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Staatsministerin Barbara Klepsch verleiht Zejler-Preis 2020 an Christina Meschgang

Von Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus

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    Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch verleiht heute (11. September 2020) in Kamenz den Preis für sorbische Sprache Zejler-Preis an die sorbische Bibliothekarin und Autorin Christina Meschgang. Der Zejler-Preis der Sächsischen Staatsministerin für Kultur und Tourismus ist mit 5.000 Euro dotiert und prämiert herausragende oder beispielhafte Leistungen auf dem Gebiet des Erwerbs, des Gebrauchs sowie der Vermittlung der sorbischen Sprache.

    „Christina Meschgang hat sich fast ihr ganzes Leben lang genau diesen Bereichen ge-widmet hat. Sie geht mit der sorbischen Sprache so präzise und gewandt um, wie kaum jemand anderes. Sie verbindet die Sprache mit einem Element, dass uns weiterhilft, wenn wir etwas nicht in Worte ausdrücken können: der Musik. Ich danke Christina Meschgang für großes Engagement als Musikwissenschaftlerin und für die sorbische Kirchenmusik“, sagte Staatsministerin Barbara Klepsch.

    Der Preis, der seit 2014 alle zwei Jahre verliehen wird, trägt den Namen des Dichters, Publizisten und Theologen Handrij Zejler (1804-1872), der als Begründer der modernen sorbischen Literatur gilt.

    Christina Meschgang (geborene Retschke) wurde am 30. Oktober 1938 in Rosenthal als zweites von vier Kindern des Lehrers Max Retschke und seiner Frau Maria geborene Andritzki geboren.

    Zunächst studierte Christina Meschgang am Seminar für Seelsorgehilfe und Caritas in Erfurt und arbeitete nach dem Examen in verschiedenen Gemeinden ihrer Heimatdiözese. Da sie schon als sechzehnjährige Schülerin die Organistenprüfung C abgelegt hatte, konnte sie zugleich als Organistin wirken.Nach ihrer Heirat 1962 absolvierte sie ein vierjähriges Fernstudium zur Diplom-Fachbibliothekarin und arbeitete in der Leipziger Universitätsbibliothek.

    In ihrer Freizeit widmete sie sich später auch der Musikwissenschaft. Im Frühjahr 1989 zog sie nach Bautzen, wo sie zunächst in der Redaktion der sorbischen Zeitung Nowa Doba arbeitete. Nach der politischen Wende fand sie als Gleichstellungsbeauftragte und zugleich Beauftragte für die Angelegenheiten der Sorben eine neue Aufgabe im Landratsamt Bautzen.

    Während ihrer Tätigkeit als Seelsorgehelferin erteilte sie auch in den Schulen auf dem Gebiet der Pfarrgemeinde Crostwitz katholischen Religionsunterricht und wirkte maßgeblich in den 1960-er und 1970-er Jahren an den überarbeiteten Neuauflagen des katholischen serbischen Gebet- und Gesangbuches Wosadnik mit.

    Für einige sorbische Kirchenlieder verfasste sie neue Melodien. Zu dem von Jan Cyž komponierten österlichen Oratorium Serbske jutry (Uraufführung 2013) schrieb sie die Texte. In der sorbischen Zeitung Serbske Nowinyund in anderen Printmedien veröffentlicht sie regelmäßig Rezensionen zu Konzerten und andere Beiträge. Zudem erarbeitete sie die erste sorbischsprachige Terminologie für das Fach Musik, die in zwei Auflagen im Domomina-Verlag Bautzen erschien.

    Dies sowie die Übersetzung des Lehrbuches Trojozynk (Dreiklang) in drei Bänden waren ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung der obersorbischen Schriftsprache, da zuvor keine Fachterminologie im Fachbereich der Musikwissenschaft existierte.

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