-1.6 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Polizeibericht, 4. September: Abgebrochene Scheibenwischer, Portemonnaie geraubt, Fahrerflucht

Von Polizeidirektion Leipzig

Mehr zum Thema

Mehr

    In der Riebeckstraße,Theodor-Neubauer-Straße, Neumannstraße, Friedrich-Dittes-Straße, Kohlgartenweg und Stünzer Straße wurden insgesamt 21 Heckscheibenwischer abgebrochen +++ In einer Bankfiliale auf dem Bahnhof wurde ein 54-Jähriger mit Reizgas angegriffen und das Portemonnaie entrissen +++ In Höhe der Ortseingangstafel „Laußig“ überholte ein Pkw-Fahrer eine Fahrradgruppe, löste dabei einen Unfall aus und machte sich von dannen – In allen Fällen werden Zeugen gesucht. Was ist ein Skandal? – Die Polizei in eigener Sache zur „Berichterstattung“ zum Sexualdelikt im Rosental.

    Abgebrochene Scheibenwischer

    Riebeckstraße, Theodor-Neubauer-Straße, Neumannstraße, Friedrich-Dittes-Straße, Kohlgartenweg und Stünzer Straße – eine Schneise abgebrochener Heckscheibenwischer hinterließen Sonntagnacht Unbekannte an Autos von Herstellern jedweder Couleur in diesen Straßen. Insgesamt 21 an der Zahl, wobei die Bezifferung des Gesamtschadens noch aussteht.

    Nun ermittelt die Polizei wegen Sachbeschädigung und bittet Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder den unbekannten Tätern geben können, sich beim Polizeirevier Südost, Richard-Lehmann-Straße 19 in 04177 Leipzig, Tel. (0341) 3030 -100 zu melden.
    Räuber wartete auf Gelegenheit

    Ein Herr (54), der Samstagvormittag, 09:30 Uhr, eben erst seine Kontoauszüge in einer kleinen Bankfiliale auf dem Bahnhof geholt hatte, war diese überraschend schnell wieder los. Er wollte sie während des Verlassens vom Kundenraum ins Portemonnaie stecken, doch da griff ein dreister Räuber ohne zu zögern und ohne Skrupel zu. Er sprühte dem 54-Jährigen Reizgas ins Gesicht und entriss ihm das Portemonnaie samt 100 Euro Bargeld, Kreditkarten, Personalausweis und Fahrkarten. Dann rannte er zum Ausgang der Westhalle. Ein Zeuge sah den mutmaßlichen Täter auf sich zu rennen, gefolgt von dem 54-Jährigen und rief immer wieder sinngemäß „Haltet den Dieb“. Versuche, ihn festzuhalten, scheiterten. So verließ der Räuber die Westhalle und rannte weiter Richtung Osthalle, um dort den Bahnhof erneut zu betreten. Dort allerdings verlor sich dann dessen Spur.

    So blieb dem Herrn am Ende nur, die Anzeige bei der Polizei zu erstatten, die nun wegen schwerem Raub ermittelt.

    Demnach wird nach einem Mann gesucht, auf den folgende Beschreibung passt:

    • 175 – 180 cm groß
    • 20 – 25 Jahre alt
    • dunkle Haut (afrikanischen Typs)
    • anthrazitfarbene, lange Hose (Schnitt zwischen Regular und Skinny)
    • schwarzer Kapuzenpullover, eventuell mit Brustaufdruck
    • schwarzes Basecap (komplett Stoff, mit Abnutzungserscheinungen)
    • schwarze Turnschuhe (Schuh und Sohle schwarz)

    Später musste sich der 54-Jährige aufgrund verschiedener Abschürfungen an Hand und Arm sowie der gereizten Haut im Gesicht per Rettungswagen in eine Leipziger Klinik bringen und ambulant behandeln lassen.

    Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich bei der Kripo, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden.  

    Polizei sucht dringend Zeugen

    Unmittelbar in Höhe der Ortseingangstafel „Laußig“ überholte Sonntagnachmittag, gegen 17:00 Uhr, ein Renault-Fahrer (?) mit seinem altehrwürdigen Auto samt Wohnanhänger eine große Fahrradgruppe, die im Pulk von ca. 20 Radlern aus Torgau kommend Richtung Ortsmitte fuhr. Dabei beachtete der Autofahrer ein entgegenkommendes Auto nicht, welches er erst hätte passieren lassen müssen. So blieb der VW-Fahrerin (25) nichts weiter übrig, als ihren Passat abzubremsen und zu warten. Doch der hinter ihr fahrende Motorradfahrer (65) schaffte es nicht mehr rechtzeitig. Er stürzte und rutschte mit seiner Suzuki in den VW, wobei er sich leicht verletzte. An den beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden. Der Renault-Fahrer indes fuhr mit seinem Gespann weiter.

    Nun ermittelt die Leipziger Verkehrspolizei wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort und bittet Zeugen, die Angaben zu diesem Fahrzeuggespann, dessen amtlichen Kennzeichen und/oder dem Fahrer machen können, sich an die VPI Leipzig, Schongauerstraße 13, 04328 Leipzig, Tel. (0341) 255 – 2851 (tagsüber) sonst 255 – 2910 zu wenden.

