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Fortschritt durch Technik: Wie roboterassistierte Chirurgie Einzug in die Operationssäle hält

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    Chirurgen sind bei ihrer täglichen Arbeit auf modernste Technologien angewiesen. In Kooperation mit Ingenieuren und Informatikern hat die medizintechnische Forschung in den vergangenen Jahren neue computer- und roboterassistierte Behandlungsverfahren entwickelt. Sie ermöglichen präzise und für den Patienten besonders schonende Eingriffe.

    So auch eine neue Entwicklung des Innovationszentrums für Computer-assistierte Chirurgie (ICCAS) der Universität Leipzig: Ein Roboterarm unterstützt den Arzt für eine punktgenaue Gewebeentnahme. Das neue System wird auf der 17. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Computer- und Roboterassistierte Chirurgie e.V. präsentiert. Sie findet vom 13. bis 15. September 2018 auf dem Medizin-Campus statt.

    Wenn ein Chirurg einem Patienten Gewebe entnimmt, hat er alle Hände voll zu tun: Denn in der einen Hand hält er das Ultraschallgerät, mit dem er sein Ziel im Körper des Patienten sucht. In der anderen hält er die Biopsie-Nadel, die er ins Gewebe einführt. Nicht selten muss der Arzt noch einmal korrigieren und die Nadel neu ansetzen. Ein neues, am ICCAS entwickeltes Assistenzsystem unterstützt ihn bei diesem Eingriff: Ein Roboterarm hält das Ultraschallgerät und lässt sich per Hand oder über ein Planungssystem an die exakte Stelle navigieren. Der Arzt kann die Nadel selbst ansetzen und steuern, eine Nadelführung am Roboterarm erleichtert den präzisen Einstich. „Wir haben Anwender zum einen die herkömmliche, manuelle und zum anderen die roboterassistierte Intervention an einem Phantom durchführen lassen. Manuell brauchten die Tester im Durchschnitt drei Versuche, mit dem Roboterarm funktionierte es auf Anhieb“, sagt Johann Berger, der an der Entwicklung des neuen Systems beteiligt war.

    Diese und weitere Arbeiten werden nun vom 13. bis 15. September auf der 17. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Computer- und Roboterassistierte Chirurgie e.V. vorgestellt. „Wir freuen uns sehr, dass der Austragungsort der Tagung nach zehn Jahren wieder Leipzig ist. Seither hat sich viel im Entwicklungsbereich Computer-assistierte Chirurgie getan. Das möchten wir auf dieser Veranstaltung zeigen“, sagt Prof. Dr. Thomas Neumuth, stellvertretender ICCAS-Direktor und Leiter der Tagung. Die Konferenz bietet unter dem Motto „Vernetzt in die Zukunft“ Austausch zwischen Klinikern und Medizintechnik-Experten. Rund 100 Teilnehmer aus aller Welt werden zu 60 Vorträgen in Leipzig erwartet. Die Keynote Speakers sind in diesem Jahr Prof. Guang-Zhong Yang, Direktor und Mitgründer des Hamlyn Centers for Robotic Surgery, sowie am Clinical Day Prof. Jens J. Rassweiler, Gründungsmitglied der Section of Uro-Technology (ESUT) der European Association of Urology (EAU).

    Ziel der Tagung ist zum einen die intensive Verflechtung der Forschungsarbeiten zwischen Informatikern, Ingenieuren und Medizinern. Zum anderen wird es um die zukünftige, technologische Herausforderung der offenen Vernetzung von Medizingeräten und IT-Systemen im Operationsbereich gehen – gemeinhin auch „Internet of Things“ genannt. Als praktisches Beispiel besuchen die Tagungsteilnehmer den integrierten und voll vernetzten Operationssaal des ICCAS und lernen, wie vernetzte Strukturen in Leipzig zu erfolgreichen Medizintechnik-Innovationen führen können.

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