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Dunkeldeutsche muss man mögen, aber …

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    Sommerzeit, Urlaubszeit am Strand und die Sonne knallt so schön. Am Montag bringt sich der Teil von Legida, der kein Geld für einen flotten Griechenlandtripp hat, wieder selbst ums Eck. Diesmal eifrig unterstützt durch das Mutti-Bündnis aus dem Tal der Ahnungslosen. Vielleicht werdens ja wieder 300. Und heute hat sich die AfD endgültig zum politischen Sachsen-Arm der Straßenlatscher (Lügendemonstranten!) gemausert. „Lügenlucke“ (Lügänluggä) haben sie in Essen gerufen und Petry Heil hieß es am Schluss. Die Asylbewerberheime brennen wieder in Sachsen, das leise Kichern am Stammtisch begleitet das fleißige Zündeln – alles läuft nach Plan. Sachsen kommt.

    Das ist diesen Kameltreibern doch wohl noch beizubringen, dass hier nicht das Ende der Flucht ist. Das lernen sie in Sachsen, hier wird gefälligst weitergeflüchtet. Die unangepassten Jugendlichen flüchten in die Großstädte, die Asylbewerber auch. Aus guten Gründen, denn das Rennen vor der körperlichen Bedrohung verlernen sie auch im ländlichen Sachsen nicht. Durch die Innenstädte, bei jedem Einkauf, an der Jobcentertür.

    Die, die bleiben, treffen sich in der Gastwirtschaft „Zum gehenkten Ausländer“ oder im „Deutschen Eck“. Das Boot ist voll! rufts einstimmig aus den zusammengeborgten Jahreswagen in Freital, Meißen, Bautzen, Grimma und Rochlitz.

    Ich mag die Dunkeldeutschen rings um Dresden und Döbeln ja irgendwie, aber …

    Es sind einfach zu viele. Ja, sie haben richtig gelesen – einfach zu viele. Und der Genpool ist versaut, vor allem in diesen inzestuösen Hinterwald-Dörfern Sachsens, wo der nächste Bürgermeister im Schützenverein gewählt wird. Und die CDU gewinnt, solange sie nur verspricht, dass wirklich alles bleibt, wie es immer schon so war. Da, wo man aufpassen muss, nach 0 Uhr in der Sachsendisco nicht die eigene Cousine zu den hereintrommelnden Helene-Fischer-Beats von DJ Matthias auf dem Klo zu schwängern. Nachher heißt es wieder – da war das Crystal schuld und Europa wegen der offenen Grenzen.

    Unsere Claudia macht so was eigentlich nicht! Und am Sonntag sieht man sich in der Kirche oder auf dem Dorfanger beim Würstchen. Hier werden die Hühner noch selbst getreten und der Lehrer zählt zur intellektuellen Elite. Tucholsky ist weit weg, denn es gilt: Der, der auf den Schmutz hinweist, ist der größere Verräter, als der, welcher ihn macht. „Lügenpresse!“

    Dunkeldeutschland hat Konjunktur

    Irgendwer will offenbar irgendwem immer irgendetwas wegnehmen. Der faule Krieche dem hart arbeitenden Deutschen, der Flüchtling dem hart arbeitenden Deutschen, Europa dem hart arbeitenden Deutschen. Die USA eh und der Rest der Welt will auch etwas abhaben vom deutschen Reichtum. Irgendwo hinter Dresden ist es längst wieder das Weltjudentum, welches den braven, anständigen Deutschen den Vorgarten zertrampelt. Begonienmassaker und geknickte Hecken in Coswig! Ruft die Bürgerwehr! Wer Kartoffeln nicht liebt, soll Deutschland verlassen!

    Sie sind schon niedlich, bis man ihnen den Umgang mit Streichholz und Benzin zeigt. Apropos Benzin: Über 80 Prozent Begonienfreunde wollen die Griechen aus dem Euro schmeißen. Und damit mindestens 80 Milliarden fällig stellen, die sie genau dann zu zahlen hätten. Die Logik eines Dunkeldeutschen ist die eines Lineals – ganz gleich, wo das Papier reißt, Hauptsache die Front ist klar. Irgendwas mit einer Mauer scheint ein Exportgut aus Sachsen zu sein.

    Warum arbeitet der Dunkeldeutsche eigentlich so hart?

    Damit er in den Urlaub fahren kann. Flüchten aus der selbst gemalten Tristesse. Denn solange er selbst der Ausländer ist, der genug Geld dabei hat, ist Ausländer sein total entspannt. Daher auch die Verwunderung über diese angespannten Gäste – sollen sie doch mal im Wald spazieren gehen! Im Ausland ist er sehr serviceinteressiert, wundert sich, warum sich für 2,65 Euro auf sein Klingeln am Hoteltresen hin nicht umgehend der Koffersklave findet, der er selbst zu Hause ist. Den Rest der Zeit sitzt er mit seiner Weltmeister-2014-Unterhose am Strand und schaut mit einem Kasper-David-Friedrich-Blick auf die Wellen.

    Und denkt sich bei der Erinnerung an die Vögelei mit Claudia und seine 40-Stunden-Woche in der Metallbude daheim, dass es doch alle anderen auch so machen könnten? Warum nur wollen sie keine Deutschen oder Europäer nach diesen Tugenden sein? Vielleicht auch, weil sie ein paar von diesen Sachsen erlebt haben.

    Zur Sachsendisco – buchbar für jeden Anlass, DJ Matthias macht wirklich alles möglich.
    www.sachsendisco.de

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