    Insbesondere bittet die Polizei die Fahrradfahrer aus der Gruppe sich zu melden, die an dem Nachmittag zur Unfallzeit auf der S 11 mit schwarzen Trikots und neongelben Applikationen unterwegs waren.

    Koffer auf Reisen, aber nicht ins Urlaubsparadies

    Trotz dessen, dass Koffer und Rucksack direkt neben ihrer Besitzerin (79) standen, konnte sie Sonntagfrüh nicht verhindern, dass jene plötzlich von einem dreisten Langfinger weggeholt wurden. Die Dame hatte an der Bushaltestelle gewartet, in froher Aussicht auf ein paar erholsame Tage im Irgendwo. Daher steckten auch allerlei Kleidungsstücke, Schmuck und Toilettenartikel in ihrem „Gepäck“. Ein Fotoapparat war ebenfalls dabei. Jedenfalls witterte der Langfinger früh morgens seine Chance, griff sich den schwarzen Stoffkoffer mit rosa Punkten sowie den schwarzen Rucksack mit blauen Streifen und verschwand. Sofort erstattete die Dame bei der Polizei Anzeige und konnte nur sagen, dass es ein großer, schlanker Mann südländischen Typs in dunkler Kleidung gewesen war und Richtung Bürgermeister-Müller-Park verschwand. Die Polizei ermittelt nun wegen Diebstahl.

    Sachbeschädigungen an Wahlplakaten

    Durch unbekannte Täter wurden am Sonntag im Bereich Max-Liebermann-Straße/Landsberger Straße/Lotzestraße/Hans-Oser-Straße acht Wahlplakate der CDU, fünf Wahlplakate der Partei „Die LINKE“ und zwei Plakate der Partei „SPD“ beschädigt. Die Höhe des Sachschadens steht noch aus.

    Wahlplakate beschädigt – Täter gestellt

    Fall 1

    Durch einen Hinweisgeber konnten aufmerksame Polizeibeamte, die ihre Streifentätigkeit in Wiederitzsch versahen, Sonntagnachmittag drei tatverdächtige Personen (34 w; 36 und 39), die insgesamt sieben doppelseitige aufgehangene Wahlplakate (5 x CDU und 2x AfD) heruntergerissen hatten, in unmittelbarer Tatortnähe stellen.

    Fall 2

    Die Polizeibeamten konnten am Sonntag drei tatverdächtige Personen (18, 17, 16 m) in Eutritzsch auf frischer Tat stellen, als diese mit einem Gartenwerkzeug ca. 20 Wahlplakate der AfD heruntergerissen hatten. Die Höhe des Sachschadens steht noch aus.

    Fall 2

    Ein Hinweisgeber informierte die Polizei, dass mehrere Personen auf der Bismarkstraße entlangliefen und Wahlplakate der Partei „DIE LNKE“ heruntergerissen hatten bzw. diese anzündeten. Die Polizei konnte in der Nähe des Tatortes in Delitzsch vier Personen stellen (20 w; 19 m; 20 m; 21 m). Auf dem Weg zu den Personen löschten die Beamten mittels Feuerlöscher noch ein angebranntes Wahlplakat. Zu weiteren Ermittlungen wurden diese mit in das Polizeirevier genommen. Insgesamt wurden drei Wahlplakate der Partei „DIE LINKE„ beschädigt. Die Höhe des Sachschadens steht noch aus.

    Gegen die Straßenbahn gefallen

    Aus unerklärlichen Gründen kam am Samstagvormittag eine 31-jährige Frau an der Straßenbahnhaltestelle vor dem Hauptbahnhof ins Wanken. Sie konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten und fiel gegen die an der Haltestelle stehende Straßenbahn. Dabei verletzte sie sich leicht. Sie wurde vorsorglich zur Untersuchung und Beobachtung ins Krankenhaus gebracht.

    Radfahrer verstirbt an Unfallstelle

    Am Sonntagabend fuhr die Fahrerin eines Ford Fiesta auf der S 43 in der Ortslage Naunhof aus Richtung Brandiser Straße. Ca. 50 m vor der Kreuzung zur Eichaer Straße fuhr sie gegen einen Radfahrer, der vor ihr in die gleiche Richtung fuhr. Der Radfahrer stürzte schwer und zog sich lebensbedrohliche Verletzungen zu. Ein nachfolgender Autofahrer leistete erste Hilfe und reanimierte den Radfahrer, bis der Notarzt eintraf – vergeblich. Der Arzt konnte nur noch den Tod des 27-Jährigen feststellen. Gegen die 49-jährige Fiesta-Fahrerin wurde ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eröffnet. Dabei wird auch ermittelt, inwieweit der Fahrradfahrer zum Unfall beigetragen hat. Am Fahrrad waren keine lichttechnischen Einrichtungen vorhanden. Zudem war er dunkel gekleidet. Die Ermittlungen zum Unfall laufen.

