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Kontaktstelle Wohnen trotzt schwierigen Pandemie-Bedingungen mit erfolgreichen Vermittlungszahlen 2020

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    Die Kontaktstelle Wohnen des Zusammen e.V. blickt auf eine erfolgreiche Bilanz des schwierigen Jahres 2020 zurück, das von der Corona-Pandemie sowie mehrfach von Förderengpässen geprägt war. Henrike Bohl, Mitarbeiterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: „Bis zum Stichtag 17. Dezember konnten wir in diesem Jahr beim Abschluss von 110 Mietverträgen helfen. Das bedeutet für über 270 Personen in der Stadt Leipzig sowie im Landkreis ein selbstbestimmteres Leben, mehr Schutz vor der Pandemie und endlich ein normales Ankommen in unserer Gesellschaft.“

    „Zu unseren Sprechstunden in Leipzig, Borna, Grimma, Delitzsch und Markranstädt kamen in diesem Jahr über 1050 Personen und Familien. Wir sind sehr froh über diese guten Zahlen, steckt doch hinter jedem neuen Mietvertrag und jeder Person eine ganz besondere individuelle Biografie und eine erhebliche Anstrengung, hier anzukommen und Teil eines Alltagslebens zu werden. Die eigene Wohnung ist ein ganz wichtiger Meilenstein dieses Prozesses.“

    Bohl weiter: „Im Vergleich zum Jahr 2019 ohne Lockdowns und anderen Beschränkungen liegen wir nur um knapp 30 Mietverträge zurück, die Anzahl der umgezogenen Personen ist sogar gleich geblieben. Seit Beginn unserer Arbeit im Mai 2016 haben wir inzwischen den Abschluss von über 660 Mietverträgen und damit über 1380 Personen bei der erfolgreichen Wohnungssuche unterstützt.“

    Projektkoordinator Stefan Kausch berichtet noch von einem besonderen Vermittlungserfolg im Dezember: „Ein besonderer Erfolg zum Jahresende ist die Vermittlung einer Wohnung für einen Migranten, der inzwischen seit zwei Jahren in Leipzig zwischen Obdachlosigkeit und unfreiwilligem Couch-Surfing gelebt hat. Trotz ausreichendem Gehalt konnte er so lange keine Wohnung finden, da keine Vermietung ihn ohne Vorvermieterbescheinigung akzeptieren wollte. Jetzt kann dieser Mensch das erste mal seinen eigenen privaten Raum beziehen und endlich tatsächlich hier ankommen.“

    „Trotzdem muss und wird die Arbeit auch 2021 mit voller Kraft weitergehen. Immer noch warten über 850 Einzelpersonen und Familien In Landkreis und Stadt Leipzig, davon über 130 Härtefälle, die von Obdachlosigkeit bedroht sind oder sich in ähnlichen Notlagen befinden, auf eine Wohnung“, formuliert Bohl die Perspektive für das neue Jahr.

    Projektkoordinator Stefan Kausch: „Der Wohnungsmarkt in Leipzig hat sich im Jahr 2020 weiter zugespitzt. Adäquaten und bezahlbaren Wohnraum im mittleren und niedrigen Preissegment in Leipzig zu finden wird sprichwörtlich zur Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Migrant:innen und andere Menschen mit Marktzugangsschwierigkeiten sind besonders betroffen und bedürfen der öffentlichen Unterstützung. Aus diesem Grund sind wir der Stadt Leipzig und dem Freistaat Sachsen dankbar entsprechende Fördermittel unter anderem der Kontaktstelle Wohnen auszureichen.“

    „Diese und andere Probleme wie die dringend nötige Überarbeitung des Konzeptes zur Berechnung der Angemessenheitsgrenzen der Kosten der Unterkunft müssen seitens der Stadt Leipzig und anderer Akteure angegangen werden, sonst könnte der Anspruch der ‚Chancengerechtigkeit in einer inklusiven Stadt‘ (wie im Integriertes Stadtentwicklungskonzept 2030 beschlossen) allzu schnell an der Realität scheitern. Auch wir als Kontaktstelle sind im Bereich kreativer Lösungen aktiv: Eine sich aus unserem Netzwerk neu formierende Initiative entwickelt gerade neue Wege bei der Wohnungsvermittlung.“, skizziert Stefan Kausch Forderungen und Lösungsbausteine.

    „Wir möchten uns an dieser Stelle auch bei den Mitarbeiter/-innen der Ämter, Verwaltungsbehörden und Ministerien bedanken. Unsere Erfahrung bei der Kommunikation zur Corona-Krise war eine rundherum positive. Es gibt viel Verständnis und Wohlwollen für die extrem schwierige Beratungsarbeit in Pandemie-Zeiten.“, so Projektkoordinator Kausch.

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