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Petra Zais, MdL: Defizite im Bildungssystem dürfen nicht ausgeblendet werden

Von Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag

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    Zu den Ergebnissen des „Bildungsmonitors 2016“ des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erklärt Petra Zais, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag: „Die Nachricht hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Selbst wenn Sachsen in ausgewählten Bereichen bundesweit vergleichsweise gut dasteht, werden die bestehenden Defizite dadurch nicht geringer. Bedenklich ist auch, dass die Studie keinem der Länder ernsthafte Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr attestiert. Das gilt auch für Sachsen. Stillstand ist angesichts der Herausforderungen des Bildungssystems Gift.“

    „Offenkundig versucht Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) angesichts der Ergebnisse, die mit Blick auf das neue Schulgesetz notwendige Strukturdebatte im Keim zu ersticken. Längeres gemeinsames Lernen als Gefahr für ein leistungsfähiges Bildungssystem darzustellen, ist absurd. Längst werden die ‚ideologischen Grabenkämpfe‘, die den Befürwortern der Gemeinschaftsschule so gern unterstellt werden, von der anderen Seite geführt. Auch wir Grüne stellen das Schulsystem nicht grundsätzlich in Frage. Allerdings wollen wir längeres gemeinsames Lernen dort ermöglichen, wo es vor Ort gewollt ist und Konsens zwischen Schulträger, Schulleitung und Schulkonferenz besteht.“

    „Die kritischen Punkte aus der Studie werden indes völlig ignoriert. Die Quote der Schulabgängerinnen und -abgänger ohne Abschluss lag mit 8,4 Prozent auch 2014 deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt (5,5 Prozent). Besonders betroffen sind Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund. Das Kultusministerium hat bisher keine Antwort auf die Frage gefunden, wie erfolgreiche schulische Integration gelingen kann.“

    „Insgesamt fokussiert der Bildungsmonitor zu einseitig auf die Frage der Arbeitsmarktverwertbarkeit von jungen Menschen. Mindestens ebenso wichtig ist es angesichts der aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen, die politische Bildung in den Schulen zu stärken.“

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