    Was ist ein Skandal?

    Nachtrag zur Pressemeldung: „Joggerin wird Opfer eines Sexualdeliktes“ vom 1. September 2017

    Am vergangenen Freitag informierte die Pressestelle der Polizeidirektion Leipzig in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Leipzig proaktiv über eine Tat, welche strafrechtlich unter den § 177 StGB – sexueller Übergriff; sexuelle Nötigung; Vergewaltigung fällt und mit einer massiven Gewalteinwirkung gegen das Opfer einherging. Aufgrund dessen wurde ein Zeugenaufruf initiiert, welcher im Umkehrschluss auch hinweisenden bzw. warnenden Charakter trug. Hierzu ist die Polizei im Übrigen nicht zuletzt aufgrund ihrer gefahrenabwehrenden Verantwortung verpflichtet.

    Gleichwohl die in Rede stehende Pressemitteilung ganz bewusst nicht die Warnung in den Mittelpunkt stellte, griffen genau diesen Punkt zahlreiche Medienvertreter auf. In der Folge wandten sie sich ab Freitag und über das gesamte Wochenende vorrangig über die bekannte Rufnummer an den Bereitschaftsdienst der Pressestelle. Obwohl Herr EPHK Voigt stark in die Bewältigung der Versammlungslage in Wurzen eingebunden war, kam er den Bitten um weitere Auskünfte im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten vollumfänglich nach. Weil eine Standardfrage darauf abzielte, seitens der Polizei Verhaltenstipps in Erfahrung zu bringen, äußerte sich Herr Voigt dahingehend, Frauen mögen beim Joggen verstärkt auf das Umfeld achten und sie sollten im Rosental einstweilen möglichst nicht allein joggen.

    Auch wenn einzelne Journalisten meinen, diese „Warnung“ sei ein Skandal, sind die meidenden Verhaltenstipps völlig richtig. Solche werden analog bei quasi jeder anderen Deliktsform auch getroffen und stellen gerade bei einer solch schwerwiegenden Straftat eine Selbstverständlichkeit dar. Es besteht mithin keinerlei Grund, sich hiervon zu distanzieren oder sie zu relativieren, zumal nicht die unterstellte Aussage einhergeht, die Polizei würde tatenlos bleiben und keine Präsenz zeigen. Eben jene wurde im Rosental, beispielsweise durch Streifentätigkeit der Fahrradstaffel, umgehend verstärkt.

    Zum Thema traten der Leipziger Oberbürgermeister und Herr Merbitz am Wochenende telefonisch in Kontakt. Beide zeigten sich darin einig (und nicht empört), die Bevölkerung vor konkreten Kriminalitätsphänomenen warnen zu müssen und – wie schon vormals mehrfach bekundet – für das Gebiet der Stadt Leipzig ein Mehr an Polizei zu benötigen.

    Im Übrigen sind sich alle Verantwortungsträger darüber im Klaren, mit einem Personalzuwachs der Größe X nicht sämtliche Straftaten verhindern zu können. Kriminalität bleibt auch in Zukunft ubiquitär und mitten unter uns.

    Zum konkreten Ermittlungsstand sowie zu vorgenommenen oder angedachten Ermittlungshandlungen sind aus naheliegenden Gründen keine weiteren Angaben möglich, welche über die Pressemitteilung vom 1. September 2017 hinausreichen. Einerseits war das Opfer bis zum jetzigen Zeitpunkt wegen der erlittenen Verletzungen nicht vernehmungsfähig und kriminaltechnische Arbeit (Spurensicherung und Spurenauswertung) benötigt in der Praxis deutlich mehr Zeit als eine abendliche Krimiserie. Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion Leipzig werden der Allgemeinheit zusätzliche Angaben erst verkünden können, wenn solche vorliegen und/oder sie durch Veröffentlichung der Klärung der Tat dienlich sind – nicht zur reinen Befriedigung von Neugier.

    In diesem Zusammenhang bittet die Pressestelle der Polizeidirektion Leipzig einzelne Medienvertreter überdies um kritische Prüfung ihrer eigenen Berichterstattung. Die Behörden verzichteten bewusst auf die Begrifflichkeit Vergewaltigung, weil sie falsche Vorstellungen einer ohnehin gravierenden Tat erzeugt und das Opfer zusätzlich belastet. Ist es weiterhin notwendig, durch Kommentieren von Zitaten eine vermeintliche Zwietracht zwischen Stadt und Polizei zu suggerieren? Passen (Zwischen-) Überschriften zum darunter abgedruckten Zitat des Polizeisprechers? Können (selbst abgeforderte) Verhaltenstipps herangezogen werden, um der Polizei vorzuwerfen, sie würde das Rosental angeblich zum No-Go-Area erklären? Wer diese Fragen für sich bejaht, lese bitte sogleich die Kommentarspalten und sichte, welche Ressentiments er damit bei einem Teil der Bevölkerung fördert.

    In eigener Sache: Abo-Sommerauktion & Spendenaktion „Zahl doch, was Du willst“

    Topthemen

    - Werbung -

    Aktuell auf LZ