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Wir nehmen die gewachsene Verantwortung an

Neue Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat sich konstituiert

Am Wochenende hat sich die neue Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat Leipzig im Rahmen einer Klausur konstituiert. Zu Vorsitzenden der deutlich gewachsenen Fraktion wurden Katharina Krefft und Dr. Tobias Peter gewählt. Der neue fünfköpfige Fraktionsvorstand wurde durch die Wahl von Stefanie Gruner, Dr. Gesine Märtens und Norman Volger als stellvertretende Fraktionsvorsitzende komplettiert. Norman Volger trat aufgrund seiner Verpflichtungen als bündnisgrüner Landesvorsitzender nicht wieder als Fraktionsvorsitzender an.

Neben den Wahlen haben sich die Fraktionsmitglieder auf ein gemeinsames Selbstverständnis als große Fraktion verständigt, um dem Auftrag der Wähler und Wählerinnen gerecht zu werden. Schwerpunkte der Fraktionsarbeit werden insbesondere Umwelt- und Klimaschutz, menschen- und umweltfreundliche Mobilität und Stadtentwicklung, sozialer Zusammenhalt und kulturelle Vielfalt vor dem Hintergrund der wachsenden Stadt sein.

Katharina Krefft, 40 Jahre, Ärztin: „Wir gehen deutlich gestärkt aus den Wahlen hervor und sehen uns in unserer Politik, unserer Art zu streiten, bestätigt. Unsere Stimme im Rat wird kritisch und immer konstruktiv sein, denn wir streiten mit Ideen und Konzepten für diese Stadt – klar in unserer Haltung und in den Botschaften, um unsere Politik zu vermitteln.

Vor fünf Jahren haben wir das klare Ziel ausgesprochen, das Initiativrecht wieder stärker zu den Stadträtinnen und Stadträten zu ziehen und die anderen Fraktionen dazu mit in die Pflicht zu nehmen. Dies ist uns mit immer zunehmendem Erfolg gelungen und wird auch die grüne Politik der nächsten Jahre kennzeichnen. Wir werden unser gewachsenes Gewicht entschieden nutzen, um das intransparente Agieren und Taktieren des Oberbürgermeisters, der oft auch die Umsetzung ihm missliebiger Ratsbeschlüsse verzögert, aufzulösen.

Leipzig braucht eine Stadtpolitik und eine Verwaltung, die auf Augenhöhe mit den Bürgern und Bürgerinnen agiert. Die Herausforderungen der Zukunft können nicht länger mit Lösungen der 1990er Jahre beantwortet werden. Für eine Stadtpolitik auf der Höhe der Zeit bieten wir die richtigen Antworten.“

Dr. Tobias Peter von Bündnis 90 / Die Grünen mit einer Erläuterung zur Wahlmathematik. Foto: Martin Jehnichen, B‘90/Die Grünen Leipzig

Foto: Martin Jehnichen, B‘90/Die Grünen Leipzig

Dr. Tobias Peter, 40 Jahre, Wissenschaftlicher Mitarbeiter: „Leipzig hat sich klar für eine weltoffene und demokratische, soziale und ökologische Stadtpolitik des 21. Jahrhunderts entschieden. Die Menschen wünschen sich konsequenten Auwaldschutz und Anpassungen an den Hitzesommer, gut bezahlte Arbeitsplätze und innovative Bildungsorte statt Schulkasernen.

In der Stadtgesellschaft gibt es viele gute Ansätze für sichere Radwege und bezahlbares Wohnen, den Erhalt von Clubkultur und kreativen Freiräumen – diese werden wir in den Rat tragen. Wir verstehen uns als Vertretung der vielfältigen stadtgesellschaftlichen Bewegungen in Leipzig. Gemeinsam mit ihnen wollen wir die Herausforderungen der wachsenden Stadt kreativ und solidarisch angehen.“

Katharina Krefft hat Medizin an der Universität Leipzig studiert und arbeitet seit 2009 in Weiterbildung zur Fachärztin für Neurologie. Sie ist im Organisationskomitee zum Frauenfestival, engagiert sich für die Revolutionale 2019 – Internationaler Runder Tisch und Demokratiefestival der Stiftung Friedliche Revolution und ist Mitglied bei Eine Welt, RAA und Ökolöwe.

