Donnerstag, der 9. April 2020: OBM Jung ist „optimistisch“, dass es bald Lockerungen geben wird

Für alle LeserEs war erneut ein Tag mit wichtigen Entscheidungen: Oberbürgermeister Jung vermutet, dass das WGT wohl nicht stattfinden kann, der Landtag erlaubt dem Finanzminister eine Neuverschuldung bis zu sechs Milliarden Euro, das Kultusministerium äußert sich zu den Abiprüfungen und ein Gericht entscheidet, dass ein werdender Vater nicht in den Kreißsaal darf. Gegen Abend sorgt nun ein Schussgeräusch für einen Großeinsatz der Polizei. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 9. April 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Anzeige

Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) hat sich heute erneut mit einer Videobotschaft zu Wort gemeldet. Darin gibt er sich „optimistisch“, dass es in den Wochen nach Ostern schrittweise „die eine oder andere Lockerung“ der Ausgangsbeschränkungen geben und in den kommenden Monaten langsam die Rückkehr zur Normalität möglich sein wird.

Welche Einschränkungen es allerdings wohl noch „weit bis in den Herbst hinein“ geben wird, verriet Jung in einem ausführlichen Interview mit „Leipzig Fernsehen“. Dazu zählen beispielsweise Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmer/-innen. Demzufolge rechnet Jung nicht damit, dass das für Pfingsten geplante Wave-Gotik-Treffen stattfinden kann.

Der Verdacht liegt zwar nahe, da dabei zudem Gäste aus aller Welt erwartet würden, doch letztlich wird diese Entscheidung noch fallen. WGT-Sprecher Cornelius Brach stellte jedenfalls im Anschluss klar, dass diese Äußerung des Oberbürgermeisters nicht abgesprochen gewesen sei und bezeichnete diese als eine „rein private Meinungsäußerung“. Dennoch könnte sich das Festival, welches eigentlich am 29. Mai 2020 starten möchte, in diesem Jahr einer Reihe von Sicherheitsfragen gegenübersehen, die mit dem Coronavirus zu tun haben.

Verwaltungsgericht unterstützt Uniklinikum

Eine der wohl schlimmsten Einschränkungen erleben aktuell werdende Eltern. So verbietet beispielsweise das Uniklinikum Leipzig die Anwesenheit von Begleitpersonen während der Entbindung im Kreißsaal.

Ein werdender Vater war dagegen gerichtlich vorgegangen – jedoch ohne Erfolg. Das Verwaltungsgericht Leipzig bezeichnete die Maßnahme des Uniklinikums in einer heute getroffenen Entscheidung als „verhältnismäßig“, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Ein funktionierendes Krankenhaus aufrechtzuerhalten, stelle ein „elementar wichtiges öffentliches Interesse“ dar. Das nachvollziehbare Interesse des werdenden Vaters sei da nachrangig.

Neue Informationen gibt es auch zu den Abiturprüfungen in Sachsen. Diese sollen wie geplant nach Ostern stattfinden, teilte das Kultusministerium heute mit. Alle Schüler/-innen können sich aber auch für den Zweittermin ab Mitte Mai entscheiden. Zudem soll es eine Beratungsstelle für „besondere Härtefälle“ geben.

Sachsen darf sich mit sechs Milliarden Euro verschulden

Ebenfalls heute tagte der sächsische Landtag, um dem Finanzministerium eine Neuverschuldung von bis zu sechs Milliarden Euro zu ermöglichen. Dafür musste zunächst eine „außergewöhnliche Notsituation“ festgestellt werden – was einstimmig geschah. Die Erlaubnis für die Neuverschuldung erfolgte dann mit großer Mehrheit. Die Landtagsdebatte hatten wir heute bereits zusammengefasst.

Was heute außerdem wichtig war: Wenn sogenannte Reichsbürger die Bundesrepublik und deren Bestandteile nicht anerkennen, scheint es nur folgerichtig, eigene Organisationen zu gründen. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen sieben wohl dieser Bewegung angehörigen Männer erhoben, weil sie eine eigene „Krankenkasse“ gegründet haben sollen. Diese soll bereits 49 Mitglieder haben. (via MDR)

Auf der Homepage der Linksfraktion im Stadtrat ist außerdem zu lesen, dass die nächste Ratsversammlung wie geplant am Mittwoch, den 29. April, stattfinden soll. Allerdings ist als Ort die Kongresshalle am Zoo vorgesehen. Hier kann man aufgrund des größeren Saales die benötigten Abstände zwischen den 70 Stadträt/-innen einhalten, im Rathaussaal wäre der Platz nicht vorhanden. Zudem soll es eine Sitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit, ohne mündliche Antworten auf Anfragen und mit nur einem Antrag pro Fraktion werden.

