14.8 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Gab es Kelten in Sachsen?

Anzeige
Werbung

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Werbung

    2018 entdeckte ein freiwilliger Helfer auf einer Ausgrabung in Pirna-Pratzschwitz eine kleine archäologische Sensation: Ein keltisches Schmuckensemble, das es – streng genommen – gar nicht auf sächsischen Boden geben dürfte, denn die Kelten lebten hier gar nicht. Wer also vergrub vor etwa 2.500 Jahren diese Schmuckstücke, denen mit Fug und Recht eine herausragende handwerklicher Qualität bescheinigt wird?

    Dr. Ingo Kraft vom Landesamt für Archäologie Sachsen versucht am Donnerstag, den 29.10.2020, bei seinem Vortrag im smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz – eine Antwort auf diese Frage zu finden.

    Vortrag: Kelten in Sachsen? Ein unerwarteter Schmuckfund aus Pirna-Pratzschwitz
    Referent: Dr. Ingo Kraft, Gebietsreferent für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge am Landesamt für Archäologie Sachsen
    Termin: 29. Oktober 2020 um 18 Uhr
    Ort: Foyer des smac | Stefan-Heym-Platz 1 | 09111 Chemnitz
    Eintritt: 3 €, VVK im smac
    Hinweise: Die Teilnehmerzahl ist auf 100 Personen begrenzt. Es wird empfohlen die Karten im Vorverkauf zu erstehen. Der Vortrag wird in Deutsche Gebärdensprache übersetzt.

    ZUM VORTRAG

    Das keltische Schmuckensemble war ein reiner Zufallsfund: Bei einer Nachkontrolle des Abraums eines Kiesabbaugebiets in Pirna-Pratzschwitz ragte ein unscheinbares Keramikgefäß aus der Erde, das es buchstäblich in sich hatte: drei mit Tier- und einem Menschenkopf verzierte Gewandspangen aus Bronze – sogenannte Fibeln – sowie ein bronzenes Kettencollier und verschiedene dicke Perlen aus Bernstein und Glas, die zu einer Halskette gehören.

    Die Objekte datieren in die Zeit um 500 vor Christus und sind dem keltischen Kulturkreis zuzuordnen.
    Sachsen bildete um diese Zeit das Grenzgebiet zwischen den sogenannten „Kelten“ und den südlichen „Germanen“, wobei nach bisherigem Kenntnisstand die Kelten hierzulande nicht siedelten. Dr. Ingo Kraft versucht in seinem Vortrag Erklärungen zu finden, warum und von wem dieses Schmuckensemble vergraben wurde.

    ZUM REFERENTEN

    Dr. Ingo Kraft ist studierter Archäologe und ist auf die Altsteinzeit spezialisiert. Seit 1994 arbeitet er am Landesamt für Archäologie Sachsen in Dresden und ist dort Referatsleiter für Ostsachsen sowie Gebietsreferent für die Landkreise Bautzen (südlicher Teil) und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

    30 Jahre deutsch-deutsche Parallelwelt: Höchste Zeit, die betonierten Vorurteile zu demontieren

    Topthemen

    - Werbung -

    Aktuell auf LZ

    Anzeige
    Anzeige