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Innovationsbeirat Sachsen berät in Leipzig über Innovationspotenziale, Strukturentwicklung und den Neustart nach Corona

Sachsen will gestärkt aus der Corona-Pandemie hervorgehen und nach der Krise wieder zu den führenden und innovativsten Regionen Europas gehören. Dafür ist es notwendig, dass Innovationskräfte im gesamten Land entfesselt werden, die Strukturentwicklung kraftvoll vorangetrieben und insbesondere der ländliche Raum als Ort für Wertschöpfung und Wachstum weiter gestärkt wird.

Vor diesem Hintergrund hat der Innovationsbeirat Sachsen in seiner zweiten Sitzung am 23. und 24. August in Leipzig konkrete Maßnahmen für den Neustart in Sachsen nach der Corona-Krise diskutiert. Dabei stand der Themenkomplex Digitalisierung in Wirtschaft, Forschung, Gesellschaft und Arbeitswelt im Mittelpunkt der Beratungen.

Ministerpräsident Michael Kretschmer: „Unser Ziel ist, dass Sachsen schnell Lehren aus der Corona-Krise zieht und dank seiner vielen klugen Köpfe, hohen Ideendichte und Innovationskraft in Zukunft noch digitaler und fortschrittlicher wird. Gerade die Unterstützung der Strukturentwicklung in der Lausitz und in Mitteldeutschland eröffnet hier vielfältige Chancen.“

Der Vorsitzende des Beirates und langjährige Präsident der TU München, Prof. Dr. Dr. h.c.mult. Wolfgang A. Herrmann, betonte: „Sachsen hat als Wirtschafts-, Wissenschafts- und Forschungsstandort beste Voraussetzungen, um gestärkt aus der Corona-Krise hervorzugehen und sich erfolgreich neuen Zukunftsthemen zu widmen. Innovationen in der Digitalisierung sind dafür ein wichtiger Treiber des Fortschritts. Anwendungen wie der 5G-Campus-Container der TU Dresden sind der beste Beweis dafür.“

Am konkreten Anwendungsfall der 5G-Campusnetzwerke der TU Dresden ging es im Rahmen einer Praxisexkursion ins Leipziger Gründerzentrum SpinLab – The HHL Accelator um die Möglichkeiten der Digitalisierung der Produktion für kleine und mittelständische Unternehmen in Sachsen.

Prof. Dr. Dr. h.c. Frank Fitzek, Leiter des Deutsche Telekom-Lehrstuhls für Kommunikationsnetze an der TU Dresden und Koordinator des 5G-Labs Germany führte aus: „Die 5G Technologie kann insbesondere den Digitalisierungsgrad im ländlichen Raum des Freistaats erhöhen, Produktivität steigern, Wachstum stärken und Wohlstand mehren. Durch die Etablierung von Campusnetzwerken wird eine Infrastruktur geschaffen, die sowohl einen Wettbewerbsvorteil für lokale Unternehmen als auch einen Nutzen für die Bevölkerung schafft.

Dank der Bereitstellung von Pilotanwendungen können beispielsweise Handwerksunternehmen ihre Produktion digitalisieren und ihre Produktionsgegebenheiten optimieren. So können sächsische Unternehmen an der Spitze der Digitalisierung von Produktionsprozessen bei kleinen und mittelständischen Unternehmen stehen.“

Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow betonte: „Es gibt eine Reihe von Schlüsselsektoren, die die Entwicklung unseres Freistaates in der Zukunft entscheidend beeinflussen werden. Dazu gehören neben der 5G-Technologie auch die Künstliche Intelligenz sowie zunehmend die Quantentechnologien.

In allen Zukunftsfeldern hat Sachsen mit seinen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und -verbünden und den forschenden Unternehmen die besten Voraussetzungen Innovationen hervorzubringen, über die völlig neue Wertschöpfungsketten kreiert werden können. Sachsen muss diese Chance nutzen, um aus der Corona-Krise nicht nur gestärkt, sondern auch mit dem Bewusstsein herauszukommen, dass technologischer Fortschritt die Basis für die Arbeits- und Lebenswelt der Zukunft ist.“

Hintergrund:

Der Innovationsbeirat Sachsen wurde am 19. August 2019 von Ministerpräsident Michael Kretschmer als hochrangiges Expertengremium aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft berufen. Nach Verabschiedung der Bundesgesetze zum Kohleausstieg und nach Aufhebung der Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen nimmt der Beirat nun seine Arbeit bei der Unterstützung der Strukturentwicklung in den sächsischen Braunkohleregionen in der Lausitz und in Mitteldeutschland auf.

Ziel des Beirates ist es, Innovationspotentiale in Sachsen zu identifizieren und sowohl für die Menschen in den Regionen als auch für die Unternehmen vor Ort neue Zukunftsperspektiven zu eröffnen.

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