2.5 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

MDR: Eltern von Linken-Politikerin Nagel wurden Opfer eines Anschlags

Anzeige

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Anzeige

    Die Eltern der sächsischen Landtagsabgeordneten Juliane Nagel (Die Linke) sind im Herbst 2015 Opfer eines Anschlages geworden. Den Vorfall schilderte die Politikerin jetzt erstmals dem MDR-Magazin „exakt“.

    Ziel der Attacke war demnach das elterliche Privathaus am Stadtrand von Leipzig: „Der Stein hat auch das Fenster des Wohnzimmers quasi durchschlagen und ist im Innenraum gelandet. Und wir können eigentlich froh sein, dass da gerade sich niemand aufgehalten hat. Sonst hätte auch Schlimmeres passieren können. Ich kann mich noch gut erinnern, dass meine Eltern natürlich unheimlich beunruhigt waren, dass da auch große Angst in der Folge dieses Anschlages geherrscht hat.“

    Aus Sorge um ihre Familie hatte die Linken-Politikerin den Anschlag bislang nicht öffentlich gemacht. Das Ermittlungsverfahren wurde damals eingestellt, weil die Polizei keine Tatverdächtigen ermitteln konnte.

    Neue Brisanz erhält der Vorfall durch jetzt bekannt gewordene, interne E-Mail-Wechsel der Leipziger Burschenschaft „Germania“. Nach Recherchen von „exakt“ schlug ein sogenannter „Alter Herr“ im März 2015 vor, gegen die Mutter der Linken-Politikerin vorzugehen. Zitat aus den „exakt“ vorliegenden Chat-Protokollen: „Es wird höchste Zeit, dass die Kutsche mal zurück zu Frau J. Nagel fährt. Und wenn dieses Drecksvieh nicht zu schnappen ist, gibt es ja noch die alte … Mutti… Nagel. Vielleicht findet der eine oder andere Stein seinen Weg in ihre Buchhandlung.“

    Der mutmaßliche Urheber bestreitet gegenüber MDR „exakt“, die E-Mail mit der Anschlagsidee verfasst zu haben.

    Erst im Frühjahr war bekannt geworden, dass andere Mitglieder der „Germania“ sich 2015 zu einer geheimen Facebook-Chatgruppe zusammengeschlossen hatten, um sich auf einen vermeintlichen „Rassenkrieg“ vorzubereiten.

    Staatsanwaltschaft Leipzig und Landeskriminalamt prüfen inzwischen, ob zwischen der Anschlagsidee in dem Chat und dem nicht aufgeklärten Angriff eine Verbindung besteht.

    Juliane Nagel überlegt, den Verfasser der E-Mail anzuzeigen: „Ich war damals schon enttäuscht, dass da offensichtlich nicht viel Kraft aufgewendet wurde und würde mir jetzt erhoffen, dass es gerade vor dem Hintergrund der Enthüllungen auch um diese rechte Chatgruppe oder diesen Verbindungslinien zwischen Burschenschaftlern und Neonazis, dass da noch mal tief reingeguckt wird.“, so die Landtagsabgeordnete gegenüber „exakt“.

    Mehr dazu unter: http://www.mdraktuell.de/ und in MDR „exakt“ heute, 20.15 Uhr im MDR-Fernsehen

    Dienstag, der 28. Juli 2020: Coronatests am Flughafen wohl schon ab Samstag möglich

    Anzeige
    Werbung

    Mehr zum Thema

    Mehr
      Anzeige
      Werbung

      Topthemen

      - Werbung -

      Aktuell auf LZ

      Anzeige
      Anzeige
      Anzeige