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Polizeibericht, 17. Dezember: Brandstiftung, Einbrecher auf Diebestour, Standhaftes Fenster

In Volkmarsdorf und in Connewitz wurden heute Nacht mehrere Fahrzeuge in Brand gesetzt +++ Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma konnten heute Nacht zwei Männer im Kleingartenverein "Neulindenau e. V." auf frischer Tat stellen +++ In Grünau widerstand das Fenster eines Einkaufsmarktes trotz rabiatem Mittel einem Einbruchsversuch.

Brandstiftung an zwei Fahrzeugen

In der letzten Nacht wurden in der Prinz-Eugen-Straße ein älteres Mercedes-Wohnmobil und ein VW-Kleinbus in Brand gesteckt. Vor dem Mercedes parkte ein Pkw Dacia, der durch die Hitze des Feuers ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde. Auf welche Weise die Fahrzeuge den Flammen übergeben wurden, ist bisher noch nicht geklärt, ein technischer Defekt wird von der Polizei derzeit jedoch ausgeschlossen. Das Wohnmobil und der VW-Kleinbus wurden nach Abschluss der Löscharbeiten abgeschleppt und für die Spurensuche sichergestellt. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist bisher noch nicht bekannt.

Transporter brannte

Ein Zeuge fuhr in der letzten mit seinem Fahrzeug die Torgauer Straße in stadtauswärtige Richtung. An einem abgestellten Transporter am Gehweg sah er einen hellen Feuerschein. Er hielt an und sah, dass der hintere und vordere Reifen auf einer Seite anfing zu brennen. Er löschte den Brand sofort mit einem Feuerlöscher. Der 38-jährige Halter des Fahrzeuges kam ebenfalls zum Ort sowie die Kameraden der Feuerwehr Leipzig-Ost. Der Brand war schnell gelöscht. Nach ersten Erkenntnissen gehen die Beamten von einer Brandstiftung mit einer bisher unbekannten Flüssigkeit aus. Zum Motiv konnten noch keine Erkenntnisse erlangt werden. Die Ermittlungen dauern an. Der Sachschaden ist noch unbekannt.

Einbrecher auf Diebestour

Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma konnten heute Nacht zwei Männer (26, 27) auf frischer Tat stellen. Anschließend riefen sie die Polizei. Die Einbrecher waren im Kleingartenverein „Neulindenau e. V.“ und dort in vier Gartenlauben eingedrungen, nachdem sie die Türen zu den Häuschen aufgehebelt hatten. Das Diebesgut und andere Gegenstände, wie zwei Fahrräder, einen Fahrradanhänger, Kärcher, Bolzenschneider sowie einen Rucksack mit diversen Einbruchwerkzeugen, stellten dann die Gesetzeshüter sicher. Bevor diese eintrafen, konnte sich der 27-Jährige losreißen und flüchten. Sein jüngerer Komplize hat sich strafrechtlich zu verantworten. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Fenster widerstand Einbruchsversuch

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag versuchten unbekannte Täter, in einen Supermarkt in der Breisgaustraße einzubrechen. Hierfür sollte zuerst ein Fenstergitter aufgehebelt werden – was auch gelang. Um danach letztendlich auch in den Laden zu gelangen, griffen die Täter zu einem rabiaten Mittel: ein Gullideckel. Mit der Kanalabdeckung versuchten sie sodann, das doppelt verglaste Fenster einzuwerfen, was schon nicht mehr von Erfolg gekrönt war. Zwar splitterte der äußere Teil der Verglasung, das Innenfenster jedoch nicht. Ergo: kein Eindringen möglich. Bemerkt hatte den Schaden der Anlieferservice eines Bäckers, der sich ebenfalls in dem Supermarkt befindet. Der Sachschaden selbst konnte noch nicht beziffert werden.

Körperverletzung in Erstaufnahmeeinrichtung

Ein 40-jähriger Asylbewerber gab gestern Vormittag in der Erstaufnahmeeinrichtung in der Friederikenstraße einem 44-jährigen Mitarbeiter des Malteser-Hilfsdienstes eine „Kopfnuss“ und schlug ihn danach mit der Faust gegen seinen Kopf. Daraufhin ging der 44-Jährige zu Boden und erlitt Verletzungen. Eine in der Nähe stehende 40-jährige Mitarbeiterin vom Malteser Hilfsdienst beleidigte der Tatverdächtige mit obszönen Worten. Diese rief daraufhin die Polizei, die die weiteren Ermittlungen an Ort und Stelle übernahm.

Vorfahrtsmissachtung

Die Fahrerin (55) eines Dacia war gestern Vormittag auf dem Sandmännchenweg in Richtung Zwickauer Straße unterwegs. Auf der Kreuzung wollte sie nach links abbiegen. Dabei missachtete sie allerdings die Vorfahrt eines auf der Zwickauer Straße von rechts kommenden Honda (Fahrer: 71). Beide Fahrzeuge stießen zusammen. Aufgrund des Zusammenpralls kam der Hondafahrer nach links von der Straße ab, schleuderte über den Bordstein, gegen ein Geländer und danach in den Haltestellenbereich Triftweg. Er fuhr weiter über die Gleise, geriet auf den gegenüberliegenden Fußweg und stieß frontal wiederum gegen ein Geländer, an welchem er dann stehen blieb. An diesem löste sich eine Querstange, die gegen einen vorbeifahrenden BMW, der auf der Zwickauer Straße stadtauswärts fuhr, stieß und beschädigte. Der 71-Jährige erlitt leichte Verletzung und wurde in einem Krankenhaus ambulant behandelt. An allen drei Fahrzeugen sowie den Geländern und Bordsteinen entstand Schaden in Höhe von ca. 10.000 Euro. Es gab mehrere Zeugen, die Polizei und Rettungswesen verständigten. Gegen die 55-Jährige wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Verkehrsregeln gelten auch für Radfahrer

Gestern Nachmittag musste eine 46-jährige Pkw-Fahrerin mit der Leipziger Eigenheit vieler Radfahrer Bekanntschaft machen, die darin besteht, auf der falschen Seite den Radweg zu benutzen. Die 46-Jährige, in ihrem blauen VW Polo, wollte von der Tankstelle gegenüber einem großen Baumarkt nach rechts auf die Delitzscher Straße, Richtung Stadt, abbiegen. Dabei vergewisserte sie sich, dass von links sowohl auf der Straße, als auch auf dem Radweg niemand kam. Dass ihr nun aber von rechts eine Fahrradfahrerin (57) entgegenkam, damit hatte sie nicht gerechnet. Es folgte das Unausweichliche: Ein Zusammenstoß zwischen Pkw und Fahrrad war nicht mehr zu verhindern. Die 57-Jährige verstauchte sich beim Sturz den Knöchel und wurde zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Trotz dass die Fahrradfahrerin auf der falschen Seite fuhr, wurde gegen die 46-Jährige eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung erstattet. Über das weitere Verfahren müssen später die Staatsanwaltschaft und das Gericht entscheiden.

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