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Apothekerausbildung in Leipzig mit bundesweit einmaligem Modellstudiengang gesichert

Von SMWK - Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

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    Die Ausbildung von Apothekern in Sachsen wird an der Universität Leipzig gesichert und weiterentwickelt. Die Einigung der Koalitionsfraktionen von SPD und CDU sieht vor, dass dafür das Pharmaziestudium mit der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig umgesetzt wird und ein bundesweit einmaliger Modellstudiengang entsteht, der von den universitären Gremien noch im Detail zu beschließen sein wird. Insgesamt sind dafür bis zu 3 Millionen Euro pro Jahr nötig. Zunächst kommen im Jahr 2017 1,5 Millionen Euro – vorbehaltlich der Zustimmung des Sächsischen Landtags – aus dem sächsischen Haushalt.

    Diese Summe wird, nach Zustimmung des Landtags, ab 2018 auf jährlich zwei Millionen Euro erhöht. Eine weitere Million Euro wird die Universität Leipzig jährlich aus Eigenmitteln aufbringen. Die Fakultät entwickelt dafür einen universitären Studiengang, der mit dem Staatsexamen abschließt. Die Absolventen werden den Bedarf an Apothekern im Freistaat Sachsen decken. Der Vorschlag entspricht den fachlichen Anforderungen, die sowohl das Wissenschaftsministerium als auch das Sozialministerium in die Verhandlungen eingebracht hatten. Ebenso war für die Apothekerausbildung ein Kooperationsmodell zwischen der Universität Leipzig und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg geprüft worden. Letztlich hat sich das Leipziger Modell aber als die bessere Lösung für die Zukunft der Pharmazieausbildung herausgestellt.

    Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange lobt das nun beschlossene Modell: „Es ist eine alte Forderung, Medizin und Pharmazie in der Ausbildung zusammenzuführen. Bundesweit konnte es so noch nicht verwirklicht werden. Dies wird erstmals an der Universität Leipzig gelingen. Sie wird mit ihrer modellhaften Ausbildung im Fach Pharmazie beispielgebend für andere Regionen in Deutschland sein. Denn die Pharmazie profitiert unmittelbar von den neuesten Erkenntnissen der Medizinforschung. Wir gehen damit einerseits neue Wege in der Pharmazieausbildung und sichern gleichzeitig den Fachkräftebedarf der sächsischen Apotheken langfristig. Die Universität Leipzig verfügt dafür über die nötige Kompetenz und die erforderlichen Kapazitäten.“

    Barbara Klepsch, Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz erklärt: „Ich freue mich, dass unser Beharren zum Erhalt der Apothekerausbildung in Leipzig am Ende  von Erfolg gekrönt worden ist. Die gemeinsame Ausbildung von Apothekern und Ärzten unter dem Dach der medizinischen Fakultät bietet die Chance, auch in der Arzneimitteltherapiesicherheit neue gemeinsame Wege zu gehen. Mit dem Vorzeigeprojekt ARMIN, eine sächsisch-thüringische Initiative für mehr Arzneimitteltherapiesicherheit, wurden bereits Maßstäbe in der Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Apothekern gesetzt. Dies kann nun noch stärker in der Ausbildung von Ärzten und Apothekern verankert und auch wissenschaftlich weiterentwickelt werden.“

    „Wir werden ein innovatives Studienmodell verwirklichen, das absoluten Modellcharakter haben kann und eine noch engere Verschränkung zwischen unseren lebenswissenschaftlichen Bereichen und der Medizinischen Fakultät ermöglicht“, sagt Prof. Dr. Beate Schücking, Rektorin der Universität Leipzig. „Dass wir in langen, konstruktiven Verhandlungen mit der Staatsregierung zu dieser Lösung gekommen sind und der Freistaat einen beachtlichen finanziellen Beitrag leistet, freut uns natürlich sehr. Hierfür möchte ich den beteiligten Ministerien und Abgeordneten herzlich danken.“

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