Mehr als 2.000 Aktivist*innen aus ganz Europa haben heute den Tagebau Welzow-Süd im Lausitzer Braunkohlerevier stillgelegt. Sie fordern, jetzt aus der Kohleverstromung auszusteigen. Viele sind den Tagebau vorgedrungen, andere blockieren den Transport der Kohle zu den Kraftwerken.

„Jede weitere Tonne Kohle, die aus dem Boden geholt wird, ist eine Tonne zu viel. Wir leiten heute die Notbremsung ein“ sagt Hannah Eichberger vom Bündnis Ende Gelände. „ir überlassen den Klimaschutz nicht länger Regierungen und Konzernen. Jetzt nehmen wir ihn selbst in die Hand.“

Um die globale Erwärmung auf unter 2 Grad zu begrenzen, müssen weltweit 80 Prozent der fossilen Energieträger im Boden bleiben. Doch die Landesregierungen in Brandenburg, Sachsen und Nordrhein-Westfalen planen bis Mitte des Jahrhunderts, Braunkohle abzubauen.

Die Aktivist*innen kündigen an, die Aktion am Pfingstwochenende weiterzuführen. „Ende Gelände” ist Teil der zweiwöchigen Aktionswelle „Break Free from Fossil Fuels” vom 3. bis zum 16. Mai 2016. Tausende Menschen auf fünf Kontinenten in zwölf Ländern leisten in diesen Tagen Widerstand gegen die Verbrennung fossiler Energieträger.

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Sehr schön. Wenns friedlich bleibt ist das eine sehr coole Aktion.

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