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Film-Interview mit Tochter des Leipziger Antifaschisten Georg Schwarz

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    Seit Ende November wird im Bürger*innenbüro „Nordstern“ (AXIS-Passage, Georg-Schumann-Straße 171-175) der Abgeordneten der Partei DIE LINKE Cornelia Falken (MdL) und Sören Pellmann (MdB) die Ausstellung „Leipziger Widerstandskämpfer und ihre Abschiedsbriefe“ des Grünauer Hobby-Historikers Fritz Hundt, präsentiert. Am Freitag,18. Januar, wird sie ab 18 Uhr mit einer Finissage beendet, in deren Rahmen ein filmisches Interview mit Sonja Kurella-Schwarz, der Tochter von Georg Schwarz gezeigt wird.

    Georg Schwarz war unter anderem Abgeordneter für die KPD im sächsischen Landtag. Im März 1933 wurde er verhaftet und in den sogenannten frühen KZ Hohenstein und Sachsenburg inhaftiert. Nach seiner Entlassung engagierte er sich für die Neuorganisation der KPD in der Illegalität.

    Anfang der 40-er Jahre schloss er sich der Widerstandsgruppe „Schumann-Engert-Kresse“ an, die ab 1941 ihre Aktivitäten in Leipzig aufnahm. Im Zuge der Verhaftungswelle durch die Gestapo im Juli 1944, wurde auch Schwarz erneut verhaftet und am 23. November zum Tode verurteilt. Georg Schwarz wurde am 12. Januar 1945 im Alter von 48 Jahren in Dresden hingerichtet.

    In Leipzig erinnert eine Straße im Westen der Stadt an den Antifaschisten. Bis 1992 hieß zudem die Spielstätte der BSG Chemie Leipzig „Georg-Schwarz-Sportpark“, da Schwarz auch in Leutzsch aktiv war. Seit vielen Jahre bemüht sich die Fangruppierung „Georg Schwarz Brigade“ um das Andenken des Widerstandskämpfers.

    So engagierten sie sich für die Restaurierung der zerstörten Gedenktafel auf dem Sportgelände und machten mit kreativen Aktionen auf das Schicksal des einstigen Namensgebers aufmerksam. Am 1. Dezember 2018 benannte die Gruppe das Leutzscher Stadion symbolisch wieder in Georg-Schwarz-Sportpark um und zeigte zu diesem Anlass die bereits erwähnte Ausstellung „Leipziger Widerstandskämpfer und ihre Abschiedsbriefe“ auf großen Schautafeln im Eingangsbereich.

    Die Finissage am 18. Januar findet in Kooperation mit dem Bund der Antifaschisten Leipzig statt. Der Filmbeitrag wird freundlicherweise von der „Georg Schwarz Brigade“ zur Verfügung gestellt. Interessierte Besucher sind herzlich willkommen.

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