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„Zauberhafte“ Nacht in den Museen der Universität Leipzig

Neun Museen und Sammlungen der Universität Leipzig laden am 23. April im Rahmen der Museumsnacht ab 18 Uhr zu erlebnisreichen Programmen und Führungen ein. Geöffnet sind dabei auch Häuser und Ausstellungen, die sonst nur für den Lehrbetrieb zur Verfügung stehen.

Die Zoologische Lehr- und Studiensammlung in der Talstraße 33 präsentiert zur Museumsnacht eine Vielzahl außergewöhnlicher Präparate aus fast 200 Jahren Sammlungstradition. Jeweils zur vollen Stunden beginnen Führungen durch sonst verschlossene Magazine der Sammlung – bitte Taschenlampe mitbringen (Anmeldung erforderlich).

Mehrere hunderttausend Objekte, darunter prachtvolle Großfossilien und seltene Originale, sind in der Geologisch-Paläontologische Sammlung (Talstraße 35) zu sehen. Das Magnetfeld der Erde und wie wir es messen können – das wird ab 18 Uhr mit historischen und modernen Messgeräten demonstriert. Besucher können sich hier außerdem Fossilien und Gesteine bestimmen lassen sowie die Funktionsweise eines Seismometers, das Erdbeben registriert, erläutern lassen. Um 19 und um 21 Uhr starten Überraschungsauktionen: Fossilien aus 200 Millionen Jahren Erdgeschichte können ersteigert werden.

Auch der Botanische Garten (Linnéstraße 1) lädt um 21, 22 und 23 Uhr zu Taschenlampenführungen durch das Schmetterlingshaus ein. Um 20 und 22 Uhr plaudern Zauberlehrlinge ihre Erfahrungen um den Zauber der Pflanzenwelt aus. In der Galerie im Neuen Augusteum (Augustusplatz 10) eröffnet die Kustodie der Universität anlässlich der Museumsnacht die neue Ausstellung „GartenKunst – Gestaltete Natur zwischen Wissenschaft und Kunst, Nutzen und Genuss“ und bietet dazu unterschiedliche thematische Führungen an (Beginn: 19, 20, 21 Uhr). Die gartenhistorische Ausstellung zur Geschichte der Leipziger Anlagen spannt den Bogen vom klösterlichen Nutzgarten und Botanischen Garten über bürgerliche Barockgärten und englische Landschaftsgärten bis zum Schrebergarten und der aktuellen Urban-Gardening-Bewegung.

Das Museum für Musikinstrumente im GRASSI (Johannisplatz) zaubert zur Museumsnacht mit Klängen – im Klanglabor, in der ständigen Ausstellung und bei Führungen. Richard Siedhoff begleitet den Stummfilm „Ausgerechnet Wolkenkratzer“ (Fred C. Newmeyer & Hal Roach, USA 1923, OmU) live an der historischen Kinoorgel (Beginn 19, 20:30, 22 Uhr). Mit Zauberklängen zwischen Tau und Tag, dargeboten vom Vokalensemble „parfois parfait“ und Thierry Gelloz an historischen Tasteninstrumenten klingt die Museumsnacht hier ab 23 Uhr aus.

Die Sammlung für Ur- und Frühgeschichte und das Antikenmuseum in der Ritterstraße 14 laden insbesondere Kinder zu Kurzreisen auf die Insel der Zauberin Kirke ein, um Masken zu basteln, zu malen oder Glücksamulette herzustellen, die gegen allerlei Krankheiten helfen. Halbstündige thematische Kurzführungen durch das Museum starten um 20:30, 21.30 und 22:30 Uhr.

Ratschläge, was bei Migräne, Bauchschmerzen, Skorpion-Stichen, Albträumen, Liebesproblemen, Kopfschmerzen oder nach durchzechter Nacht zu tun ist, können sich Museumnacht-Besucher ab 19 Uhr jeweils zur vollen Stunde im Ägyptischen Museum – Georg Steindorff – holen. Das im 1927/28 errichteten Kroch-Hochhaus befindliche Museum präsentiert Fundstücke aus 5.000 Jahren ägyptischer Geschichte.

Die Mineralogisch-petrographische Sammlung (Scharnhorststraße 20) wurde 1809 begründet und gehört damit zu den ältesten ihrer Art an deutschen Universitäten. Die Ausstellung zeigt Minerale aus aller Welt, technische Produkte, Kristallmodelle sowie historische wissenschaftliche Geräte und hat in der Museumsnacht bis 22 Uhr geöffnet. Besucher können hier auf Schatzsuche im Sand gehen, sich von der zauberhaften Schönheit von Mineralen beeindrucken lassen oder um 20 Uhr in einer Experimentalvorlesung Spannendes über Fluoreszenz erfahren.

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Viola da gamba und Cembalo: Leipziger Originalinstrument der Bach-Zeit erklingt im Sommersaal
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Quelle: Erich-Zeigner-Haus e.V.

Quelle: Erich-Zeigner-Haus e.V.

Der Erich-Zeigner-Haus e.V. lädt am 22. November ab 18 Uhr in seine Räumlichkeiten in Leipzig-Plagwitz zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion ein. „Mythos ‚Volk ohne Raum‘ – Von der Weimarer Republik bis heute“ heißt die Veranstaltung, in deren Zentrum die Auseinandersetzung mit der Denkfigur „Volk ohne Raum“ stehen soll.