Sie ist seit 25 Jahren bei Bündnis 90/Die Grünen, war 1999-2001 im Grüne Jugend Bundesvorstand, 2002 Geschäftsführerin des Kreisverbandes Leipzig, 2002-2003 im Kreisvorstand der Grünen Leipzig und 2003-2005 im Landesvorstand der Grünen Sachsen. 2002-2004 war sie Büroleiterin im Wahlkreisbüro. Seit 2004 ist sie für den Wahlkreis Mitte im Stadtrat in der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, seit 2013 Fraktionsvorsitzende.

Dr. Tobias Peter hat Politikwissenschaft, Philosophie und Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Leipzig studiert und wurde dort 2009 zum Dr. rer. pol. promoviert. Er arbeitet als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Bildungs- und Wissenschaftsforschung sowie der Strategie- und Organisationsentwicklung.

Vorher war er von 2005 – 2011 als Parlamentarischer Berater für Bildung und Wissenschaft im Sächsischen Landtag tätig. Seit 2012 ist er Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaften Bildung sowie Hochschule und Wissenschaft, seit 2015 ist er einer der beiden Sprecher der AG Stadtentwicklung und Mobilität von Bündnis 90/Die Grünen in Leipzig.

Er engagiert sich als Elternsprecher und Fördervereinsvorsitzender der Wilhelm-Wander-Schule sowie in der mietenpolitischen Initiative „Leipzig für alle – Aktionsbündnis Wohnen“. Seit 2012 ist er als einer der Gründer des Kultur- und Wohnprojekts Pöge-Haus auch in der Kultuszene des Leipziger Ostens aktiv. Tobias Peter wurde bei der Stadtratswahl 2019 für den Wahlkreis 1 (Nordost) in den Stadtrat gewählt.

Die Leipziger Zeitung Nr. 68 ist da: Game over! Keine Angst vor neuen Wegen

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Daniela Krien erhält Sächsischen Literaturpreis 2020
Franz Sodann (Linke): Sächsische Justiz effektiv einsetzen – Rundverfügung zu Bagatelldelikten umfassend prüfen
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Defibrillatoren der Marke Telefunken AED Modelle FA1 und HR1 sind nicht sicher
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Aus großer Wiese entsteht in Liebertwolkwitz ein neuer Park direkt vorm Seniorenheim
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Einkommenstatistik 2018: Sachsen ist kein gutes Pflaster für Selbstständige
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LVB wollen Gleiskurve am Wilhelm-Liebknecht-Platz demontieren und dafür die Haltestelle deutlich vergrößern
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Mutmaßlicher Komplize will auspacken: Mammut-Mordprozess um verscharrten Geschäftsmann am Landgericht geplatzt
Er soll den Mord in Auftrag gegeben haben: Hüseyin D. (51, r.), hier 2018 bei seiner Vorführung am Landgericht. Er kam nun aus der U-Haft frei. Foto: Lucas Böhme

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Trödelei bei sächsischen Regionalplänen macht das neue Klimaprogramm zum zahnlosen Tiger
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In diesem Buch stirbt jeder: Die lustvolle Demontage des Romaneschreibens in einem Roman von Beka Adamaschwili
Beka Adamaschwili: In diesem Buch stirbt jeder. Foto: Ralf Julke

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Für alle LeserVor ein paar Jahren hat der georgische Autor Beka Adamaschwili seinen Helden Piere Sonnage in die Literatenhölle geschickt. Das Buch gefiel nicht nur den Georgiern. Vielleicht auch, weil Adamaschwili sie nicht mit den Malaisen der gegenwärtigen georgischen Politik oder der jüngeren Geschichte konfrontierte. Im Gegenteil: Augenzwinkernd nahm er sie mit in die großen Bücher der Weltliteratur. Denn nichts öffnet Horizonte so sehr wie große Literatur. Auch wenn der Autor darin seltsame Dinge anstellt.
Haltungsnote: „Jump, you Fuckers“ – Eine Kolumne über Börsencrash und Steuergerechtigkeit
Autor, Leipziger und Kolumnist David Gray. Foto: Erik Weiss Berlin