Am Abend wurde zudem bekannt, dass es um zirka 15:40 Uhr mindestens einen Schuss an der Eisenbahnstraße Höhe Hermann-Liebmann-Straße gegeben haben soll. Eine am Hals verletzte Person sei etwa eine Stunde später unweit aufgefunden und ins Krankenhaus verbracht worden. Zur Stunde ermittelt die Kriminalpolizei vor Ort, mehr sei zur Stunde laut Süddeutscher Zeitung noch nicht bekannt.

Nachtrag (21 Uhr): Wie die Polizei in einer Pressemitteilung am Abend mitteilt, handelte es sich um „ein Schussgeräusch“, welches ein Zeuge gemeldet hatte. Ob die Verletzungen eines 47-jährigen Mannes mit dem Geräusch in Verbindung stehen, sagt die Polizei derzeit nicht. Die Ermittlungen vor Ort dauern an.

Landtag beschließt Neuverschuldung in „außergewöhnlicher Notsituation“

Hinweis der Redaktion in eigener Sache

Natürlich werden auch die L-IZ.de und die LEIPZIGER ZEITUNG in den kommenden Tagen und Wochen von den anstehenden Entwicklungen nicht unberührt bleiben. Ausfälle wegen Erkrankungen, Werbekunden, die keine Anzeigen mehr schalten, allgemeine Unsicherheiten bis hin zu Steuerlasten bei zurückgehenden Einnahmen sind auch bei unseren Zeitungen L-IZ.de und LZ zu befürchten.

Doch Aufgeben oder Bangemachen gilt nicht ;-) Selbstverständlich werden wir weiter für Sie berichten. Und wir haben bereits vor Tagen unser gesamtes Archiv für alle Leser geöffnet – es gibt also derzeit auch für Nichtabonnenten unter anderem alle Artikel der LEIPZIGER ZEITUNG aus den letzten Jahren zusätzlich auf L-IZ.de ganz ohne Paywall zu entdecken.

Unterstützen Sie lokalen/regionalen Journalismus und so unsere selbstverständlich weitergehende Arbeit vor Ort in Leipzig. Mit dem Abschluss eines Freikäufer-Abonnements (zur Abonnentenseite) sichern Sie den täglichen, frei verfügbaren Zugang zu wichtigen Informationen in Leipzig und unsere Arbeit für Sie.

Vielen Dank dafür.

LandtagReichsbürgerDer TagCoronavirusCoronakrise
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Festival „Rap Against Hate!“ mit Amewu und Lena Stoehrfaktor
Plakat: Ariowitsch-Haus e. V.

Plakat: Ariowitsch-Haus e. V.

Am Samstag, den 10.10.2020 ab 18 Uhr feiert das Ariowitsch-Haus im GeyserHaus Leipzig das erste Projektjahr des interkulturellen Kunstprojektes „Rap Against Hate!“ mit einem kostenfreien Festival und den KünstlerInnen Amewu, Lena Stoehrfaktor, Der Reimteufel & Suncalina und DJ-Phantom.
Abschiebungen aus Sachsen verstoßen gegen Koalitionsvertrag
Vom Flughafen Halle Leipzig wurden seit Anfang Juni 108 Menschen abgeschoben. Foto: Dirk Schaefer/Wikimedia

Foto: Dirk Schaefer/Wikimedia

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 83, seit 25. September im HandelSeit Anfang des Jahres hat das sächsische Innenministerium (SMI) bei mehreren Abschiebungen aus Sachsen gegen Abmachungen im Koalitionsvertrag verstoßen. Laut Sächsischem Flüchtlingsrat (SFR) wurden mehrfach Familien getrennt, Personen direkt von ihrem Arbeitsplatz abgeholt und Menschen mit Behinderung abgeschoben. Außerdem sei bei einer versuchten Abschiebung eines Minderjährigen das Kindeswohl missachtet worden, so der SFR.
Leipziger Forschung: Selbst beim Denken und Fühlen folgen wir der Logik der Evolution
Das menschliche Gehirn ist entlang zweier Achsen organisiert. Dieses Prinzip scheint sich durch die Hirnorganisation aller Primaten zu ziehen. Grafik: Valk/ MPI CBS

