Eine weitere Wiese ist geweckt: Fünf Apfelbäumchen hat der Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V. am 3. Dezember auf eine Streuobstwiese in Leipzig-Paunsdorf gepflanzt. Sie tragen so hübsche Namen wie Roter Fuchs oder Gascoynes Scharlachroter, sind regional und biozertifiziert und wurden von BaumpatInnen und Freiwilligen der Naturschutz-Gruppe des Vereins sorgsam in die Erde gebracht.

Jedes Jahr weckt der Ökolöwe gemeinsam mit dem Amt für Umweltschutz der Stadt Leipzig eine alte Streuobstwiese durch Pflege und Neupflanzungen. Denn Streuobstwiesen finden in der intensivierten Landwirtschaft kaum noch Platz und viele dieser wertvollen Biotope drohen in Leipzig und Umgebung verloren zu gehen. Das Projekt „Wiesen wecken“ hat zum Ziel, alte geschützte Streuobstwiesen in und um Leipzig aufzuspüren und durch Pflege „aufzuwecken“. Allein in Leipzig gibt es mehr als 130 unter Naturschutz stehende Streuobstwiesen. Viele sind durch Nutzungsaufgabe so stark verbuscht, dass sie kaum noch erkennbar und als typischer Lebensraum für Tiere und Pflanzen verloren gegangen sind.

Neben der Biotoppflege pflanzt der Ökolöwe neue, hochstämmige Obstbäume nach und legt dabei Wert auf alte, regionale Sorten, um die biologische sowie die genetische Vielfalt zu fördern. Bis heute wurden über 124 Obstbäume auf regionalen Streuobstwiesen gepflanzt, wie z. B. Gelbe Sächsische Renette und Gellerts Butterbirne, Roter Eiserapfel und Zimtrenette. Sie tragen bei zum Erhalt der Artenvielfalt und zur Entwicklung der „Essbaren Stadt“.

Weitere Infos gibt es unter www.wiesenwecken.de.

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