Zu den Warnstreiks in Postbank-Filialen erklärt Klaus Tischendorf, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag: Wir Linke unterstützen die Streikenden in ihrem Kampf um sichere Arbeitsplätze und faire Löhne. Ihre Forderungen sind vernünftig und angemessen.

Am heutigen Montag blieben etwa 200 Filialen der Postbank, Tochter der Deutschen Bank, geschlossen. Hintergrund ist ein Aufruf der Gewerkschaft Verdi zum Arbeitsausstand im Vorfeld der für den 4. und 5. März geplanten nächsten Tarifrunde. Bislang blieben fünf Verhandlungsrunden ergebnislos. Verdi fordert 5 Prozent mehr Lohn mit einer Laufzeit von 12 Monaten für die rund 9.500 Beschäftigten der Postbank Filialvertrieb AG. Letztere bietet derzeit 1,6 Prozent, jeweils zum 1.März 2015 und 2016. Außerdem vertritt die Gewerkschaft die Forderung von etwa 2.700 Beschäftigten der Postbank AG, Firmenkunden AG und der BHW-Gruppe nach dem Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis Ende 2020 sowie einen Tarifvertrag zum Vorruhestand mit Rechtsanspruch.

Die Deutsche Bank sollte sich als ihre Antwort auf das Scheitern des Turbokapitalismus in der Finanzkrise der letzten Jahre zu ihrer sozialen Verantwortung als Arbeitgeber bekennen. „Systemrelevant“ sind in erster Linie die Menschen, die mit ihrer Arbeit erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen ermöglichen – auch in der Finanzbranche. Wir erwarten, dass dies die Deutsche Bank auch im Umgang mit den eigenen Beschäftigten beherzigt!

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