Grafik: Valk/ MPI CBS

Für alle LeserUnser Gehirn ist ein wundersames Ding, Ergebnis von Millionen Jahren Evolution und trotzdem (oder gerade deshalb) in der Lage, enorme Gedächtnis- und Erkenntnisleistungen zu vollbringen. Leipziger Kognitionsforscher versuchen seit Jahren, die dazu nötigen Strukturen im Gehirn zu lokalisieren. Manchmal sprechen sie gar von einer „mentalen Landkarte“. Jetzt haben sie zwei Achsen definiert, auf denen die Genese unseres Gehirns vonstatten ging.
Corona-Verluste: Auch der ZVNL appelliert an die Staatsregierung, nicht nur 70 Prozent der Verluste zu ersetzen
S-Bahn-Station Leipzig-Markt. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserWas sich die Mitglieder des sächsischen Regierungskabinetts gedacht haben, als sie beschlossen, (erst einmal) nur 70 Prozent der durch die Corona-Einschränkungen verursachten Schäden im ÖPNV auszugleichen, ist auch zwei Wochen nach dem Kabinettsbeschluss nicht klar. Mit den betroffenen Verkehrsunternehmen und Kommunen jedenfalls scheint man nicht gesprochen zu haben. Nun kritisieren auch die im ZVNL versammelten Kommunen diesen seltsamen Kürzungsvorgang.
Gerichtsprozess in Bozen macht Pestizideinsatz in Apfelplantagen jetzt erst recht zum Medienthema
Alexander Schiebel und Karl Bär. Foto: Jörg Farys, Umweltinstitut München

Foto: Jörg Farys, Umweltinstitut München

Für alle LeserIn Zeiten von Insektensterben und zunehmenden Allergien war das wohl kein kluger Schachzug. Wer wird Äpfel aus Südtirol nicht misstrauisch anschauen, wenn der Prozess gegen den Autor von „Das Wunder von Mals“ erst richtig losgeht und Zeitungen aus aller Welt darüber berichten, wie der Südtiroler Landesrat für Landwirtschaft, Arnold Schuler, versucht, den Pestizideinsatz in den Tiroler Apfelplantagen per Gerichtsbeschluss unsichtbar zu machen? Mehr Aufmerksamkeit für diesen massiven Chemieeinsatz kann er gar nicht erzeugen. Und dabei schien er sogar einen Moment lang vernünftig zu werden.
Der Herbstauftakt bringt eine erste leichte Entspannung für den Leipziger Arbeitsmarkt
Entwicklung der Arbeitslosigkeit August zu September 2020. Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Für alle LeserInsgesamt waren Ende September in der Stadt Leipzig 26.111 Menschen bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosigkeit sank also gegenüber August wieder um 613 Menschen. Im Vergleich zum September 2019 lag die Arbeitslosigkeit freilich noch immer um 6.541 Personen oder 33,4 Prozent höher. So viele Arbeitslose hatte Leipzig zuletzt im Jahr 2015.
Fräulein Schneider und das Weihnachtsturnier: Warum wir mehr ehrliche Alte brauchen und weniger Festtagsgedudel
Rainer Moritz: Fräulein Schneider und das Weihnachtsturnier. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMit ruhiger Hand baut die in der Evangelischen Verlagsanstalt beheimatete Edition Chrismon eine kleine Reihe Weihnachtsgeschichten auf. Nur dass dort nicht die alten und bekannten Weihnachtserzählungen von Charles Dickens oder Ludwig Thoma erscheinen, sondern Texte heutiger Autorinnen und Autoren, die keine Scheu davor haben, auch die modernen Probleme mit diesem oft in Ritualen und Kaufrausch erstarrten Fest zu beschreiben.
Die Verfilmung des Bestsellers „Nikolaikirche“ am 1. Oktober im Museum in der „Runden Ecke“
Die „Runde Ecke“. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ zeigt am 1. Oktober 2020, 19.00 Uhr im ehemaligen Stasi-Kinosaal die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Erich Loest „Nikolaikirche“. „Nikolaikirche“ ist die Verfilmung des Bestsellers von Erich Loest.
These #23: Jugendarbeit droht ein Bedeutungsverlust, da sie zunehmend als on/off-Dienstleister verstanden wird
Kalender-These #23 – Oktober 2020. Foto: MJA Leipzig e.V.

Foto: MJA Leipzig e.V.

Für alle LeserEine bedarfsgerechte Jugendarbeit kann nicht beliebig eingesetzt werden. Sie ist ganzheitlich, präventiv und kontinuierlich wirksam. Jugendarbeit ist Zukunftsarbeit! Soziale Arbeit als Dienstleistung zu beschreiben, ist Teil einer breiten fachlichen Diskussion über Begriffe wie Qualität, Wirksamkeit oder Outputorientierung, kurz der Ökonomisierung einer am Menschen und dessen Entwicklung orientierten Arbeit.
Mittwoch, der 30. September 2020: Kontroverse um jüdischen Feiertag in Halle
Foto: Pixabay, Mauistik

Foto: Pixabay, Mauistik

Für alle Leser/-innenIm vergangenen Jahr suchte sich ein Antisemit den Jom-Kippur-Feiertag aus, um auf die Synagoge in Halle ein Attentat zu verüben. In diesem Jahr besuchte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff das Gebet in Halle – und sorgte mit seinem Verhalten für Ärger bei einer Überlebenden des Attentats. Außerdem: Der sächsische Landtag hat heute über Connewitz diskutiert. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 30. September 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Klänge der Hoffnung gegen das Sterben im Mittelmeer
Ensemble Klänge der Hoffnung. Foto: Roland Quester

Foto: Roland Quester

Mit einem Benefizkonzert in der Leipziger Nikolaikirche will die Stiftung Friedliche Revolution die Rettung von in Seenot geratenen Flüchtlingen im Mittelmeer unterstützen. Das Konzert ist für Sonntag, 4. Oktober, um 17.00 Uhr vorgesehen. Es steht unter dem Motto „Klänge der Hoffnung – gegen das Sterben im Mittelmeer“. Musikalisch gestaltet wird der Abend vom Ensemble „Klänge der Hoffnung“, das im Rahmen des gleichnamigen Stiftungsprojektes Musiker aus dem Iran, Polen, Syrien, Italien und Deutschland vereint.
Lindenow Festival 2020
Grafik: Lindenow e.V.

Grafik: Lindenow e.V.

Vom 2. bis zum 4. Oktober 2020 und unter Berücksichtigung besonderer Hygieneauflagen wird zum 16. Mal das LindeNOW Festival im Leipziger Westen stattfinden. Wie in den letzten Jahren lassen sich an dem Wochenende gegenwärtige künstlerische Positionen in temporären wie ständigen Kunsträumen sowie in Interventionen im öffentlichen Raum entdecken.
Leipziger Forschung zu Corona: Neandertaler-Genvariante erhöht das Risiko für schweren Verlauf von Covid-19
Forscherin im Reinraum des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie. Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Für alle LeserCovid-19 ist eigentlich eine sehr neue Mutation, mit der unsere Vorfahren nie in Berührung kamen. Aber das Virus trifft auf ein von Millionen Jahren geprägtes Immunsystem. Und auf einmal spielt sogar der Neandertaler in der Pandemie eine Rolle, wie die Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie jetzt melden. Denn wer eine bestimmte Neandertaler-Genvariante vererbt bekommen hat, dessen Risiko, an Covid-19 schwer zu erkranken, ist deutlich höher.
Basketball-Court am Connewitzer Kreuz: Ein in Connewitz akzeptierter Verein könnte künftig die Gestaltung der Graffiti-Fläche übernehmen
So oder so ähnlich sah es bis heute am Connewitzer Kreuz aus. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserFür das mittlerweile berühmteste Leipziger Grafitto könnte es demnächst vielleicht so etwas wie ein ruhigeres Verhältnis mit den Nachbarn geben. Seit einigen Jahren beschäftigt ein kleines Hase-und-Igel-Rennen zwischen Polizei und nächtlichen Sprayern die Öffentlichkeit. Kaum hat die Stadt die Lärmschutzwand am Basketball-Court am Connewitzer Kreuz weiß getüncht, taucht über Nacht ein neues Grafitto auf, das die Polizei beleidigt. Mit einem Antrag mehrerer Stadträt/-innen im Stadtrat könnte sich das ändern.
Unerzählt und Unbezahlbar: Künstlerinnen der GEDOK Leipzig zeigen die meist ignorierte Seite der Leipziger Stadtgeschichte
Antje Brodhun, amtierende Leiterin des Kulturamtes Stadt Leipzig, Dr. Anselm Hartinger, Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig, und Michaela Weber (GEDOK Mitteldeutschland e.V.) in der Ratsstube des Alten Rathauses vor der künstlerischen Arbeit "ABARBEITEN" (Verstrickte Stadtratsvorlagen) von Mandy Gehrt. Foto: SGM, Julia Liebetraut

Foto: SGM, Julia Liebetraut

Für alle LeserDas Stadtgeschichtliche Museum wird munterer und zeigt zunehmend all jene Dinge, die in der alten, männerdominierten Geschichtsbetrachtung meist ignoriert wurden. Und dazu gehören nun einmal auch die Frauen, die auch in der Leipziger Stadtgeschichte bislang kaum über ein Alibiplätzchen am Katzentisch hinauskamen. Eine GEDOK-Ausstellung im Alten Rathaus thematisiert diese Marginalisierung jetzt erstmals. Und zwar direkt im Zusammenhang mit der ständigen Ausstellung.