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Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 81, seit 31. Juli im HandelAls 2008 die Finanzkrise begann, forderten Demonstranten, dass die Banker, die die Krise verursacht hatten, gefälligst aus ihren Bürotürmen springen sollten. So, wie das einige der Bankrotteure am Schwarzen Freitag 1929 getan hatten. Es sagt viel über den Fortschritt der Zivilisation aus, dass beim Bankencrash 2008 kein einziger Banker zerschmettert auf dem Büropalasthofpflaster landete. Stattdessen betonte die Bankerelite nur kurz nachdem der erste Staub sich gesetzt hatte, wie gefährlich es sei, jetzt etwa die Boni einzufrieren.
Donnerstag, der 6. August 2020: Die Kurve steigt wieder an
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Für alle Leser/-innenDie Tage, an denen in Sachsen kein einziger neuer Coronafall dazu kam, sind offenbar vorläufig gezählt. Allein seit Montag hat es 45 neue Fälle gegeben. Zu den Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen hat sich der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Arnold Vaatz geäußert – und klingt dabei nicht viel anders als jene, die auf der Straße waren. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 6. August 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Eine Line ziehen macht glücklich und gesund: Slacklinen in Leipzig
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Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 81, seit 31. Juli im HandelSie sind unter uns, man kann sie sehen – jeden Mittwoch im Clara-Park oder sogar auch schon am Karl-Heine-Kanal: Slackliner. Diese Menschen, die über ein schmales Seil balancieren und dabei die komischsten Verrenkungen machen, um nicht herunterzufallen. In Polen werden die Lines sogar an Kirchtürme und Rathäuser gespannt, in Tschechien hängen sie zwischen Felsen. In Leipzig versucht der Verein Slacknetz Leipzig e. V., den Sport prominenter zu machen. Vielleicht klappt das ja bald zum Stadtfest? Ruthger Fritze gehört dem Verein an und erklärt die Faszination des Sportes.
Das letzte, verrückte Jahr der DDR und der Weg zur Einheit (5): Der offizielle Antifaschismus in der DDR
März 1966: Der vor dem Obersten DDR-Gericht angeklagte Auschwitzer Lagerarzt Horst Fischer zeigt an einer Tafel die Krematorien des Vernichtungslagers. Fischer wird im Juli 1966 hingerichtet. © Bundesarchiv

© Bundesarchiv

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 81, seit 31. Juli im Handel„Wir bitten das Volk in Israel um Verzeihung für Heuchelei und Feindseligkeit der offiziellen DDR-Politik gegenüber dem Staat Israel und für die Verfolgung und Entwürdigung jüdischer Mitbürger auch nach 1945 in unserem Lande.“ Ernüchternde Worte, mit denen sich Sabine Bergmann-Pohl, Präsidentin der ersten und letzten frei gewählten DDR-Volkskammer, im April 1990 an die Öffentlichkeit wendet – und das Selbstverständnis der DDR als antifaschistisches Vorbild zerlegt.
BachOrgelFestival in der Thomaskirche Leipzig

©Son

Am kommenden Samstag, 8. August, wird das bisher gut besuchte BachOrgelFestival in der Thomaskirche Leipzig mit zwei identischen Konzerten um 15:00 und 17:00 Uhr fortgesetzt. Die Kirchgemeinde St. Thomas schätzt sich glücklich, dass dem berühmten Organisten der Kathedrale Notre Dame von Paris – Olivier Latry – die Anreise aus Frankreich möglich ist. An der Bach-Orgel, die dieses Jahr Ihr 20. Jubiläum feiert, erklingen Werke von Johann Sebastian Bach und Bert Matter.
Am 24. August in der Heilandskirche: Konzert mit Ensemble Consart

Foto: PR

Das Programm des Ensemble Consart macht sich 2020 auf den Weg. Es spürt dem Leben in der Fremde nach und der ewigen Sehnsucht nach Ankunft. Im Mittelpunkt steht dabei Händels Vertonung der Moseworte im 2. Teil des Oratoriums „Israel in Ägypten“. Dieses wurde für die geringere Besetzung des Konzertes arrangiert und somit kann mit geringer Besucherzahl das Konzert in Leipzig glücklicherweise realisiert werden.
Morgendlicher Leichenfund im Clara-Zetkin-Park: Kriminalpolizei im Einsatz + Update: Mann wurde offenbar Opfer eines Gewaltverbrechens
Die Polizei sperrte den Fundort der Leiche weiträumig ab und sicherte Spuren. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserGrausiger Fund am frühen Donnerstagmorgen am Inselteich im Clara-Zetkin-Park: Ein Passant entdeckte dort einen leblosen Körper. Stundenlang waren Spezialisten der Kriminalpolizei vor Ort und sicherten Spuren. Ob es sich um ein Verbrechen handelt, war zunächst ebenso unbekannt wie die Identität der verstorbenen Person. Die Ermittler halten sich bedeckt.