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Homann: Rechter Terror in Halle kein Einzelfall

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    Für Henning Homann, Generalsekretär der SPD Sachsen, sind die Geschehnisse in Halle kein Einzelfall, rechte Täter versuchen bereits seit Jahren, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu zerstören. Halle sei für ihn ein neuer trauriger Höhepunkt.

    „Das Vorgehen des mutmaßlichen Täters von Halle ist unfassbar und zutiefst schockierend. Wir erleben hier ein klares Muster rechten Terrors. Neonazis und rechtsterroristische Strukturen entstehen und attackieren aggressiv und mit Waffengewalt Menschen aufgrund ihres Glaubens, ihrer Herkunft oder ihrer sexuellen Orientierung. Hass und Hetze greifen immer mehr um sich. Was jetzt in Halle passiert ist, war ein terroristischer Angriff auf unsere Demokratie.

    Seit fast genau fünf Jahren läuft Pegida durch Dresden und hat in ganz Sachsen und Deutschland Anhänger gefunden. Wer von ´Volksschädlingen´ spricht, wer den Anspruch erhebt zu wissen, welche Menschenleben wertvoll sind und welche nicht, der ist maßgeblich mitverantwortlich für Taten wie die von Halle. Nino K., der ´Moschee-Bomber´ von Dresden, ist Pegida-Anhänger. Stephan E., der Mörder von Walter Lübcke, hat einen rechtsextremen Hintergrund. Die gestrige Tat des mutmaßlichen Täters Stephan B. in Halle zeigt außerdem frappierende Ähnlichkeiten zum Amoklauf von Christchurch im März diesen Jahres auf – auch dieser Täter, Brenton Tarrant, war Rechtsterrorist. Aus Worten werden Taten, das kann jetzt keiner mehr leugnen.

    Das Video von Stephan B. zeigt, dass sich Menschen mit rechtsextremem Gedankengut Vorbilder in den Taten anderer Rechtsextremer suchen. Was in Halle passiert ist, ist das, was die Gruppe `Revolution Chemnitz´ vorhatte. Was in Halle passiert ist, ist ein Angriff auf uns alle. Gestern war der 9. Oktober, vor 30 Jahren demonstrierten tausende Menschen in Leipzig für ihre Freiheit. Zu dieser Freiheit gehört auch die Religionsfreiheit. Unsere Aufgabe ist jetzt, alles zu tun, was in unserer Macht liegt, um rechte Strukturen zu identifizieren, zu zerschlagen und vor allem eine starke zivilgesellschaftliche Kraft entgegen zu stellen, die sich nicht von diesen Leuten einschüchtern lässt.“

    #WirStehenZusammen

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