Die neue Jahresreihe Figurentheater in Leipzig (F.i.L.2026) startet am 10. Februar und lädt über das Jahr verteilt muntere Kinder und wache Erwachsene jeden Alters wieder zu schönen gemeinsamen, vergnüglich-spannenden Theaterveranstaltungen ein: Vor- und Grundschulgruppen, Publikum aus Kindertagesstätten und Heimen, Familien mit Kindern und andere Theaterfreaks.
Das Theater im Globus verknüpft in seinen aktuellen Märcheninterpretationen Schauspiel, Figuren- und Objekttheater sowie gegebenenfalls musikalische Elemente und bindet auf unterhaltsam-interessante Weise mit verschiedenen Erzählebenen gleichzeitig unterschiedliche Altersgruppen in das Geschehen ein, wobei neben einer originellen, bildhaften Erzählweise nicht zuletzt auch besonderer Wert auf die Vielfalt und Schönheit der Sprache gelegt wird.
Die Vorstellungen werden traditionell in mehreren interessanten Spielstätten angeboten – jeweils in verschiedenen Leipziger Stadtteilen – und können dadurch unkompliziert und ohne lange Anfahrten vom Publikum besucht werden. Das kommt insbesondere den Gruppen aus umliegenden Schulen, Horten, Kitas und anderen Einrichtungen sowie Familien aus der Nachbarschaft entgegen.
Neben den Theatervorstellungen in öffentlichen Spielstätten können auch individuell Veranstaltungen beispielsweise direkt in der Kita, Schule, im Hort, im Heim etc. organisiert werden.
Bestellungen und Informationen bekommt man unter Tel. (0341) 23880189 und auf der Weibsite www.theatreart.de
Die Jahresreihe Figurentheater in Leipzig
Der Wolf und die sieben jungen Geißlein
(The Wolf and the Seven Young Kids / El lobo y la siete cabritillas)
Theater im Globus / von Jost Braun nach den Brüdern Grimm
Seit der Premiere zum Internationalen Festival für Figuren-, Objekt- und Anderes Theater ist diese Inszenierung des Theaters im Globus ein Publikumsmagnet. Nicht nur in Bonn und Berlin, Bernburg und Karlsruhe, Meißen, Köln oder Arnstadt, an der Ostsee oder am Mittelmeer, sondern auch bei anderen Gastspielen im In- und Ausland erfreuen sich die Zuschauer an der sympathischen und originellen Märchenbearbeitung, welche vornehmlich die Kinder aber auch die Erwachsenen in ihren Bann zieht.
Ein alter Reisekoffer enthält die ganze Bühne, die Marionetten und alle Requisiten. Er wird auf einen Tisch gestellt und schon beginnt das Spiel?
Nicht zuletzt tragen Jost Brauns originelle Bühnenfassung und sein Bühnenbild, die charaktervollen Stabmarionetten des Puppenbauers Udo Schneeweiß und insbesondere deren „Belebung” durch die virtuose Puppen- und Schauspielerin Hanne Braun zum Gelingen der Vorstellungen bei. Bild und Text, Schauspiel, Figurenführung, Stimme und Inszenierung verbinden sich vortrefflich zu einem virtuosen Meisterstück.
Märchen sind ja bekanntlich manchmal ganz schön gemein, so daß man sich manchmal auch ganz schön fürchten kann. Aber manchmal macht das Fürchten auch ein kleines bisschen Spaß, so im Märchen. Und vielleicht ist der böse Wolf vom Theater im Globus auch nur deshalb etwas gemein, weil er so großen Hunger hat.
Als Feinschmecker muss er sich etwas einfallen lassen, wenn er besseres als zusammengekehrte Reste essen will. Diesen Wolf kann man eigentlich verstehen und manchmal auch ein wenig gern haben, wenn er geschickt und einfallsreich und auf seine eigene Art zum Ziele kommt.
Aber wenn er dann doch die kleinen Geißlein mit Haut und Haaren herunterschlingt, ist alles wieder wie im Märchen der Brüder Grimm: Die Geißlein kommen lebend heraus aus dem Wolfswanst und der Übeltäter fällt in den Brunnen.
Dienstag, 10. Februar, 10 Uhr im OFT Rabet (Eisenbahnstr. 54)
Donnestag, 12. Februar, 10 Uhr in der JugendKulturWerkstatt (Riebeckstr. 51 A / Hofeingang)
Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel
(The race between the hare and the hedgehog / La carrera entre las liebres y el erizo)
Theater im Globus / von Jost Braun nach den Brüdern Grimm
„Huiiiih, man müsste ein Fernglas haben! Aber wer soll das tragen?“, sagt der Fuchs, wenn der Hase Hasenohr wie ein Sturmwind durch die Ackerfurche rennt. „Du, kleiner Wackelschwanz“, tönt es munter aus den Zuschauerreihen. Man kennt ja schon den Ausgang der Geschichte: Der Igel trickst den Hasen kräftig aus und gewinnt die Wette um einen goldenen Luidor, eine Flasche Branntwein und …? Und dann? Soll‘s das nun gewesen sein? Nicht ganz, denn irgendwie gibt es ja nicht nur schwarz und weiß und nach diesem Wettlauf ist alles ganz anders als vorher.
Unterschiedliche, rivalisierende Charaktere finden gemeinsame Interessen und werden Freunde. Bei diesem Wettstreit gibt es kein blutiges, sondern ein harmonisches Ende. Vergnügt singen Igel und Hase – gern auch gemeinsam mit dem Publikum – beim Finale das Lied „Der Kuckuck und der Esel“.
Das Theater im Globus ist immer wieder für Überraschungen zu haben und zeigt uns das Märchen, wie es bei den Brüdern Grimm steht, findet jedoch eine eigene Lesart und interessante Zwischentöne, die das Publikum immer wieder mit Begeisterung reflektiert.
In bewährter aber wieder neuer Art: Figurentheater in offener Spielweise – rasant und zugleich präzise, witzig und liebenswert, durch die Kombination mehrerer dramaturgischer Ebenen sowie eine besondere Liebe für Sprachgestaltung und Ausstattungsdetails gleichermaßen für Kinder und Erwachsene vergnüglich. Es treten auf: Herr Igel Pik mit seiner Frau, der Hase Hasenohr mit seinem schicken Roller und der schöne Fuchs Rotschwanz.
Jost Brauns Inszenierung gehört zu einer Reihe spannend-vergnüglicher Bearbeitungen Grimmscher Märchen, wobei neben einer originellen, bildhaften Erzählweise nicht zuletzt auch besonderer Wert auf die Vielfalt und Schönheit der Sprache gelegt wird.
Mittwoch, 11. Februar, 10 Uhr im Komm-Haus, Leipzig-Grünau, Selliner Str. 17.
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