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Kopf an Kopf mit Herz und Kehle

Stilvielfalt und große Damenpräsenz beim 11. Internationalen „a cappella“ Wettbewerb Leipzig

Ein qualitativ ausgeglichenes und künstlerisch vielfältiges Teilnehmerfeld hat sich beim Internationalen A CAPPELLA Wettbewerb Leipzig 2018 zahlreiche Preise geteilt. Da sich keine der teilnehmenden Gruppen klar abheben konnte, wurde der 1. Platz – und damit auch der diesjährige Leipzig „a cappella“ Award – nicht vergeben. Den zweiten Platz teilen sich die beiden Ensembles Aba Taano aus Uganda und WindSingers aus Ungarn. Das ungarische Quintett überzeugte mit einem feinen Jazz- und Bigband-Sound, Aba Taano mit afrikanischen Traditionals und Gospels. Außerdem begeisterte diese Gruppe aus Kampala, der Hauptstadt Ugandas, die Zuhörer und bekam so den Publikumspreis.

Der dritte Platz des Wettbewerbs 2018 ging ebenfalls an zwei Ensembles. Diesen teilen sich die beiden rein weiblichen A-cappella-Gruppen Frouwenzimmer (Schweiz) und United People (Ukraine). Und auch das Schweizer Frauenensemble dezibelles wurde mit einem Preis bedacht: Für ihr schwizerdütsches Stück „Luegid vo Bärg und Tal“ erhielten sie den von den Wettbewerbsgründern amarcord ausgelobten Sonderpreis für das am besten unverstärkt vorgetragene Stück.

Der zweite Preis beim Wettbewerb ist mit 1.000 Euro, alle anderen vergebenen Preise mit 500 Euro dotiert. In den vergangenen Jahren wurde beim Wettbewerb bereits dreimal kein erster Preis – der Award – vergeben. Die Zweitplatzieren freuen sich zudem über einen Auftritt in einem gemeinsamen Festivalkonzert zum 20. Jubiläum „a cappella“ im kommenden Jahr.

Für die Finalrunde und Austragung des Wettbewerbes wetteiferten letztlich sieben Ensembles aus Ungarn, der Ukraine, Deutschland, der Schweiz und Uganda um die Gunst des Publikums und der international besetzten Wettbewerbsjury. Neben dem langjährigen Juryvorsitzenden und ehemaligen King’s Singer Simon Carrington sowie Holger Krause vom Ensemble amarcord gehörten der Jury in diesem Jahr der japanische Komponist Ko Matsushita und Lauren Kinhan von den New York Voices an.

Unter den sieben am Wettbewerb teilnehmenden Gruppen wiederum waren fünf rein weibliche Ensembles mit jeweils drei bis sechs Sängerinnen – eine tatsächliche Besonderheit, da reine Damenensembles vergleichsweise selten vorkommen eine bemerkenswert hohe Anzahl.

Die offizielle Bekanntgabe der Wettbewerbsplatzierungen erfolgt am Freitagabend zu Beginn des Konzertes der Humanophones (Frankreich), das, wie der Wettbewerb, im Rahmen des Festivals „a cappella“ Leipzig stattfindet. Im Abschlusskonzert des Festivals am Samstag werden sich sowohl Aba Taano als auch WindSingers dann noch einmal dem Publikum präsentieren.

Im Großen Saal des Gewandhauses zu Leipzig treten sie neben den Festivalgründern amarcord, der Gruppe Ndima aus dem Kongo, New York Polyphony und den Humanophones mit einem Kurzprogramm auf. Das Programm des Wettbewerbs hielt für alle teilnehmenden Gruppen nach der Wettbewerbsaustragung noch einen Ensembleworkshop mit dem langjährigen King’s Singers-Bass Stephen Connolly, ein Stimmseminar mit dem Phoniater Prof. Michael Fuchs sowie einen Kurzauftritt beim „a cappella“ Wettbewerb SHOWCASE bereit.

Der Internationale A CAPPELLA Wettbewerb Leipzig – erstmals 2007 ausgetragen – ist Teil des Festivals „a cappella“ und weltweit renommierter Anlaufpunkt für Nachwuchs-A-cappella- Gruppen aus aller Welt. Die Wertung aller Ensembles in einer einzigen Kategorie sowie die Einbindung in ein Festival gehören zu den Alleinstellungsmerkmalen dieses Wettbewerbs. Ziel ist vor allem, den Vokalmusiknachwuchs vielseitig und nachhaltig zu fördern.

So geben Workshops, Seminare und der Besuch der Festivalkonzerte den jungen Gruppen Raum für gegenseitigen Austausch und Weiterbildung. Der Wettbewerb steht wie das Festival „a cappella“ unter der Leitung des Leipziger Vokalensembles amarcord. Zu den bisherigen Preisträgern des Leipzig A CAPPELLA Awards gehören erfolgreiche deutsche Gruppen wie Delta Q, Sjaella und JuiceBox. sowie Ommm (Frankreich), Latvian Voices (Lettland) und Jazzation (Ungarn).

Meldera capella
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