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Präsident der saharauischen Universität Tifariti in Leipzig zu Gast

Fachtag zur Bekämpfung von Fluchtursachen

Zum zweiten Mal treffen sich Vertreter der Zivilgesellschaft in Leipzig, um über Möglichkeiten zur Bekämpfung von Fluchtursachen zu beraten. Im Mittelpunkt des Fachtags am 13./14. Oktober 2017 an der Universität Leipzig steht die Vernetzung von Universitäten und Jugendlichen des globalen Südens mit dem globalen Norden.

Neben Vorträgen geht es in Workshops um die Bekämpfung von Migrationsursachen am Beispiel der Flüchtlingslager der POLISARIO nahe der Stadt Tindouf in Algerien, den ältesten Flüchtlingslagern Afrikas. Während ein Arbeitskreis Probleme der Jugendlichen diskutiert, widmet sich ein zweiter den Möglichkeiten einer Vernetzung mit der vor wenigen Jahren gegründeten saharauischen Universität von Tifariti, der ersten Hochschule Afrikas, die in einem Flüchtlingslager entstand. Als Gäste werden Jatari Hamudi, der Präsident der Universität von Tifariti, sowie Abba Mohamed Lamin Daddi als Vertreter der saharauischen Jugendorganisation UJSARIO erwartet. Weiterhin nehmen Dozenten, Professoren und Studierende der Universitäten Leipzig, Dresden, Hildesheim, Bremen, Berlin, aus der Schweiz und Österreich, aber auch andere interessierte Jugendliche an den Veranstaltungen teil. Organisiert wird die Tagung vom Leipziger „Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur e.V.“ (ZEOK) in Kooperation mit dem „Entwicklungspolitischen Netzwerk Sachsen e.V.“ und „Engagement Global“ im Auftrag des BMZ.

Diskutiert wird vor allem die Frage: Womit und wie können wir die Flüchtlinge dabei unterstützen, im Land ihrer Herkunft eine Perspektive zu finden?

„Es ist ein Wunder, dass die über 160.000 Saharauis seit über 40 Jahren in ihren Wüstenlagern geduldig ausharren“, so Dr. Wolf-Dieter Seiwert, Projektleiter bei ZEOK. „Ihr Leben in der Wüste ist hart. Die Saharauis sind nicht nach Europa geflohen, sondern warten in der Nähe ihrer Heimat darauf, dass sie wieder nach Hause zurückkehren können – in die Westsahara. Deshalb müssen wir sie mit konkreten, nachhaltig finanzierten Projekten unterstützen“.

Seiwert und andere Mitarbeiter des Leipziger Vereins ZEOK e.V. sind seit Jahren in der Sahara unter schwierigen Bedingungen tätig, um in den Flüchtlingslagern mit konkreten Projekten zu helfen. Unter anderem unterstützt der Verein seine saharauischen Partner bei der Organisation von Gruppen-Sprachreisen in die Flüchtlingslager. Vor Ort bekommen die Teilnehmer Unterricht in Hocharabisch. Zugleich lernen sie das Leben und die Probleme in den Flüchtlingslagern kennen.

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Die Werte der freiheitlichen Demokratie wurden mit Füßen getreten
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