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Tagung am 14. und 15. November 2019 im Deutschen Buch- und Schriftmuseum: Bauhaus-Ideen als Fragen an die Gegenwart

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    Am 14. und 15. November 2019 findet im Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig die Abschlussveranstaltung der Aktivitäten zum 100. Bauhaus-Jubiläum in Sachsen statt. Die Tagung zielt auf die Frage, was das Bauhaus uns für unsere politische und gesellschaftliche Gegenwart heute noch zu sagen hat.

    Wenn sich Mitte November 2019 zahlreiche Museen, Galerien, Bibliotheken, Theater und Kunsthäuser in Deutschland in Hunderten von Veranstaltungen der Geschichte und dem „Erbe“ des längst mythisch überhöhten Bauhauses aus Weimar, Dessau und Berlin mal bewundernd, mal kritisch angenähert haben, werden fast „alle Messen gelesen“ sein.

    Dutzende neue Publikationen, zahlreiche Beiträge in Rundfunk, Film und Fernsehen, haben ihr Publikum über nahezu sämtliche Facetten der Bauhaus-Geschichte(n) informiert. Dabei dominierte ein ästhetik-, kunst-, medien- und architekturgeschichtlicher Blick auf die berühmte Kunstschule und deren Protagonistinnen und Protagonisten.

    Dass das frühe Bauhaus ein Nachkriegs-Kind war und erst nach der Novemberrevolution 1918 Wirklichkeit werden konnte, dass es selber politisch höchst unterschiedlich aufgeladen war und von seinen Gegnern zumeist mit politischen Argumenten bekämpft wurde, geriet im Jubiläumsjahr allerdings seltener in den Blick.

    Die „Marke“ Bauhaus, das Label für alles „Moderne“ – was „quadratisch, praktisch, gut“ erschien – verharmloste das Ideal einer, vom Anspruch her, weltumstürzenden Kunstpraxis zu einer kleinen Lust auf das „Andere“. Damit verblasste eine basale Intention der historischen Kunstschule und ihrer Nachfolge-Institutionen: Galt es doch, die Freiheit und die Individualität von Künstlerinnen und Künstlern und ihren Schülerinnen und Schülern radikal zu entfalten, um am Ende zu „neuer Gemeinschaft“ zu finden.

    Diesen radikal sozialutopischen Impetus des Bauhauses in den Blick zu nehmen und mit gegenwärtigen Fragen zu konfrontieren, ist das Ziel der Abschlussveranstaltung des Freistaates Sachsen zum Bauhausjahr 2019, die sich als Antidot gegen die überwiegend formalästhetische Rezeption des Bauhauses im 100. Jahr seiner Wiederkehr wendet. Im Dialog der Disziplinen soll deutlich werden, ob „das Bauhaus“ und einzelne seiner Ideen nur zu unserem kulturellen „Erbe“ gehören oder auch Teil moderner, individueller wie sozialer „Identität“ sind (oder sein könnten).

    Eine Tagung mit Beiträgen von Ulrike Bestgen, Friedrich von Borries, Naika Foroutan, Nina Horaczek, Skadi Jennicke, Olaf Lauströer, Hans-Georg Lippert, Sylvia Lemke, Thomas Locher, Steven Schäller, Louis Volkmann, Helmut Willke, Andreas Zick.

    Eine Kooperation des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek, dem Sächsischen Staatsministerium des Innern, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und Justus H. Ulbricht, Dresden.

    Gefördert durch das Sächsische Staatsministerium des Innern und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

    Freiheit – Kunst – Gemeinschaft
    Bauhaus-Ideen als Fragen an die Gegenwart. Eine Tagung
    Donnerstag, 14. November 10–20 Uhr
    Freitag, 15. November, 9:30–13 Uhr

    Das detaillierte Programm der Tagung finden Sie unter www.dnb.de/bauhaus

    Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

    Veranstaltungsort: Vortragsraum im 2. OG, Deutsche Nationalbibliothek, Deutscher Platz 1, 04103 Leipzig Treffpunkt: Eingang über den Neubau der DNB am Deutschen Platz

    Barrierefreiheit: Der Zugang zur Veranstaltung ist barrierefrei.

    Hintergrund
    Das Buch hat wie kein anderes Medium unsere Kultur und Zivilisation geprägt: Seit Jahrhunderten wird unser Wissen über die Welt und über den Menschen in Büchern gespeichert. Die Sammlung, Ausstellung und wissenschaftliche Bearbeitung buch-, schrift- und mediengeschichtlicher Zeugnisse ist die Aufgabe des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek.

    1884 als Deutsches Buchgewerbemuseum in Leipzig gegründet, gilt es als das weltweit älteste und nach Umfang und Qualität der Bestände als eines der bedeutendsten Museen auf dem Gebiet der Buchkultur. Durch nationale und internationale Kooperationsprojekte vernetzt das Museum seine Bestände und speist sie in die unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen ein.

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