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Premiere am 16. März am Schauspiel Leipzig: Studioinszenierung „Container Paris“

Hans-Peter Grothe, vor wenigen Wochen noch ein penibel-gewissenhafter Angestellter eines Logistikunternehmens, steht plötzlich an der Spitze seines eigenen, milliardenschweren Konzerns. Dorthin gebracht hat ihn ein Spezialauftrag: Für seinen Vorgesetzten soll Grothe einen mysteriösen Container finden. Die Suche nach diesem Objekt führt ihn nicht nur nach Paris, sondern nahezu überallhin.

Dass seine Wege sich mehrfach mit denen des durchgeknallten Topmodels Lynn Preston kreuzen, ist erst der Anfang einer Reihe von Merkwürdigkeiten. Die Frage, wo der Container aufzufinden sein könnte, bleibt für Grothe ebenso offen wie die Frage nach seinem Inhalt. Während die Suche fröhlich voranschreitet, avanciert der Container selbst zu einem modernen Goldenen Kalb und bleibt dabei eine Leerstelle, um die alles in immer größeren Bahnen kreist, solange der Inhalt noch nicht enthüllt ist.

Mit absurdem Geschick und viel sprachlichem Witz ausgestattet schickt David Gieselmann seine Figuren auf diese Jagd durch die irrsinnigen Aufmerksamkeitsspiralen unserer globalisierten Wirtschaftswelt, die nach undurchschaubaren Mechanismen von irrationaler Gewinnkalkulation und medialem Super-Hype funktioniert.

Die Studioinszenierung ist die Inszenierung mit den Studierenden am Schauspielinstitut der HMT Leipzig in Partnerschaft mit dem Schauspiel Leipzig und bildet regelmäßig den Höhepunkt des ersten Ausbildungsjahres der Studierenden am Schauspiel.

David Gieselmann studierte Szenisches Schreiben an der Hochschule der Künste Berlin und arbeitet als Autor, Regisseur und Blogger. Seine Stücke und Hörspiele wurden vielfach ausgezeichnet, zuletzt erhielt er für sein Stück „Über Jungs“ den Jugendstückpreis des Heidelberger Stückemarkts 2013.

Miguel Abrantes Ostrowski ist Schauspieler und Regisseur. Er arbeitete u. a. am Düsseldorfer Schauspielhaus, Schauspiel Leipzig, Maxim-Gorki-Theater Berlin und Residenztheater München mit Herbert Fritsch, Martin Kušej, Robert Borgmann und Amelie Niermeyer. Sein Regiedebüt gab er 2016 mit „Klotz am Bein“ von Georges Feydeau am Akademietheater München.

Container Paris
von David Gieselmann
Studioinszenierung 2019
Premiere am 16. März 2019 um 20 Uhr, Diskothek
Weitere Vorstellungstermine: 28. März, sowie 13. April um 20 Uhr

MelderTheater
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