schon: Oma Rietschel lässt nicht nur in ihrem Garten die Gedanken schweifen. Sie kennt sich auch in der griechischen Sagenwelt aus, mit Elfen- und Naturgeister-Märchen. Und sie erzählt sie nicht einfach nach, sondern erfindet immer neue kleine Geschichten, in denen es immer um eines geht: das Bewahren von Menschlichkeit, um Mitgefühl, Verständnis und ein Herz für die Nöte der anderen.

    Seit Montag, 25. November, kann man die Geschichten auch als Download erwerben.

    Hier zum Beispiel „Das Bernsteinhexlein“.

    Oder hier „Das Bündnis der Naturgeister“.

    Andi Rietschel ist Geschichtenerzähler, DJ, Friedensaktivist und Peace Dance Festival-Veranstalter aus Leipzig. Er hat nicht vergessen, dass Frieden und Liebe wichtige Botschaften sind und viele Menschen (nicht nur die Kleinen) eigentlich nichts anderes suchen als Trost, Verständnis und das Gefühl, mit ihren Sorgen nicht mehr allein zu sein.

    Aber wenn man sich umschaut sieht man eine Welt, in der smarte Herren in teuren Anzügen genau das Gegenteil predigen: Ellenbogen, Rücksichtslosigkeit und Verachtung für alle, „die es nicht schaffen“. Ganz so, als wären Menschen nur deshalb auf der Welt, um jeden Tag in einem gnadenlosen Kampf um das simple Brot und ein bisschen Sicherheit für morgen kämpfen zu müssen. Und jeder Mensch, der nicht als Sieger durchs Ziel geht, zum Ausschuss erklärt wird.

    Das ist es doch, was unsere Gesellschaft zerrüttet: Ein Wettbewerbs- und Elitedenken, das mittlerweile alle Bereiche durchdringt und als alternativlos verkauft wird, sodass Millionen Menschen tatsächlich Angst haben, dass sie eines nahen Tages nicht mehr mithalten können, auf der Strecke bleiben. Was ist das für eine Gesellschaft, die ihren Bürgern das Gefühl gibt, niemals innehalten und einmal verschnaufen zu können? Die mitmenschliches Handeln geradezu verteufelt, weil es beim Gewinnmaximieren stört?

    Andi Rietschel: Im Zauberwald. Teil 2. Cover: Andreas Rietschel
    Andi Rietschel: Im Zauberwald. Teil 2. Cover: Andreas Rietschel

    Bis Sommer 2017 war Andi Rietschel  unterwegs. Nun erzählt er Geschichten und Märchen und legt als andi (from the leipzig tribe of peace) als DJ auf.

    Als Erzähler und DJ will er die Menschen glücklich machen, zusammenbringen, das Miteinander fördern. „Grenzenlos! Nicht gegen etwas ist der Weg, nicht Hass, nicht Krieg, nicht Angst! – Lasst uns die Welt verändern – In Liebe in Frieden…. Fangen wir bei uns selbst an….“, ist seine Botschaft.

    Wovon ja auch die von ihm eingelesenen Märchen erzählen: Wer gelernt hat, sich selbst zu akzeptieren und Menschen mit offenen Augen zu begegnen, der hat keine Angst mehr und auch nicht mehr das zerstörerische Gefühl, immerzu zurückgesetzt, ausgegrenzt und verachtet zu werden – nicht zu genügen.

    Ein Gefühl, das viele Menschen ja geradezu dazu bringt, sich wieder in wütende alte Muster zu flüchten und eine Herde zu suchen, in der man zumindest glauben kann, dazuzugehören. Denn wer sich selbst nicht für stark hält, der braucht diese Herde, auch wenn all das Schulterklopfen ja nie wirklich hilft. Die Panik bleibt ja. Und Panik lässt sich so leicht missbrauchen.

    Nachdem vom ersten Teil „Andiareas im Zauberwald, Teil 1“ über 1.800 CDs an Kinder verschenkt wurden, wurden diesmal 800 Exemplare in sozialen Einrichtungen wie Kinderdörfern, Kinderheimen und zur Hälfte auf der Vorweihnachtstour von Andi Rietschel an Kinder verschenkt und ansonsten verkauft.

    Termine legte Andreas Rietschel auch auf den Weihnachtsmärkten in Leipzig, auf Schloss Trebsen, in Gera und Ilmenau ein.

    Auf beiden CDs befinden sich märchenhafte Geschichten aus der Natur, eine Möglichkeit, vieles Interessante über Natur, Tieren, Pflanzen und Umweltschutz zu erfahren. Die erste CD „Im Zauberwald Teil 1“ kann man nun kostenlos im Internet herunterladen.

    Auf theleipzigtribeofpeace.wordpress.com kündigt Andi Rietschel auch schon einmal das nächste Peace Dance Festival vom 17. bis 19. Juli in Leipzig an. Es klingt, als wäre mit ihm die Blumenkinderbewegung der 1960er Jahre noch lebendig. Und das ist sie in gewisser Weise auch.

    Denn was danach kam, darf man ruhig als einen Rückschritt bezeichnen in eine Denkweise, in der kriegerisches Vokabular dominiert, Aggression zum Tenor der Politik geworden ist und die Menschen sich immer hilfloser fühlen in einer Welt, in der auch noch der letzte Lebensbereich optimiert und dem „Markt“ – also der Verwertung – unterworfen wird. Wo es also nicht einmal mehr im Privaten die Räume der Schonung und des Friedens gibt.

    Rietschels Botschaft ist noch immer wichtig. Und vielleicht hilft ja sein Beharren in Liebe und Frieden dabei, dass einige Zeitgenossen lernen, wenigstens für sich selbst wieder auf einen friedlichen Pfad zu kommen.

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