Seit dem heutigen Montag flattert vor dem Neuen Rathaus die Flagge des Städtenetzwerks „Mayors for Peace“, welches sich stark macht gegen den Einsatz von Atomwaffen. Die Stadt Leipzig ist seit 2005 Mitglied in dem Bündnis. Außerdem: Auf Leipzigs Gleisen rollen bis auf zwei Linien wieder alle Straßenbahnen im gewohnten Takt und in Frankreich mussten 10.000 Menschen wegen eines großflächigen Brandes evakuiert werden. Die LZ berichtet, was am Montag, dem 6. Juli 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

„Mayors for Peace“ gegen Einsatz von Atomwaffen

Bereits am heutigen 6. Juli wurde um 15 Uhr vor dem Neuen Rathaus die Flagge der „Mayors for Peace: Für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen“ gehisst. Um 17 Uhr fand ein Friedensgebet in der Nikolaikirche statt. Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Die Linke) verlas dort ein Grußwort.

Leipzig ist seit 2005 Teil des internationalen Städtenetzwerks, welches 1982 auf Initiative Initiative der Städte Hiroshima und Nagasaki gegründet wurde. Mittlerweile gehören gut 8.600 Städte und Gemeinden aus 166 Ländern zu dem Bündnis, welches sich gegen den Einsatz von Atomwaffen einsetzt.

Traditionell erinnert der Gedenktag an den 8. Juli 1996, als im niederländischen Den Haag ein ein Rechtsgutachten ausgestellt wurde, welches sich dafür aussprach, dass die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen generell mit den Regeln des humanitären Kriegsvölkerrechts unvereinbar sind. Das Gutachten ist nicht bindend, sondern als Appell und gemeinsame Übereinkunft zu verstehen.

Die Flagge – eine weiße Taube auf grünem Grund – wird noch bis zum 9. Juli vor dem Neuen Rathaus wehen.

LVB-Update

Seit heutigem Beginn der neuen Woche sind fast alle Straßenbahn-Linien der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) wieder wie gewohnt unterwegs. Einzig die Linien 8 und 12 sind noch nicht wieder im Einsatz. Laut LVB soll es Mitte der Woche aber soweit sein.

Um sich bei allen freiwilligen Helfer*innen zu bedanken, welche in den letzten Tagen die Mitarbeitenden des Betriebs dabei unterstützt hatten, die Gleise frei zu kratzen von der geschmolzenen Fugengussmasse, haben die Verkehrsbetriebe noch bis zum 12. Juli eine Dankes-Aktion gestartet. Dabei können Fahrgäste mit ihrem Ticket eine zweite Person gratis mitnehmen.

Klingbeil stellt Haushaltsentwurf vor

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat heute seinen Entwurf für den Haushalt 2027 vorgestellt. Insgesamt 203,7 Milliarden Euro neue Schulden sollen im nächsten Jahr gemacht werden. 118,7 Milliarden Euro davon belaufen sich auf den Kernhaushalt, 54,9 Milliarden für das Sondervermögen Infrastruktur und 30 Milliarden Euro sind aus dem Sondervermögen Bundeswehr vorgesehen.

Die Ausgaben für Zinsen für die Schulden liegen im nächsten Jahr bei 41,9 Milliarden Euro. In 2030 werde die Summe durch höhere Zinslast auf 80,7 Milliarden Euro ansteigen.

Der Etat für Arbeit und Soziales bleibe laut Klingbeil mit 201,5 Milliarden Euro der größte Anteil im Bundeshaushalt. Auch sein Parteikollege Boris Pistorius, Bundesverteidigungsminister, erhält für sein Ministerium 109,7 Milliarden Euro – der Etat sei überproportional hoch.

Kürzen will Klingbeil unter anderem beim Klima- und Transformationsfonds. Dieser sei „sehr chaotisch gewesen“. Jedes Kabinett soll außerdem zwei Prozent des veranschlagten Etats kürzen.

Stadtrat, die DNA des Ostens und ein Messerangriff

Worüber die LZ heute berichtet hat:

Messerangriffe auf Ex-Liebhaber in Szenebar: Landgericht spricht Angeklagten frei

Der Stadtrat tagte: Wie einige Stadträte von einer stillen Tagungsvilla in Machern träumen

Die DNA des Ostens: Die ganze Vielfalt ostdeutscher Mentalitäten in 15 Interviews

Der Stadtrat tagte: Ein letzter Appell aus Leipzig für die Tunnellösung im Agra-Park

Der Stadtrat tagte: Vor 2032 wird das Leibniz-Gymnasium am Nordplatz nicht saniert

Prozess wegen Waffenverkauf und Großbrände in Südeuropa

Was heute außerdem wichtig war: Vor dem Wuppertaler Landgericht hat am heutigen Montag der Prozess begonnen gegen drei Männer im Alter von 35, 38 und 60 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, ein umfangreiches Arsenal an Waffen – unter anderem Maschinengewehre, Handgranaten und Panzerabwehrwaffen – in einem geheimen Lager in Remscheidt gehortet und weiterverkauft zu haben.

Etwa 10.000 Menschen mussten in Frankreich ihre Häuser verlassen. Wegen eines großflächigen Waldbrandes im Südwesten des Landes mussten sie evakuiert werden. Auch in Griechenland, Portugal und Spanien kämpfen tausende Einsatzkräfte der Feuerwehr gegen Brände.

Was morgen passieren wird: Am morgigen Dienstag sowie am Mittwoch findet in der Türkei der NATO-Gipfel statt. Im Vorfeld des Treffens von Staats- und Regierungschefs aus aller Welt kursiert bereits die Sorge, US-Präsident Donald Trump könnte die Unterstützung der USA zurückfahren wollen.

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar