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30 Jahre Toxikologie und Umweltschutz an der Universität Leipzig

Mit einem ganztägigen Symposium feiert der berufsbegleitende und deutschlandweit einzige universitäre Studiengang „Toxikologie und Umweltschutz“ in den Tagungsräumen des Leipziger Zoos sein Jubiläum. Erwartet werden am 23. März ab 9 Uhr rund 200 Teilnehmer, auf dem Programm stehen ein historischer Abriss zur Entwicklung des Studienganges, Beiträge, die die Bedeutung des Fachgebietes und der Ausbildung von Toxikologen in der heutigen Zeit würdigen sowie eine Auswahl interessanter Vortragsthemen, die das multidisziplinäre Fachgebiet repräsentieren

„Die Bedeutung des Faches ist in den letzten Jahren stetig gestiegen, nicht nur im Rahmen der forensischen Medizin, sondern auch im Bereich des Umweltschutzes“, so der Studiendekan für Humanmedizin Prof. Dr. Jürgen Meixensberger von der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Er wird, neben der Rektorin der Universität Leipzig Prof. Dr. Beate Schücking und Uwe Gaul, dem Staatssekretär des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, die Veranstaltung eröffnen. Die Toxikologie wird heute als eine interdisziplinäre Wissenschaft betrachtet, die eine große Bedeutung für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung und den Schutz der Umwelt besitzt. Produkte sollen stetig sicherer werden, das Risiko von Vergiftungen soll sinken und die Behandlung verbessert werden.

„Die Notwendigkeit, qualifizierte Wissenschaftler in diesem sich ständig erweiternden Fachgebiet aus- und weiterzubilden, ist heute wichtiger denn je“, sagt die Rektorin der Universität Leipzig Prof. Dr. Beate Schücking. Die Ausbildung von Naturwissenschaftlern zu Toxikologen hat in den zurückliegenden Jahren zahlreiche Veränderungen erfahren, historisch wie wissenschaftlich. An der Universität Leipzig wird deshalb ein thematisch strukturierter, modularisierter Studiengang angeboten, der Themenbereiche der Toxikologie und des Umweltschutzes vereint und die Möglichkeit eröffnet, sich zum Fachwissenschaftler für Toxikologie zu qualifizieren.

„Die große Nachfrage und die hohe Zahl an Teilnehmern, die aus den unterschiedlichsten Einrichtungen, Behörden und privatwirtschaftlichen Unternehmen deutschlandweit nach Leipzig kommen, sind ein Beweis für die Qualität unserer Ausbildung und die Aktualität des Fachgebietes“, so Schücking. Der Studiengang „Toxikologie“ wurde vor 30 Jahren durch Prof. Dr. Rudhard Klaus Müller erfolgreich an der Universität Leipzig etabliert. Er leitete ihn bis zu seiner Emeritierung und markierte mit seiner Arbeit den Ausgangspunkt für den heute erfolgreichen und in Deutschland in dieser Form einmaligen postgradualen Studiengang „Toxikologie und Umweltschutz“.

Mehr als 800 Teilnehmer konnten die angebotene Aus- und Weiterbildung auf den unterschiedlichen Gebieten der Toxikologie bisher durchlaufen. Die Nachfrage durch Chemiker, Pharmazeuten, Biochemiker und Mediziner ist ungebrochen. Das Ausbildungsangebot wird zahlreich nachgefragt und ist überaus positiv durch die Teilnehmer evaluiert. „Sicherlich spielen hier die angepassten, aktuellen Modulinhalte und ihre engagierte Vermittlung, die Etablierung neuer Lehr- und Lernmethoden und der Ausbau des E-Learnings durch die beteiligten Hochschullehrer und Dozenten eine wichtige Rolle“, sagt Prof. Dr. Jürgen Meixensberger von der Medizinischen Fakultät. Chemiker und Apotheker galten schon in den 1950er und 1960er Jahren als unentbehrliche Partner der Ärzte. Die volle Anerkennung blieb ihnen jedoch lange verwehrt. Das änderte sich nicht zuletzt mit dem Postgradualstudium, das wesentlich zur Emanzipation der Toxikologie beitrug. Mit dem Symposium soll diese Entwicklung nun gewürdigt und auch ein kleiner Ausblick gewagt werden, welche Anforderungen in den kommenden Jahren auf die Toxikologen zukommen.

Was ist Toxikologie

Die Toxikologie untersucht die gesundheitsschädlichen Auswirkungen von einzelnen chemischen Substanzen oder Substanzgemischen auf Lebewesen, insbesondere auf den Menschen. Ihre Aufgabe ist es, die Art und das Ausmaß von Schadwirkungen zu erfassen, die zugrunde liegenden schädlichen Wechselwirkungen zwischen dem chemischen Stoff und dem Organismus aufzuklären, mögliche Gefährdungen vorherzusagen und das Risiko einer möglichen Exposition mit Schadstoffen abzuschätzen zu können. Die Toxikologie leistet einen wichtigen Beitrag bei der Entwicklung von Schutz- und Vorsorgemaßnahmen an Arbeitsplätzen, im privaten Bereich und zum Schutz der Umwelt. Sie gibt beispielsweise auch den Ärzten entscheidende Informationen zur Erkennung und Behandlung von Vergiftungen.

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Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder--> GRASSI Unterwegs: Rundgang auf Schloss Schönefeld
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Vortrag am 21. Januar im Ariowitsch-Haus: „Israel – Volk, Land, Staat, Glaube?“
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An wem liegt es, dass der Leipziger Beschluss gegen den Ausbau des Frachtflughafens Leipzig einfach ignoriert wird? + Update
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Stifterfigur Uta im Naumburger Dom. Foto: Vereinigte Domstifter, F. Matte

Foto: Vereinigte Domstifter, F. Matte

Für alle Leser Sie ist weltberühmt, diese Uta aus Naumburg. Auch wenn sich zuweilen die Historiker streiten, ob die junge Dame im Naumburger Dom wirklich Uta aus Ballenstedt zeigt, ob der Künstler hier vor 800 Jahren nicht vielleicht etwas durcheinandergebracht hat. Was nichts daran ändert, dass jedes Jahr die Touristenscharen extra wegen ihr nach Naumburg strömen in den Dom, der seit 2018 auch UNESCO Welterbe ist. Und in diesem Jahr werden noch viel mehr Utas kommen.
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Neue Betonplatten (rechts) ersetzen die alten Granitpflastersteine (links) in der Spinnereistraße. Foto: Denzel Pfeiffer

Foto: Denzel Pfeiffer

Für alle LeserEigentlich ist das vor 100 Jahren in Leipzig verlegte Kleinpflaster robust, praktisch unzerstörbar, wenn es nicht Rabauken herausreißen und als Wurfgeschoss benutzen. Aber seit Dezember werden in der Spinnereistraße die alten Pflastersteine entfernt. Eine Baufirma ersetzt das robuste Pflaster, über das jahrzehntelang tausende Arbeiterinnen und Arbeiter der Baumwollspinnerei strömten, durch Betonplatten. Aber die sind doch gar nicht so haltbar? Was ist da los?