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Deutsche Meisterschaften: Elf Medaillen für Leipzigs Schwimmer auf der Kurzbahn

Zum Jahresabschluss haben die Leipziger Schwimmer bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Berlin insgesamt elf Medaillen aus dem Becken gefischt. Die Glanzlichter zur Adventszeit kamen dabei vor allem von Marie Pietruschka (SSG Leipzig). Nachdem sie über ihre Paradestrecke 200m Freistil bereits am Freitag gegen starke nationale Konkurrenz zu Bronze schwamm, gab es für die 22-Jährige zum Abschluss der Titelkämpfe auch über die 100m Lagen den dritten Platz.

„Das war etwas unerwartet und hat mich gefreut“, meinte Pietruschka, die auch über die 50 und 100m Freistil im A-Endlauf gestartet war, nach dem Lagenfinale. Besonders der Erfolg über die 200m Freistil stimmte sie positiv: „Damit war ich sehr zufrieden. Ich weiß, woran ich arbeiten muss und das motiviert mich für die nächsten Monate und für die Langbahn-Saison.“

Neben Marie Pietruschka konnte auch Juliane Reinhold (ebenfalls SSG) bei der Medaillenvergabe unter Deutschlands Spitzenschwimmerinnen ein Wörtchen mitreden. Über ihre Paradestrecke 400m Lagen sicherte sie sich Bronze und über die 200m Lagen schlug sie im Finale mit der zweitschnellsten Zeit an. Eine Disqualifikation wegen eines Wendenfehlers kostete sie jedoch den Vizemeistertitel. „Die 200m Lagen waren eigentlich mein persönliches Highlight, bis ich an der Anzeigetafel ‚DSQ‘ gelesen habe. Aber ‚Shit happens‘. Ich weiß, dass ich es kann und das motiviert unglaublich“, so Reinhold, die den Blick nun ebenfalls auf die Langbahn richtet.

Auch Trainer Frank Embacher lobte die Leistungen seiner Athleten. „Mit drei Bronzemedaillen in der offenen Klasse und einigen guten Platzierungen kann man jetzt nicht unzufrieden sein. Nicht nur bei den Älteren, sondern bis hin zur Jüngsten, Julia Mäder, die sich hier sehr gut geschlagen hat. Das sind Ergebnisse, die aufhorchen und darauf hoffen lassen, dass auch unsere zweite Reihe mit der Zeit aufrückt“, erklärt er und verweist auf die starken Leistungen der Leipziger Junioren, die in der Nachwuchswertung acht Medaillen holen konnten.

Die Hälfte davon ging auf das Konto der mittlerweile in Hamburg trainierenden SSG-Schwimmerin Lucie Kühn, die über die 100m Lagen Deutsche Junioren-Kurzbahnmeisterin wurde und jeweils Bronze über die 100 und 200m Rücken sowie 200m Lagen abräumte. Zudem sorgte sie mit Platz fünf im A-Finale über die 100m Lagen für einen Achtungserfolg.

Michael Schäffner (SC DHfK Leipzig) untermauerte seine Stellung als eines der bundesweit stärksten Rückenschwimmer-Talente mit Junioren-Titeln über die 50 und 100m Rücken, sowie Bronze über die 200m-Strecke. Die Leutzscherin Julia Mäder rundete das starke Junioren-Ergebnis mit Platz drei über die 100m Schmetterling ab.

Auch die weiteren Schwimmer des Leipziger Landesstützpunktes konnten zum Jahresabschluss in Berlin noch einmal starke Leistungen abrufen. Paul Hentschel (SC Chemnitz) kratzte so zum Beispiel über die 400m Lagen am Podium. Thomas Rohmberger (SV Zwickau) gewann das B-Finale über die 200m Schmetterling und knackte dabei erstmals die magische Zwei-Minuten-Marke. Außerdem schwamm sich Lea Marsch (SC Riesa), obwohl sie gesundheitlich angeschlagen an den Start ging, in mehrere C-Endläufe.

„Es sollte eine Standortbestimmung des Ist-Zustandes werden“, so Frank Embacher, der mit Blick auf das kommende Jahr noch einige Stellschrauben für Verbesserungen sieht. „Wir müssen auf jeden Fall daran arbeiten, dass wir schon früh schnell schwimmen können und nicht erst am Nachmittag. Dadurch haben wir einige Endläufe verpasst. Außerdem gab es technische und taktische Fehler, aber ich glaube, das kann man innerhalb eines halben Jahres (bis zur Langbahn-DM) deutlich verringern. Was außerdem wichtig ist, ist dass wir uns noch mehr Stehvermögen erarbeiten. Im Verlaufe der Wettkämpfe sind doch bei dem einen oder anderen die Kräfte geschwunden.“

Mit frischer Energie werden die Leipziger Schwimmer diese Punkte nach der verdienten Weihnachtspause angehen, um bei den Deutschen Meisterschaften auf der Langbahn im Juli für weitere Achtungszeichen in der nationalen Spitze sorgen zu können.

Die Medaillen der Leipziger Schwimmer im Überblick:

Marie Pietruschka (SSG Leipzig):

o   Bronze – 200m Freistil (1:56,88) – offene Klasse

o   Bronze – 100m Lagen (1:02,14) – offene Klasse

Juliane Reinhold (SSG Leipzig):

o   Bronze – 400m Lagen (4:41,57) – offene Klasse

Lucie Kühn (SSG Leipzig)

o   Gold – 100m Lagen (1:03,12) – Junioren

o   Bronze – 100m Rücken (1:01,64) – Junioren

o   Bronze – 200m Rücken (2:12,45) – Junioren

o   Bronze – 200m Lagen (2:17,17) – Junioren

Michael Schäffner (SC DHfK Leipzig)

o   Gold – 50m Rücken (0:25,20) – Junioren

o   Gold – 100m Rücken (0:54,61) – Junioren

o   Bronze – 200m Rücken (2:01,18) – Junioren

Julia Mäder (SSV Leutzsch)

o   Bronze – 100m Schmetterling (1:01,44) – Junioren

MelderSchwimmenSSG Leipzig
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Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

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