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Durstexpress: Gewerkschaft NGG fordert Erhalt aller Arbeitsplätze in Leipzig

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    Streit um Durstexpress spitzt sich zu: Nachdem bekannt wurde, dass Hunderte Stellen beim Getränkelieferdienst in Leipzig auf dem Spiel stehen, wächst die Kritik am Unternehmen. Vertreter aus der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik von Linkspartei bis CDU erklärten ihre Solidarität mit den Betroffenen. Dennoch ist es bereits zu ersten Kündigungen gekommen, teilt die Gewerkschaft NGG mit.

    Unterdessen haben rund 150 Beschäftigte am Standort Zschortauer Straße mit der Gründung eines Betriebsrates begonnen und einen Wahlvorstand für die Arbeitnehmervertretung bestimmt. Am Donnerstag wollen sie mit einer Demonstration im Stadtteil Eutritzsch auf ihre Situation aufmerksam machen.

    Die NGG-Region Leipzig-Halle-Dessau fordert den Oetker-Konzern, zu dem Durstexpress gehört, dazu auf, alle Arbeitsplätze beim Lieferdienst in der Messestadt zu erhalten. Das Unternehmen müsse für einen fairen Betriebsübergang von Durstexpress-Beschäftigten zur fusionierten Firma Flaschenpost sorgen – wie dies auch an anderen Standorten bundesweit der Fall sei. Im Rahmen einer Regelung im Bürgerlichen Gesetzbuchs (§ 613a BGB) könnten alte Arbeitsverträge weiter gelten und die Mitarbeiter zu denselben Konditionen weiterbeschäftigt werden.

    „Es kann nicht sein, dass die Menschen um ihren Job fürchten müssen, obwohl das Geschäft mit der Getränkelieferung in der Corona-Pandemie auf Hochtouren läuft“, sagt NGG-Regionalgeschäftsführer Jörg Most. Der Gewerkschafter ruft Flaschenpost zu Gesprächen mit der NGG auf, um die Zusammenführung beider Marken fair zu gestalten. An die Beschäftigten appelliert er, sich an der Wahl eines Betriebsrats zu beteiligen.

    Ende vergangener Woche war bekannt geworden, dass Durstexpress mit Flaschenpost fusionieren soll. Dr. Oetker hatte das Start-up Flaschenpost aus Münster kürzlich zusätzlich zur bisherigen Eigenmarke Dursexpress übernommen und laut Medienberichten dafür einen Milliardenbetrag bezahlt. Nach Beobachtung der Gewerkschaft NGG sind in Berlin, Leipzig und Bochum jeweils Hunderte Arbeitsplätze von bislang bei Durstexpress Beschäftigten in Gefahr. Statt sie bei Flaschenpost zu übernehmen, sollen sie sich neu bewerben – zu schlechteren Löhnen und Arbeitszeiten.

    Informationen zur aktuellen Entwicklung in Leipzig haben Gewerkschaft und Beschäftigte im Netz zusammengestellt unter: https://kuendingdingdong.wordpress.com/

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